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Stand / Druckdatum: 28.03.2017

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Berühmte Leipziger Persönlichkeiten

Größen der Weltgeschichte und ihr Wirken in Leipzig

Ob Kultur, Politik, Sport, Wirtschaft oder Wissenschaft - kaum eine andere deutsche Stadt hat in ihrer langen Geschichte eine derartige Anziehungskraft auf kluge Köpfe ausgeübt. Persönlichkeiten wie Bach, Leibniz oder Nietzsche hinterließen ihre Spuren in Leipzig. Anhand von Portraits wird nachfolgend eine Auswahl der wichtigsten Leipziger Persönlichkeiten vorgestellt. Die Texte zum Download finden Sie links unter "Pressetexte Persönlichkeiten".

 
 
 
 
 
 

Bach, Johann Sebastian

Leipzigs bedeutendster Thomaskantor

Der am 21.3.1685 in Eisenach geborene Komponist zählt zu den wichtigsten Vertretern des Spätbarock. Er wirkte 27 Jahre in Leipzig und schrieb hier seine bedeutendsten Werke. Bach war der Spross einer Thüringer Musikerfamilie und das letzte von acht Kindern. Bevor er als Nachfolger des verstorbenen Thomaskantors Johann Kuhnau nach Leipzig kam – Telemann und Graupner hatten vorher abgesagt - wirkte er u.a. in Arnstadt, Mühlhausen, Weimar und Köthen.

Am 7.2.1723 legte Bach die Probe ab und am 5.5.1723 unterschrieb er im Alten Rathaus seinen Anstellungsvertrag als Director musices und Kantor für Nikolai- und Thomaskirche, obwohl es ihm “anfänglich gar nicht anständig seyn wollte, aus einem Capellmeister ein Cantor zu werden”. Damit war Bach gleichzeitig Kirchen-, Rats- und Universitätsmusik-Direktor, de facto also Stadtmusikdirektor. In den ersten Jahren seiner Amtszeit (1723 bis 1728) schuf er fünf geistliche Jahrgänge zu je 60 Kantaten, von denen 200 erhalten sind. Den Thomanerchor hatte er in einer jämmerlichen Verfassung übernommen. Noch 1730 charakterisierte er die Sänger wie folgt: “17 zu gebrauchen, 20 noch nicht zu gebrauchen, 17 untüchtig”. Im Frühjahr 1729 übernahm Bach die Leitung eines seinerzeit von Telemann gegründeten Collegium Musicum (bis 1741), das wöchentlich im “Zimmermannschen Kaffeehaus” musizierte. Auch zum literarischen Leben der Stadt unterhielt Bach Kontakte, etwa zu Johann Christoph Gottsched, dessen Trauerode “Lass Fürstin, lass noch einen Strahl” er 1727 vertonte. Über fünfzehn Jahre hinweg bevorzugte Bach jedoch die Texte von Christian Friedrich Henrici, genannt Picander, vertonte aber auch neun Texte von Leipzigs damals meistbewundertster Frau, Marianne von Ziegler.

Während seiner Leipziger Zeit kam es 1736 zum sogenannten "Präfektenstreit" mit dem Rektor der Thomasschule Johann August Ernesti. Die Auseinandersetzung wurde vordergründig um das Recht Chorpräfekten einzusetzen geführt. Im Grunde jedoch ging es um die Abwertung der Musikpflege. Angenommen wird, dass Bach zu Ostern 1738 eine Audienz bei dem zur Messe weilenden sächsischen Kurfürsten Friedrich August dem Starken erhielt und von diesem Recht bekam.

Im Frühjahr 1750 – nach einem mutmaßlichen Schlaganfall im Jahre 1749 – musste sich der fast erblindete Bach einer Augenoperation unterziehen, an deren Folgen er am 28.7.1750 starb. Er hinterließ seine 48-jährige Frau und neun Kinder, von denen noch fünf im Haushalt der Familie Bach wohnten. Johann Sebastian Bach wurde auf dem Alten Johannisfriedhof begraben. Sein Schädel konnte 1894 durch den Leipziger Anatomieprofessor Wilhelm His identifiziert werden. Der Sarg mit den Gebeinen Bachs wurde am 28.7.1949 aus der zerstörten Johanniskirche in die Thomaskirche überführt und fand in deren Chorraum die letzte Ruhestätte. Von seinen 20 Kindern, die Bach in zwei Ehen mit Maria Barbara Bach und Anna Magdalena Bach zeugte, wurden vier Söhne ebenfalls Komponisten von Weltrang. Während Bachs Musik unter seinen Orgelschülern lange Zeit lebendig blieb, begann die bis heute anhaltende Bach-Renaissance 1829 mit der Aufführung der Matthäus-Passion durch Felix Mendelssohn Bartholdy.

Anekdoten/ Zitate:
Bach leitete einmal in der Thomaskirche die Probe für eine Kantate. An einer bestimmten Stelle setzte der Chor nicht richtig ein, obwohl Bach mehrmals hintereinander hatte proben lassen. Schließlich riss ihm die Geduld, und er rief mit donnernder Stimme: “Der Chor fällt ein!” Die Wirkung war unbeschreiblich. In wilder Panik stürzten Mitwirkende und Zuhörer zu den Türen und stürmten hinaus, um dem vermeintlichen Gebäudeeinsturz zu entgehen. In einem Chaos von Notenblättern und umgestürzten Stühlen blieb schließlich nur Bach einsam und fassungslos zurück. Als er begriff, was er mit seinen Worten angerichtet hatte, lachte er schallend über das Missverständnis.
 
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