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Stand / Druckdatum: 28.04.2017

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Berühmte Leipziger Persönlichkeiten

Größen der Weltgeschichte und ihr Wirken in Leipzig

Ob Kultur, Politik, Sport, Wirtschaft oder Wissenschaft - kaum eine andere deutsche Stadt hat in ihrer langen Geschichte eine derartige Anziehungskraft auf kluge Köpfe ausgeübt. Persönlichkeiten wie Bach, Leibniz oder Nietzsche hinterließen ihre Spuren in Leipzig. Anhand von Portraits wird nachfolgend eine Auswahl der wichtigsten Leipziger Persönlichkeiten vorgestellt. Die Texte zum Download finden Sie links unter "Pressetexte Persönlichkeiten".

 
 
 
 
 
 

Faust, Johann Georg

Vorbild der berühmten Faust-Sage

Das außereheliche Kind eines Großbauern und einer Magd ist das Vorbild für die Faust-Sage und Faust-Dichtung. Vermutlich wurde er am 23.4.1478 in Knittlingen geboren. Nach abenteuerlichen Wanderjahren wandte sich Faust der Hochschullaufbahn zu. Wahrscheinlich hielt er sich dabei auch an der Universität Leipzig auf. Er erwarb medizinische und theologische Grade und zog seit 1506 als wandernder Arzt, Wahrsager, Astrologe, Horoskopersteller und Magier umher. Ab 1507 lehrte er als Schulmeister in Kreuznach.

Aus diesem Jahr stammt auch das erste Faust-Zeugnis: Johannes Trithemius, ehemals Abt von Sponheim und nun Abt von St. Jakob in Würzburg, schrieb am 20.8.1507 an den Mathematiker und Hofastrologen Johann Virdung in Heidelberg über Faust. Dabei zeichnete er ein schlimmes, verzerrtes Bild von Faust. Dieser Brief war bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts hinein die einzige bekannte zeitgenössische Quelle. Bis heute dient der Brief als Hauptquelle für seine Verurteilung. Aus den Städten Erfurt (1513), Ingolstadt (1528) und Nürnberg (1532) wurde er ausgewiesen. Faust hatte zunächst viel Zulauf, wurde aber von den gelehrten Humanisten abgelehnt.

Martin Luther bezichtigte ihn der Teufelsbündelei. In Adelskreisen schätzte man ihn vor allem wegen seiner astrologisch-hellseherischen Fähigkeiten. Faust versuchte sich auch als Alchimist, um Gold herzustellen. Im Jahr 1534 erstellte er für Philipp von Hutten – dem Vetter von Ulrich von Hutten – in Augsburg eine ungünstige Prognose für dessen Expedition nach Venezuela, die sich 1556 als richtig herausstellte. Im Jahr 1539 wurde Faust von den verschuldeten Herren von Staufen eingeladen, wo er eines unnatürlichen Todes starb. In der Chronik des Grafen von Zimmern wurde 1556 in unterschiedlichen Versionen über Fausts Tod in Staufen berichtet: Er starb elendig; Er wurde vom bösen Geist umgebracht.

Fausts Schriften sind nur noch in wenigen Fragmenten überliefert. Johann Wolfgang von Goethe beschäftigte sich mit der Faustgestalt seit seinen Jugendjahren und lernte das Faust-Drama von Marlowe sehr früh kennen. Während seiner Studienzeit in Leipzig bot sich für ihn öfter die Möglichkeit zur Berührung mit dem Thema. In Leipzig erschienen die Faust-Bücher des „Christlich-Meynenden“ und besonders zur Messezeit führten Wandertruppen das Spiel vom Doktor Faust auf. Die früheste Fassung von Goethes „Faust“ ist der sogennnate „Urfaust“, den er 1773-1775 niederschrieb. Er bestand aus 26 Szenen, die bereits alle wesentlichen Elemente der späteren Endfassung des „Faust“ enthalten.

Anekdoten/ Zitate:
Die Kenntnis von Fausts wundersamen Wirken hatte sich in Leipzig sogar in Verbindung mit Auerbachs Keller erhalten. So soll laut Überlieferung der bekannte Schwarzkünstler Doktor Johann Faust im Jahr 1525 „vermittelst seiner Kunst ein mit Wein gefülltes Fass, welches die Weißkittel (Auflader) herausziehen sollen, aus Auerbachs Keller auf die Gasse geritten“ haben. Den sogenannten Fassritt verewigte Goethe in seinem Werk „Faust. Der Trägödie erster Teil“ (1808).

Lange bevor Goethe 1766 als 16-jähriger Student 1766 erstmals im Kellergewölbe im Auerbachs Keller einkehrte, hieß es: „Wer nach Leipzig zur Messe gereist, ohne auf Auerbachs Hof zu gehen, der schweige still, denn das beweist, er hat Leipzig nicht gesehen.“
 
 
 
 
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