Die schönsten Ziele für einen Familienausflug in der Region Leipzig

Pünktlich zum Beginn der sächsischen Sommerferien verraten wir euch unsere Geheimtipps für coole Ferientage mit euren kleinen und großen Kids! Mögt ihr es abenteuerlich, sportlich, historisch oder einfach nur idyllisch? Hier ist für jeden Geschmack etwas dabei! Also, schnappt euch die Family und findet gemeinsam euren Lieblingsplatz in der Region Leipzig!

Abenteuerspaß für die ganze Familie im Freizeitpark BELANTIS
Golfen mit Kind und Kegel
Schiff ahoi für Freizeitkapitäne
Klettern, fliegen, chillen, grillen – Ein Besuch im Kletterwald Leipzig
Digitale Zeitreisen auf Burgen
Der Natur auf der Spur – Unterwegs und multimedial in Bad Düben
Mit Dampf durch’s Heideland – Oschatz und Umgebung
Sinnvolle Entdeckungen im Urlaubsdorf Höfgen
Paddel in die Hand, ab auf’s Wasser – Wasserspaß in der Region

Abenteuerspaß für die ganze Familie im Freizeitpark BELANTIS

Die TV-Stars erwarten euch im Abenteuerpark Belantis © Christian Modla

Ihr habt es noch nicht zum Freizeitpark BELANTIS geschafft? Oder gehört ihr zu der Sorte, die nicht genug davon bekommen? Dann lasst euch das neue Angebot des AbenteuerReiches nicht entgehen!

Neben dem normalen Einmal-Ticket, welches euch für 37,50 Euro den Besuch von BELANTIS mit seinen acht Themenwelten und mehr als 60 verschiedenen Attraktionen an einem beliebigen Öffnungstag ermöglicht, könnt ihr auch den  Saisonpass erwerben. Diesen gibt es in drei verschiedenen Ausführungen: Bronze, Silber und Gold, die euch jeweils verschiedene tolle Preisvorteile und Rabatte bringen.

Nutzt die Gelegenheit und entdeckt die Welt hinter dem Schloss BELANTIS so oft ihr möchtet! Mit der Familienachterbahn Cobra des Amun Ra könnt ihr einen wilden Ritt auf dem Rücken der Schlange durch das Tal der Pharaonen wagen. Aber auch Achterbahnen wie der „Drachenritt“ im Land der Ritter oder die Schiffsschaukel „Santa Maria“ auf der Pirateninsel „Küste der Entdecker“ sorgen nicht nur für aufregendes Kribbeln im Bauch, sondern sind auch für die ganze Familie geeignet. Mit der Achterbahn Huracanito im Reich der Sonnentempel gibt es sogar eine Achterbahn, die den ganz Kleinen zwischen drei und sechs Jahren vorbehalten bleibt.

Zwischendurch gibt es für Kids immer neue Möglichkeiten, bei abenteuerlichen Aufgaben ihren Mut zu beweisen: Egal, ob bei Capt’n Black’s Piratentaufe die Planken zittern, auf dem Pfad der Mutigen die Indianerprüfung abgelegt wird, oder im Land der Grafen nach Silbernuggets geschürft wird – Wagemutige kommen hier voll auf ihre Kosten. Wer es etwas ruhiger mag, ist bei den verschiedenen Shows und Theaterstücken bestens aufgehoben.

Neuerdings können eure Kinder täglich wahre TV-Stars treffen: SpongeBob, Patrick, die Ninja Turtles, Molly und Gil von den Bubble Guppies und Thaddäus aus dem Hause Nickelodeon begrüßen euch vor Ort und werden seit diesem Jahr von der Paw Patrol unterstützt. Die Kleinen haben die Chance, die neun farbenfrohen Gefährten zu verschiedenen Tageszeiten im Rahmen von Meet & Greets persönlich kennenzulernen und ein tolles Erinnerungsfoto von den prominenten Helden mit nach Hause zu nehmen. Damit wird das „AbenteuerReich“ gleich um einige Attraktionen reicher.

