Die fünf originellsten Theaterstücke in Leipzig

Leipzig hat kulturell einiges zu bieten – so auch auf der Bühnenwelt. Wir zeigen euch heute ganz besonders originelle und interessante Stücke, die definitiv einen Besuch wert sind!

Theatergruppe Adolf Südknecht
Theaterturbine: „Gurke oder Banane“
Mückenschlösschen: Krimi in 5 Gängen
„My name is Peggy“
Schaubühne Lindenfels: Hörtheater

Theatergruppe Adolf Südknecht

Horns Erben - ein historischer Spielort. © Armin Zarbock
Horns Erben – ein historischer Spielort. © Armin Zarbock

2011 gründete sich die Leipziger Theatergruppe „Adolf Südknecht“, die aus den professionellen Einzelkünstlern Armin Zarbock, Claudius Bruns, Susanne Bolf und August Geyler besteht. Wie kommt man auf den Namen „Adolf Südknecht“ ? Die „Karli“, ehemals Südstraße, wurde von 1933 bis 1945 in Adolf-Hitler-Straße umbenannt. Nach Kriegsende aber wieder in Südstraße, bis sie schließlich ihren heutigen Namen erhielt. Neckisch war sie unter den Leipzigern daher auch als „Adolf-Südknecht-Straße“ bekannt. Der Hauptspielort der Theatergruppe befindet sich im „Horns Erben“, in der Nähe der heutigen Karl-Liebknecht-Straße. 1923 gründete Wilhelm Horn in Leipzig seine Branntwein und Likörfabrik. In die Arndstraße 33 zog er 1927, um dort zu produzieren. 1931 wurden nach Umbauten im Vorderhaus die „Horner Weinstuben“ eröffnet. Dort befindet sich heute das „Horns Erben“. Die Geschichte der fiktiven Familie Südknecht knüpft an die historischen Begebenheiten des Spielortes an, denn Adolf Südknecht ist Pächter des „Horns“ und schenkt kräftig Leipziger Allasch aus.

„Adolf Südknecht – die Seifenoper Improschau!“

Die Südknechts © Armin Zarbock
Die Südknechts © Armin Zarbock

Seit 2012 gibt es die Theaterserien über die Familie „Südknecht“, welche jeweils in unterschiedlichen Zeitabschnitten des 20. Jahrhunderts spielen. Adolf und Adele Südknecht bewirten das „Horns“ zusammen mit ihrem Sohn Anton. In jeder Folge tritt außerdem ein Gastschauspieler auf. Die erste Staffel spielte im Jahr 1920, mittlerweile gibt es die vierte Staffel, welche 1945 bis 1953 spielt.

Der erste und der letze Satz sind festgelegt. Der Rest ist improvisiert. Die Schauspieler belesen sich lediglich zu den jeweiligen historischen Begebenheiten, aber alles Weitere erfolgt spontan. Weder Publikum noch Schauspieler wissen vor dem Stück, ob sie in ihrer Rolle bleiben oder die Figur wechseln, um welches Thema es sich drehen wird und wie die Beziehungen der einzelnen Figuren zueinander sein werden. Nicht nur die Szenen sind improvisiert, auch Schlagzeuger Frank Berger und Pianist und Mitbetreiber vom „Horns Erben“ Claudius Bruns, sorgen abhängig von Atmosphäre und Stimmung, für die musikalische Untermalung.
Die Schauspieler nehmen das Publikum mit auf eine Reise in die Vergangenheit. Unglaublich humorvoll, ironisch aber auch ernst und traurig können die Szenen sein. In jedem Fall, fühlt der Zuschauer mit den Figuren. Nach dem Stück geht man nicht nur mit einem Lächeln auf dem Gesicht nach Hause, sondern stellt sich die Frage: Wie hätte ich in der damaligen Zeit gehandelt?

Ihr seid gespannt, was als nächstes bei den Südknechts passiert? Am 15. März gibt’s die nächste Folge „Anno 1947: Hungerwinter in Deutschland“ im Horns Erben zu sehen.

