Leipzig Tourismus und Marketing GmbH

Augustusplatz 9, D-04109 Leipzig
 
Stand / Druckdatum: 09.12.2016

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Auf den Spuren der friedlichen Revolution

Herbst '89 in Leipzig

Die Leipziger Bürger, die 1989 nach den traditionellen Friedensgebeten in der Nikolaikirche anfangs zu Hunderten, später zu Hunderttausenden auf den Leipziger Innenstadtring zogen, gaben sich nicht mehr mit kosmetischen Veränderungen zufrieden. Der entscheidende Tag der Friedlichen Revolution war der 09.10.1989 in Leipzig, als 70.000 Demonstranten mit den Rufen "Wir sind das Volk!" und "Keine Gewalt!" das SED-Regime stürzten.Mit ihrem Mut, ihrem festen Willen und dem Verzicht auf Gewalt haben sie Geschichte geschrieben. Die erregenden Bilder von den “Montagsdemos” im Herbst 1989 gingen um die ganze Welt: Entschlossene Menschen forderten demokratische Grundrechte in einer verkrusteten Gesellschaft ein.

Leipzig – das Stiefkind des DDR-Staates – hatte mit friedlichen Mitteln seine Sprache wiedergefunden. Damit wurde in Leipzig Nationalgeschichte geschrieben und der Grundstein für die deutsche Wiedervereinigung war gelegt. In der Nacht vom 9. auf den 10.11.1989 fiel die Berliner Mauer.

Unter dem Motto „Herbst `89 – Aufbruch zur Demokratie“ erinnert die Stadt jährlich an die Ereignisse rund um die Friedliche Revolution. Am 09. Oktober – dem städtischen Gedenktag – ist das Lichtfest immer der Höhepunkt dieser Veranstaltungsreihe. Tausende Bürger und Besucher treffen sich auf dem Augustusplatz und gedenken bei stimmungsvollen Illuminationen den Ereignissen von 1989.
 
 
Der Weg von Leipzig 1989 zum vereinten Deutschland am 03.10.1990
 
Video: LEIPZIG - Stadt der Friedlichen Revolution - Ein Beitrag der Deutschen Welle
 
 

Denkmäler, Museen und Orte der Friedlichen Revolution

Das ganze Jahr über können Besucher auf den Spuren der friedlichen Revolution wandeln und authentische Schauplätze wie das Museum in der Runden Ecke besuchen. Das Gebäude, in dem für 40 Jahre die Staatssicherheit (Stasi) ihr Hauptquartier für den Bezirk Leipzig hatte, beherbergt nun das Museum in der Runden Ecke. Es erinnert an die Methoden und Vergehen der Geheimpolizei der DDR. Hier, in den einstigen Büroräumen der Stasimitarbeiter, ist die Geschichte zum Greifen nah.

In einer interaktiven Ausstellung widmet sich das Zeitgeschichtliche Forum Leipzig der Geschichte von Teilung und Einheit, Diktatur und Widerstand in der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR.
 
 
Museum in der Runden Ecke
 
Zeitgeschichtliches Forum Leipzig
 
Schulmuseum - Werkstatt für Schulgeschichte Leipzig
 
 

Stätten der Friedlichen Revolution in und um Leipzig

Museum im Stasi-Bunker (Lübschützer Teiche, 04827 Machern)
Hier befindet sich die einstige Ausweichführungsstelle (AfüSt) des Leiters der Bezirksverwaltung für Staatssicherheit Leipzig. Das Objekt war als Ferienanlage getarnt. Kern der 5,2 ha großen Anlage ist der 1968-1972 gebaute Bunker. Im Mobilmachungsfall hätte der Leipziger Stasi-Chef gemeinsam mit ca. 100 Mitarbeitern seinen Dienstsitz nach Machern verlagert. www.runde-ecke-leipzig.de

Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V. (Bernhard-Göring-Straße 152)
In der Dauerausstellung „Bürger auf dem Weg“ werden die Ereignisse in Leipzig vom ersten öffentlichkeitswirksamen Protest am 15.1.1989 bis zur entscheidenden Demonstration am 9.10.1989 dokumentiert. www.archiv-buergerbewegung.de

Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Außenstelle Leipzig (Dittrichring 24)
Die Dauer- und Sonderausstellungen zeigen am historischen Ort die nahezu lückenlose Überwachungs-, Manipulations- und Verfolgungsmaschinerie der SED-Diktatur. www.bstu.bund.de

Ehemalige zentrale Hinrichtungsstätte der DDR (Arndtstraße 48)
Diese befand sich ab 1960 in einem abgetrennten Teil der Strafvollzugseinrichtung Alfred-Kästner-Straße. Hier wurden alle im Land ausgesprochenen Todesurteile unter absoluter Geheimhaltung vollstreckt - insgesamt 64. Abgeschafft wurde die Todesstrafe erst 1987. Tel.: +49 (0)341 9612443

Lichtinstallation (Nikolaikirchhof)
Die Lichtinstallation „public light – öffentliches Licht“ des Künstlers Tilo Schulz ist eine Metapher für den aktiven Bürgerwillen in Leipzig. Sie widerspiegelt den Prozess des situativen Aufflackerns politischen Bewusstseins.

Nikolaisäule (Nikolaikirchof)
Mit dem klassizistischen Säulenmotiv aus dem Kircheninneren erinnert der Künstler Andreas Stötzner an die Friedensgebete. Die Säule steht symbolisch für jene Teilnehmer, die im Herbst ’89 in der überfüllten Nikolaikirche keinen Platz mehr fanden. Ausführung und Gestaltung übernahm der Bildhauer Markus Gläser. Von ihm stammt auch der Entwurf der in das Pflaster eingelegten Bronzeplatte. Die Fußabdrücke weisen zum Augustusplatz und symbolisieren die Abstimmung mit den Füßen auf dem Leipziger Ring.
 
 
 
 
 
Lichtfest - Kundgebung auf dem Augustusplatz; Foto: LTM-Brzoska