Ihr erreicht den Vergnügungspark mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ab Leipzig-Hauptbahnhof innerhalb von 30 Minuten. Die S-Bahnen der Linien 5, 5X und 6 fahren alle 15 Minuten zum S-Bahnhof Markkleeberg. Von dort verkehrt täglich die Buslinie 105 drei Mal vormittags zum und drei Mal nachmittags vom BELANTIS.

Golfen mit Kind und Kegel

Im Park eine ruhige Kugel schieben © Heide Spa, Schmieder

In Bad Düben, mitten im denkmalgeschützten Kurpark, könnt ihr einer richtigen Trendsportart nachgehen: dem SupaGolf. Solch eine Anlage gibt es bis jetzt nur zwei Mal in Deutschland. Hier werden euch neun Bahnen mit Längen zwischen 25 und 75 Metern sowie ein Übungsfeld für die ersten Schlagversuche geboten!

Ob blutiger Anfänger oder erfahrener Golfer, die Spielregeln sind leicht verständlich und somit ist Spielspaß für jeden zwischen 5 und 99 Jahren garantiert.

SupaGolf basiert auf dem traditionellen Golfsport, der Ball mit dem ihr durchstartet ist jedoch größer als der traditionelle Golfball und aus mit Kunststoff überzogenem Schaumstoff. Im Vergleich ist er wesentlich ungefährlicher, die Flugeigenschaften sind jedoch gleich. Dank verschiedener Farben können verschiedene Spieler die Bälle easy-peasy voneinander unterscheiden.

Na, habt ihr Lust auf Bad Düben und sein Sportangebot bekommen? Dann nichts wie hin! Die Stadt ist über die Buslinie 196 angebunden. Die Verleihstation für die Ausrüstung befindet sich im HEIDE SPA Hotel & Resort. Sichert euch schon jetzt eure Spielzeit und ein „Supa“ Erlebnis!

Nicht nur in Bad Düben kann man toll golfen, sondern auch im Abenteuergolfpark Groitzsch. Den findet ihr im Südraum von Leipzig. Auf 2.000 Quadratmetern ist ein 18-Loch-Abenteuergolfplatz entstanden, welcher in seiner Art in Mitteldeutschland einzigartig ist. Alle Bahnen sind mit Kunstrasen wie beim richtigen Golf versehen und aufwendig modelliert.

Abenteuergolf in Groitzsch © Heiko Krumbholz

Abenteuergolf ist eine Mischform von Minigolf und Golf. Beim Spiel müsst ihr Hindernisse wie Hügel, Senken oder Geländeübergänge überwinden. Beweist euer Geschick auf den bis zu 25 Meter langen Bahnen und eure Treffsicherheit über Bachläufe hinweg, durch Tunnel oder gar das sich drehende Wasserrad hindurch! In die richtig anspruchsvollen Bahnen sind bespielbare Elemente gebaut, die an unsere Region erinnern. So erwarten euch ein Schuh, der symbolisch für das Schusterviertel steht, eine Lore für den Tagebau in der Umgebung und der Groitzscher Wasserturm als Wahrzeichen von Groitzsch.

Auf dem Kids-Green können eure Kleinen schon einmal versuchen, eines der vielen Löcher zu treffen. Alle anderen können hier ihre Treffsicherheit üben.

Für Erholungspausen vor, während und nach dem Spiel ist die BIERATERIE mit gemütlichem Biergarten direkt am Golfpark bestens geeignet. Ein umfangreiches Angebot an Getränken, kleinen Speisen und Eissorten bietet für jeden etwas Passendes. Für die unbeschwerte An- und Abreise könnt ihr die Buslinie 100 vom und zum Markkleeberger S-Bahnhof nutzen.

Unsere Spartipps für euch: Es lohnt sich die Anschaffung einer attraktiven 10er Karte für Vielspieler. Kinder bis zu einer Körpergröße von einem großen Golfschläger dürfen in Begleitung von zahlenden Spielern kostenlos mitmachen.

