Industrie macht Kunst

Die Industriekultur ist ein wichtiger Bestandteil der Leipziger Stadtgeschichte. Viele der damaligen Industriegebäude sind uns erhalten geblieben und verleihen dem Antlitz des Verborgenen Leipzig einen backsteinroten Charme. Doch sie sehen nicht nur schön aus, viele von ihnen wurden wiederbelebt und bieten kreativen Leipzigern Raum für ihre Arbeit. Unter dem Motto „Industrie macht Kunst“ zeigen wir euch heute ein paar Gebäude, die schon viele Jahre auf der Fassade haben, heute aber in neuer Frische echte Hotspots der Kultur geworden sind.

Neues Schauspiel Leipzig
Die Box im Plagwitzer Bahnhof
Szenekneipe Horns Erben
Schaubühne Lindenfels
Kunstkraftwerk Leipzig

Neues Schauspiel Leipzig

 

Früher wurde hier gedruckt, nun inszeniert. © Neues Schauspiel

Verborgen in einem idyllischen Hinterhof auf der Lützner Straße, lädt das Neue Schauspiel Leipzig Groß und Klein zum Verweilen ein. Nach den Umbauarbeiten von 2009 bis 2010 öffnete das kleine, aber feine Schauspiel in den Räumen der alten Druckerei im Oktober 2010 seine Tore. Hier wartet seitdem ein buntes Programmangebot aus Theateraufführungen auf Deutsch oder Englisch, Gastspielen, Improvisationsshows, Konzerten oder Puppentheater auf die Besucher. Im Anschluss an jede Veranstaltung lädt die Theaterbar Tante Manfred zu einer gemütlichen Runde bei Kerzenschein und Rotwein ein.

Die Box im Plagwitzer Bahnhof

Eine Box voller kreativer Gedanken. © Christian Modla / Westend Communication

Der einst größte Güterbahnhof Europas im Leipziger Stadtteil Plagwitz ist heute ein beliebter Anlaufpunkt für Kreative und Familien. In dem ehemaligen Bahnhofsgebäude auf der Engertstraße ist Die Box ein kleiner Raum für Kunst in allen Formen. Mit der Eröffnung im September 2015 wurde ein Ort geschaffen, dessen Programm so bunt und außergewöhnlich ist, dass es sich nicht einer Kunstform zuordnen lässt. Die Box ist sowohl Veranstaltungsraum als auch Bühne für Konzerte, Lesungen, Theater und Tanzvorstellungen. Für junge Kulturinteressierte gibt es zudem regelmäßiges Figurentheater.

Szenekneipe Horns Erben

Die urige Kneipe „Horns Erben“ hat großen Andrang. © Alexander Bruns

Ende 2004 hauchten vier Studenten den historischen Räumlichkeiten der ehemaligen Weinstube des Leipziger Schnaps-Produzenten Wilhelm Horn wieder Leben ein. In der Arndtstraße produzierte der junge Wilhelm Horn ab 1927 seine stadtbekannten Spirituosen, die in „Horns Weinstube“ ausgeschenkt wurden. Heute gehört die Szenekneipe mit urigen Holzmöbeln und Wandverkleidungen, Sesseln und Lampenschirmen im Retrostyle zu den beliebtesten Lokalitäten des Leipziger Südens. Neben Konzerten, Lesungen und Partys lässt sich hier auch die Theatergruppe „Adolf Südknecht“ erleben. Seit 2012 erstrahlt die Hausfassade im selben Antlitz wie 1931.

Schaubühne Lindenfels

Die Schaubühne Lindenfels bietet nicht nur dem Theater eine Plattform. © Sebastian Willnow

Der Ballsaal der Schaubühne Lindenfels mit seiner einzigartigen Akustik ist eine Leipziger Kulturinstitution mit einem interdisziplinären Gesamtkonzept: Neben Theater, Tanz und Performance bildet die Filmkunst ein weiteres künstlerisches Highlight. Ergänzt wird das breite Angebot durch Musik, Literatur, neue Medien und bildende Kunst. Zu einem Markenzeichen sind die thematischen Reihen, Programmwochen, Retrospektiven, Themen und Festivals zu aktuellen Fragestellungen geworden.

Kunstkraftwerk Leipzig

In dem ehemaligen Heizwerk geht es heute künstlerisch heiß her. © Gianfranco Iannuzzi

In dem ehemaligen Heizwerk Lindenau muss es heiß und laut gewesen sein: In drei riesigen Kohleöfen loderte das Feuer und erhitzte das Wasser, welches über Rohrleitungen zu den Industriebetrieben im Leipziger Westen geliefert wurde. Von 1964 bis 1992 überwachten Kesselwärter, Schichtführer und Aschemänner das Kesselhaus. Heute lässt sich in den Industriehallen auf über 2.000 Quadratmetern unmittelbar in der Nähe zur Spinnerei, zum Westwerk und Tapetenwerk geballte Kreativität finden: internationale Ausstellungen, Symposien, Lesungen, Konzerte, Partys, Gastronomie.

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2 Kommentare

  1. Ich war kurz nach der Wende mal in Leipzig und fand das damals schon vom Ausgangsmaterial her total faszinierend mit den breiten Straßen und alten Häusern. Jetzt nach vielen Jahren und einigem an Soli kann sich Leipzig echt sehen lassen. Sehr schöne Bilder einer modernen Stadt mit langer Geschichte. Immer wieder eine Reise wert

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