Leipzig Tourismus und Marketing GmbH

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Stand / Druckdatum: 28.04.2017

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Berühmte Leipziger Persönlichkeiten

Größen der Weltgeschichte und ihr Wirken in Leipzig

Ob Kultur, Politik, Sport, Wirtschaft oder Wissenschaft - kaum eine andere deutsche Stadt hat in ihrer langen Geschichte eine derartige Anziehungskraft auf kluge Köpfe ausgeübt. Persönlichkeiten wie Bach, Leibniz oder Nietzsche hinterließen ihre Spuren in Leipzig. Anhand von Portraits wird nachfolgend eine Auswahl der wichtigsten Leipziger Persönlichkeiten vorgestellt. Die Texte zum Download finden Sie links unter "Pressetexte Persönlichkeiten".

 
 
 
 
 
 

Fontane, Theodor

Ein Realist durch und durch

Theodor Fontane wird am 30.12.1819 in Neuruppin geboren. Er erlebt eine glückliche Kindheit. In seinem Erinnerungsbuch "Meine Kinderjahre" (1894) dankt er später seinem Vater für die unterhaltsame Einführung in die Geschichte mittels Anekdoten und den historischen Romanen Walter Scotts (1771-1832). Er gilt unbestritten als bedeutendster realistischer Erzähler deutscher Sprache. Seine Romane handeln vom Niedergang des preußischen Landadels, vom Aufstieg des Bürgertums im Zeitalter der Industrialisierung sowie von Standes- und Ehekonflikten.

Fontane entstammte einer alten Hugenottenfamilie. Er kam im April 1841 zur Vervollkommnung seiner Apothekerlehre nach Leipzig und traf auf dem Augustusplatz ein. Der Dichter ließ sich in der Leipziger „Apotheke zum weißen Adler“ zum Apotheker ausbilden und veröffentlichte erste Gedichte im „Leipziger Tageblatt“. In Leipzig knüpfte er auch seine ersten literarischen Verbindungen, z.B. zum Herweghklub. In seiner Freizeit wanderte Fontane über die Schlachtfelder von Lützen und Leipzig und schrieb über diese Zeit in der Autobiographie „Von Zwanzig bis Dreißig“, in der auch das Hauptkapitel „Mein Leipzig lob‘ ich mir“ enthalten ist.

Nach einem kurzen Aufenthalt in Dresden hielt er sich 1843/44 wieder in Leipzig auf und wirkte später in Berlin als erfolgreicher Schriftsteller, Redakteur („Kreuzzeitung“, 1860-1870) und Kritiker („Vossische Zeitung“, 1870-1889). Fontane entwickelte sich mit Werken wie „Effi Briest“ (1895) und „Der Stechlin“ (1899) zum bedeutendsten Vertreter des kritischen Realismus Deutschlands im 19. Jahrhundert. Als Theaterkritiker förderte er den Naturalismus, insbesondere Henrik Ibsen und Gerhart Hauptmann.

Fontane wurde zwar schon zu Lebzeiten geehrt, seine überragende Bedeutung für die deutsche Literatur wurde jedoch erst nach seinem Tod erkannt. Die Balladen "Die Brück' am Tay" (1880), "John Maynard" (1885) oder "Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland" machten ihn nachhaltig berühmt.
Am 20. September 1898 stirbt Theodor Fontane in Berlin.

In und vor der Adlerapotheke wird auf Gedenktafeln an den Aufenthalt Fontanes erinnert. Dies war eine Initiative des Leipziger Geschichtsvereins 1919. Im Leipziger Stadtteil Probstheida gibt es seit 1934 eine Fontanestraße.

Anekdoten/ Zitate:
Während seiner Tätigkeit als Apotheker 1841/42 in Leipzig hatte sich Fontane ein kleines Zimmer mit Frühstück gemietet. Am ersten Morgen sagte er, nachdem die Wirtin den Tisch abgeräumt hatte: „Wenn das heute früh Kaffee war, dann möchte ich ab morgen Tee. Wenn es aber Tee war, dann bitte künftig Kaffee!“

Fontane und Virchow umwarben einmal die gleiche Dame. Beide waren inzwischen berühmt geworden und saßen als Freunde bei einem Schoppen Wein zusammen. Endlich gerieten sie auf das Thema, das beide bisher gemieden hatten. Die Schöne betreffend, stichelte Rudolf Virchow: „Ich werde sie heilen, wenn sie nach der Lektüre Ihrer faden Romane darniederliegt“. „Und ich“, entgegnete Fontane, „werde sie, wenn sie an Ihren Rezepten verendet unter dem grünen Rasen liegt, in meinen Büchern zur Unsterblichkeit erwecken.“
 
 
 
 
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