Schiff ahoi für Freizeitkapitäne

Alle Matrosen an Bord zur Entdeckertour im Leipziger Neuseenland. © PS LNL

Eine Seefahrt, die ist lustig, eine Seefahrt, die ist schön. Denn da kann man das Neuseenland und noch manches Andre sehn…

Wollt ihr das Leipziger Neuseenland einmal aus einer anderen Perspektive kennenlernen und dabei die Sommersonne und eine erfrischende Brise genießen? Dann seid ihr herzlich eingeladen, an einer der vielen Schifffahrten auf den Seen teilzunehmen. Die Personenschifffahrt im Leipziger Neuseenland bietet euch von April bis Oktober Ausfahrten auf dem Markkleeberger und Störmthaler See an. Besonders beliebt sind die Überfahrten mit dem Fahrgastschiff „MS Wachau“ von einem See auf den anderen. Dabei ist ein Höhenunterschied von vier Metern per Schleuse zu überwinden. Ein Schauspiel, dass nicht nur eure Kinder begeistert! Möglichkeiten des Zu- oder Ausstiegs habt ihr zwischen der Seepromenade des Markkleeberger Sees und dem Hafen des Ferienresorts Lagovida an sechs weiteren Anlegestellen. Eine große Tour dauert bis zu drei Stunden.

Euch reicht eine einstündige Tour auf dem Markkleeberger See? Dann habt ihr noch die Alternative, mit der im Jahr 2014 neu erbauten „MS Markkleeberg“ zwischen Seepromenade und Auenhainer Bucht zu fahren. Mit fast 42 Metern Länge und 9 Metern Breite ist sie das größere der beiden Fahrgastschiffe und bietet Platz für bis zu 400 Personen. Mehrmals täglich könnt ihr mit der „MS Markkleeberg“ eure Minikreuzfahrt starten. Als Highlight für die Kleinsten ist auf dem Sonnendeck eine Edelstahlrutsche zu finden – die Kinder können dort selbst Kapitän an den montierten Steuerrädern spielen.

Auf hoher See mit der Santa Barbara ©Reederei Zwenkau GmbH & Co. KG

Leinen los! – heißt es auch an Bord der „MS Santa Barbara“  auf dem Zwenkauer See. An sechs Tagen in der Woche sticht das Motorschiff zu den regulären Rundfahrten in See. Diese dauern ca. 60 – 90 Minuten. Egal, für welche Tour ihr euch entscheidet, jede Fahrt ist ein Erlebnis für sich. Ganze drei Decks – das Haupt-, Sonnen- und Achterdeck – laden zum Verweilen ein. Nebenbei erhaltet ihr spannende Infos zu der Entwicklung des Zwenkauer Sees und der Geschichte des ehemaligen Tagebaus.

Alle vier Wochen habt ihr die Möglichkeit in Begleitung der Döbelner Himmelfahrtsband oder den Beatroot Stompers auszufahren. Die Bands entführen euch mit ihrer frischen und stimmungsvollen Swing- und Dixielandmusik beim Dixiefrühschoppen gedanklich auf eine Reise in die Südstaaten der USA.

Kids können in den Sommerferien die Ausbildung zum Schiffsführer ablegen. Der Kapitän erzählt alles über den See, zeigt, wie der Seemannsknoten gebunden wird und berichtet allerlei Seemannsgarn. Am Ende dürfen die kleinen Schiffsführer den großen Pott über den Zwenkauer See steuern. Das ist doch ein Ferien-Abenteuer, von dem man gern berichtet!

Eure Tickets bekommt ihr bequem im Online-Ticketshop.

Klettern, fliegen, chillen, grillen – Ein Besuch im Kletterwald Leipzig

Hoch hinaus geht es im Kletterwald. Eine echte Mutprobe. ©Alexander Klich
Hoch hinaus geht es im Kletterwald. Eine echte Mutprobe. ©Alexander Klich

„Rein in den Wald! Rauf auf den Baum!“ Das ist das Motto des Kletterwaldes Leipzig. Lohnenswert ist die Anreise mit der Bahn bis nach Beucha. Vom Bahnhof selbst lauft ihr noch einmal etwa 20 Minuten zu Fuß. Nach 5 Minuten kommt ihr auf der rechten Seite am Kirchberg vorbei: Markant thront die kleine St. Ludwigskapelle auf einem Felsplateau, das in einen gefluteten Steinbruch ragt – ein unvergesslicher Anblick.