Theaterturbine: „Gurke oder Banane“

Mit vollem Körpereinsatz. © Armin Zarbock
Mit vollem Körpereinsatz. © Armin Zarbock

Hier ist nichts geplant! Weder das Publikum noch die Schauspieler selbst wissen, was während des Stücks passieren wird. Drei Regisseure treten gegeneinander an und lassen spielen, singen, tanzen – eben alles, was ihnen spontan in den Sinn kommt. Dabei kann das Publikum mitentscheiden. Schließlich zählt, wer das Publikum für sich gewinnen kann und am Ende die „Goldene Banane“ gewinnt. Der Verlierer erntet leider nur saure Gurken.

Seit 2012 gibt es die Theaterturbine, die aus 18 professionellen Schauspielern und Musikern besteht. In zahlreichen Formaten, stellen die Darsteller ihr Improvisationstalent erfolgreich unter Beweis. Du hast Lust auf einen Abend, der unvorhersehbar, aber garantiert voller Überraschungen sein wird? Dann sei beim nächsten Impro-Wettbewerb am 26. März in der Moritzbastei dabei!

Mückenschlösschen: Krimi in 5 Gängen

Das Mückenschlösschen. © Andreas Schmidt
Das Mückenschlösschen. © Andreas Schmidt

Ihr seid echte Krimifans, und wisst wer vor Ende des Tatorts der Mörder ist? Dann braucht Kommissar Hinrichsen vom Polizeirevier Leipzig-Mitte dringend eure Hilfe, wenn er den Tätern mal wieder auf der Spur ist. Denn in Leipzig treibt ein Mörder sein Unwesen, der schon einige Opfer auf dem Gewissen hat.

Mit leerem Magen lässt es sich aber ziemlich schlecht denken, deshalb bekommt ihr während des Stückes ein köstliches 5-Gänge Menu für 85 € p.P. im Mückenschlösschen serviert. Klingt gut? Dann könnt ihr euch hier für den nächsten Termin am 12. März anmelden.

„My name is Peggy“

Ob's mit dem Date klappt? © Stefan Hoyer
Ob’s mit dem Date klappt? © Stefan Hoyer

Das Singleleben kann ein Abendeuer sein – aber sind wir mal ehrlich: jeder wünscht sich doch die große Liebe. Warum sonst versprechen uns Tinder oder Friendscout das große Glück? Auch Peggy ist auf der Suche und wartet im „magarethen“ auf ihr Date. Währenddessen gehen Peggy vielerlei Dinge durch den Kopf: Wird er endlich der Richtige sein? Oder doch bloß eine Enttäuschung? Die Gefühle schwanken von großer Euphorie und Vorfreude bis hin zu Ängsten und Trauer. Im schlimmsten Fall bleibt immer noch Papagei Heinz, auf den ist immerhin Verlass. Peggy wartet nicht allein im Restaurant –ihr bekommt während des Stücks ein leckeres Abendmenu serviert. (27 € p.P., inkl. Buffet/ermäßigt: 21 €)

Das Stück von Marc Becker spiegelt mit der Figur Peggy, gespielt von der Theater der jungen Welt-Darstellerin Sonia Abril Romero, das Gefühlsleben des modernen Großsstadtsingles wider. Die nächste Gelegenheit für einen unterhaltsamen Abend habt ihr wieder am 8. oder 31. März.

Schaubühne Lindenfels: Hörtheater

Kinoatmosphäre im Grünen Salon © Schaubühne Lindenfels
Kinoatmosphäre im Grünen Salon © Schaubühne Lindenfels

Theater hören? Ist doch mal was anderes, oder? Beim Hörtheater der Schaubühne Lindenfels könnt ihr es euch auf den knallroten Kinositzen im Grünen Salon gemütlich machen und einer spannenden Story lauschen. Schließt die Augen und lasst eurer Phantasie und Vorstellungskraft freien Lauf. Führt selbst Regie und macht aus Worten eurer eigenes Stück!

Die Schaubühne Lindenfels präsentiert euch regelmäßig Produktionen in Kooperation mit dem Deutschlandradio Kultur. Die Künstler sind selbst anwesend und ihr habt die Gelegenheit nach dem Stück über das Gehörte zu diskutieren und eure Meinungen auszutauschen. Die nächste Vorführung findet am 13. April statt. Der Eintritt ist frei!

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