Der Park selbst ist idyllisch am Albrechtshainer See im Süden von Beucha gelegen. Auf einer Fläche von riesigen 30.000 m² erstreckt sich ein wahres Abenteuerparadies. Nach umfassenden Sicherheitseinweisungen betretet ihr stets mit doppelter Sicherung einen der elf Parcours, die sich in eine kleine und eine große Runde in bis zu 11 Metern Höhe aufteilen. An über 90 kreativen Kletterelementen könnt ihr hier euer Geschick beweisen – darunter sind zum Beispiel Bestandteile wie der Flohsprung, das Spinnennetz oder der „Flying Fox“, eine über 90 Meter lange Seilrutsche! Wer lieber auf dem Boden der Tatsachen bleibt, findet hier dennoch sein Glück beim Bogenschießen oder, am Puls der Zeit, bei einer GPS-Schatzsuche.

Wenn euch die Zeit nicht ausreichen sollte oder ihr einfach ein bisschen länger entspannen möchtet, habt ihr die Möglichkeit, euren Aufenthalt auf dem angeschlossenen Campingplatz zu verlängern. Übernachten könnt ihr hier entweder im mitgebrachten Zelt oder in einem der neugebauten, stilvollen Holzpods. Und ganz Wagemutige können in einer Höhe von 12 Metern im komfortablen Baumhaus mit zwei Terrassen nächtigen. Wenn ihr dann bei Einbruch der Nacht am Ufer des Sees ein kleines Lagerfeuer entfacht und den Tag Revue passieren lasst, werdet ihr euch der Natur mit Sicherheit ein gutes Stück näher fühlen.

Digitale Zeitreisen auf Burgen

Schreibwerkstatt in der Burg Mildenstein. © Christian Hüller Fotografie

Auf den Spuren von Burgfräulein und Rittern: Zu Zeitreisen in längst vergangene Epochen laden die Burg Mildenstein in Leisnig und das Schloss Rochlitz in der gleichnamigen Stadt ein. Beide mittelalterliche Bauwerke berichten via modern interaktiven und familienfreundlichen Ausstellungen von ihrer tausendjährigen Historie.

Frieder Berg – ein liebenswerter Turm – begleitet euch und eure Kids durch die Räume der Burg Mildenstein und macht den Geschichtsexkurs besonders spannend. Das jüngst restaurierte Herrenhaus der Burganlage belichtet mit der Ausstellung “Der Hof der jungen Herrschaft“ die Burganlage als kurfürstliche Kinderstube bis zum Jahr 1450. Hier lernt ihr das Leben der kurfürstlichen Familie und den Alltag am Prinzen- und Prinzessinnenhof kennen. Schlüpft in typische Hofgewänder, versucht euch beim Laufen in Holzpantoffeln über damaliges Pflastergestein und haltet den Moment vor der präparierten Selfie-Wand fotografisch fest. Wer sich für Gewänder der anderen Art interessiert, wird in der Sonderausstellung „Löschen. Retten. Bergen. Schützen.“, glücklich. Ein Experte führt mit viel Wissen und spannenden Anekdoten durch die Feuerwehrgeschichte Leisnigs.

Wollt ihr einmal zeitgemäß Brot und Getreidespeisen zubereiten? Dann legen wir euch die schmackhafte Erlebnisführung Rund ums Brot ans Herz. Gemeinsam mit der Bäckermagd entdeckt ihr die historischen Schwarzküchen und Lagerräume und backt euren eigenen Brotlaib im Holzbackofen oder fertigt eine Getreidespeise auf dem Herd selbst an.

Besonders den Knaben wird es gefallen, sich in die Rolle eines Ritters zu versetzen. Die Rüstungs- und Ritterkunde gibt’s bei der Führung Ritterzeit mit Pfeil und Bogen„. Der gesamten Familie werden Fragen rund um die schützenden Eisenteile beantwortet. Probiert Kettenhemd, Brustharnisch und Helm am eigenen Leibe und erfahrt, wie der Ritter auf einer Burg lebte.

Für die Anfahrt könnt ihr auf die Mitteldeutsche Regiobahn, die zwischen Leipzig und Döbeln pendelt, zurückgreifen und direkt unterhalb der Burg am Bahnhof Leisnig aussteigen.

Abtauchen in alte Zeiten mit der VR Brille. ©Schlösserland, Killig

Der majestätische Bau des Schlosses Rochlitz ist ein wahrer Besuchermagnet. Wusstet ihr, dass eine der beeindruckendsten und einflussreichsten Frauen der Reformationszeit hier ihren Witwensitz hatte? Na, kennt ihr die unbekannte Heldin? Die Rede ist von Elisabeth von Rochlitz. Als Schwiegertochter des Herzogs Georg dem Bärtigen setzte sie gegen seinen Willen die Reformation in ihren Ämtern Rochlitz und Kriebstein durch. In einem Teil der Dauerausstellung widmet man sich den Geschehnissen rund um Elisabeth von Rochlitz und der Rolle der Frauen zur Zeit der Reformation.

Dass auch kleine Prinzen unbeobachtete Momente offenbar zum Unfug treiben nutzten, könnt ihr in der heutigen Amtsstube sehen. Vermutlich verewigten sich Friedrich der Weise und Johann der Beständige oder Ernst und Albrecht von Sachsen höchstpersönlich mit ihren Kritzeleien an den Wänden. Diese blieben über 500 Jahre unter einer Putzschicht verborgen und wurden bei Restaurierungsarbeiten zufällig entdeckt. Die vielen Motive aus dem Alltags- und Militärleben, Häuser, Türmchen, Ornamente und Texte bieten euch spannende Einblicke in das damalige Leben.

Warum ihr aber unbedingt das Schloss Rochlitz besuchen solltet, erwartet euch in der Hauptmannsstube. Der Raum an sich wirkt wenig einladend, regelrecht unfertig. Das Highlight ist eine sogenannte Virtual Reality-Brille, die euch einen Rundgang durch die Jahrhunderte mit ihren unterschiedlichen Bauepochen ermöglicht. Ihr setzt die Brille auf und findet euch in einer virtuellen 3D-Animation des Raumes wieder. Mit den Augen navigiert ihr interaktiv durch die Animation und könnt so den Raum in verschiedenen historischen Epochen besuchen. Eine großartige Form des Reisens!

Auch veranstaltungstechnisch hat auch Schloss Rochlitz einiges zu bieten. Für die Anreise empfehlen wir euch das Auto. Parkplätze stehen um das Schloss ausreichend zur Verfügung.

Das idyllische Schloss in Rochlitz © Sylvio Dittrich

Der Natur auf der Spur – Unterwegs und multimedial in Bad Düben

Die Dübener Heide ist ein Paradies für Naturfans ©Alexander Klich
Die Dübener Heide ist ein Paradies für Naturfans ©Alexander Klich

Schon lange bevor sich Menschen in der Dübener Heide ansiedelten, waren Biber ein wichtiger Bestandteil der Dübener Heide. Zwischenzeitlich galten die pelzigen Nager bereits fast als ausgerottet, doch heute könnt ihr mit etwas Glück einige von ihnen auf der Heide-Biber-Tour durch die Dübener Heide entdecken. Nach Bad Düben gelangt ihr von Leipzig aus mit der Buslinie 196 ab Leipzig Hauptbahnhof, einige Busse ermöglichen euch nach Fahrplan auch die Mitnahme von Fahrrädern. In Bad Düben angelangt, besucht ihr zuerst das NaturparkHaus. Hier könnt ihr euch nicht nur Biber-Abenteuerrucksäcke und Fahrradtaschen ausleihen, sondern auch die lohnenswerte Ausstellung besuchen. Multimedial erfahrt ihr hier spannende Informationen rund um die Themen „Erlebnis Wildtier“, „Heimat und Natur“ sowie dem „Klimawandel“.

Das NaturparkHaus ist gleichzeitig der Startpunkt für die Heide-Biber-Tour. Der über 30 Kilometer lange Qualitätswanderweg kann in mehrere Abschnitte unterteilt werden und bietet neben einer wunderschönen bewaldeten Heidelandschaft etliche interessante Anlaufpunkte. So könnt ihr in der Obermühle zum Beispiel den Moor-Erlebnisgarten, das Museumsdorf und den Fledermausgarten besichtigen. Oder wie wäre es mit einem Besuch der Köhlerei in Eisenhammer? Hier erfahrt ihr, wie Holzkohle hergestellt wird. Entlang der Tour könnt ihr in der Zwischenzeit immer wieder Infotafeln von Billi Bockert, dem Biber, mit nützlichen Informationen entdecken oder die Tiere an ausgesuchten Beobachtungspunkten live erspähen.

Mit Dampf durch’s Heideland – Oschatz und Umgebung

Im Oschatzpark warten tierische Attraktionen auf die Besucher ©Alexander Klich
Im Oschatzpark warten tierische Attraktionen auf die Besucher ©Alexander Klich

Habt ihr nicht schon immer mal davon geträumt, bei der Fahrt mit einer Dampflok den Blick ins Panorama ganz neu zu entdecken? Ab Oschatz ist das kein Problem: Schnaufend und pfeifend schlängelt sich der „Wilde Robert“, die so genannte Schmalspurbahn, durch die Heidelandschaft bis nach Glossen. Die liebevoll restaurierte Lokomotive, die vor mehr als 100 Jahren erbaut wurde, und die in Kleinstarbeit wieder aufgebauten Personenwaggons verströmen dabei ein nostalgisches Flair, das seinesgleichen sucht.

Seit dem Sommer 2017 kommt bei Fahrten mit entsprechenden Wetterbedingungen auch der neue Aussichtswagen der Döllnitzbahn zum Einsatz. Auf der Route, die an insgesamt etwa 50 ausgesuchten Terminen im Jahr befahren wird, könnt ihr an mehreren Haltepunkten problemlos zu- bzw. aussteigen. Auch die Mitnahme von Fahrrädern gestaltet sich unkompliziert; ein Radweg folgt der Bahnstrecke entlang des Flusses Döllnitz – so könnt ihr Zug- und Radfahrten auch auf Teilabschnitten ideal kombinieren.

Zurück in Oschatz angekommen, lohnt sich ein Ausflug in die Innenstadt. Direkt hinter dem Markt befindet sich die schon von Weitem sichtbare Kirche Sankt Aegidien. Deren charakteristische Doppeltürme sehen nicht nur imposant aus, sondern sind auch von innen begehbar: 199 Stufen müsst ihr zurücklegen, dann steht ihr mitten in der Türmerwohnung, in der noch bis in die 1960er Jahre hinein der Oschatzer Türmer wohnte. In der charmant hergerichteten Behausung könnt ihr bei einem Kaffee kurz verschnaufen, den Blick vom Vorbau über die Kleinstadt schweifen lassen oder aber viele Details in den winzigen Zimmern entdecken, in denen sich damals bis zu 14(!) Kinder der Familie aufhielten.

Apropos Kinder: Diese haben im O-Schatz-Park, der zu Fuß von der Kirche aus in zehn Minuten zu erreichen ist, unzählige Möglichkeiten, sich auszutoben: E-Cars, Karussell, Labyrinth, Hüpfburg, Minigolf, ein umfangreicher Tierpark und eine der größten Kaffeekannensammlungen der Welt warten darauf, entdeckt zu werden – und das Ganze bei kostenfreiem Eintritt.

Sinnvolle Entdeckungen im Urlaubsdorf Höfgen

Das malerische Höfgen ist das perfekte Ausflugsziel © Alexander Klich

Falls euch der Sinn nach einem gemütlichen Spaziergang mit der Familie steht, solltet ihr euch auf den Weg nach Höfgen machen. Die Anreise gestaltet sich unkompliziert: Ab Leipzig Hauptbahnhof fährt die Regionalbahn bis zum Endhaltepunkt Grimma. Von hier geht es durch den pittoresken Ort immer der Ausschilderung nach Richtung Frauenkirche ins Muldental. Zu Fuß gelangt ihr entlang des Mulderadwegs immer flussaufwärts über die blaue Fußgängerbrücke auf die linke Flussseite. Das Dorf Höfgen bereits in Sichtweite, biegt ihr zunächst links in Richtung Naturschutzhütte ab und folgt dem Pfad in Richtung Jutta-Park, der oberhalb der Mulde auf einem Porphyrplateau gelegen, zu einem Spaziergang einlädt und, etwas versteckt, einen verwunschen, bewachsenen Aussichtsturm beherbergt. Dem Pfad zurück in Richtung Dorf folgend, bietet sich ein wundervoller Blick über das Muldetal bei einer freistehenden Messingskulptur; hier genießt ihr die Weitläufigkeit der Landschaft und hört entfernt die Motorradausflügler, die knatternd auf der anderen Flussseite entlang rauschen.

Zurück im Tal, und damit im Dorf selbst, rastet ihr zunächst gegenüber einer Minigolfanlage. Den Großen wird der Freisitz in Flussnähe zusagen, die Kleineren können sich auf dem anliegenden Spielplatz vergnügen. Auch das Dorf mit all seinen Aktivitäten ist definitiv einen Ausflug wert: verträumt verwinkelte Gassen laden zu Entdeckungen ein. Egal, ob Ziegenhof, altertümliche Wasseranlage oder die seit 1654 im Inneren unveränderte Wehrkirche – überall weht ein Hauch von Historie und Erneuerung. Zurück am Fluss besucht ihr die Schiffsmühle, bevor ihr auf dem Rückweg den von Ostern bis Oktober aktiven Fährverkehr auf der Mulde nutzen könnt, um schließlich zurück nach Grimma zu gelangen.

Paddel in die Hand, ab auf’s Wasser – Wasserspaß in der Region

Gemütlich per Kanu durch die Natur © LTM/Virginia Hartig

Leipzig ist ein Wasserparadies. Das Gleiche gilt für die Region. Gemütlich wird es beim Wasserwandern – zum Beispiel im Neuseenland: Rein ins Kanu, Paddel ins Wasser und bloß nicht das wasserfeste Kamera-Equipment vergessen. Idyllischer geht’s kaum. Wilder geht’s zum Beispiel im Kanupark Markkleeberg zu. Dort kann man in verschiedenen Schwierigkeitsstufen durch eine der modernsten Wildwasseranlangen Europas raften. Oder du springst auf die Welle – mit dem Board unter deinen Füßen. Bis zu 8.000 Liter Wasser pro Sekunde könnt ihr „reiten“. Natürlich gibt’s auch Kurse für Neulinge. Und Ende August ziehen stets zwei Highlights die Besucher an: Das Pappbootrennen und der Kanu-Slalom-Weltcup.

Wasserspaß der anderen Art, aber nicht weniger herausfordernd, findet ihr unter Anderem am Schladitzer See. Dort schwimmt Wibit, der große Wasser-Fun-Park auf 1.400 Quadratmetern. Ob Klein, ob Groß – Keiner wird mehr nach Hause wollen. Obendrein kann man hier Wind- oder Kite-Surfen, Stand-Up-Paddeln, Segeln und vieles mehr. Zurück zum gemütlichen Teil: Richtig viel Natur und Kultur entdeckt ihr bei einer Schlauchboottour auf der Mulde. Auf der Zwickauer, der Freiberger oder gar der Vereinten Mulde laden Klöster, Burgen und malerische Dörfer zum Staunen und Verweilen. Unser Tipp: Probiert mal die Kombination aus Paddeln und Pedalen. Es geht also idyllischer.

Wie ihr eure freien Tage auch gestaltet, wir wünschen euch eine tolle und erlebnisreiche Ferienzeit in der Region Leipzig und sind gespannt auf eure Berichte!

Noch ein paar Anregungen für euren Familienurlaub könnt ihr euch in diesem schönen Video holen.

Ihr habt noch Fragen? Dann meldet euch bei uns!

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Tel: 0341/7104-340
Mail: social.media@ltm-leipzig.de

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2 Kommentare

  1. Sehr toller Artikel und wunderbare Auswahl. Mein Bruder kommt im Juli mit seiner Familie nach Leipzig (+ Kind, 3 Jahre). Wir stammen beide aus Berlin und ich wohne noch nicht all zu lange in Leipzig. Werden uns den Artikel gerne als Grundlage für ein wunderschönes, gemeinsames Wochenende in Leipzig vornehmen.

    GLG Jasmin

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