173. Tourismusfrühstück:
„Ey, wie schmeckt der Coffee süße…“ – Auf welche Weise ist Leipzigs Kaffeetradition heute erlebbar?

Am 25. Januar fand in der Moritzbastei das 173. Tourismusfrühstück statt, das ca. 200 Besucher auf eine Reise durch die Welt des Kaffees mit nahm.

Auf dem Gesprächspodium diskutierten:
Dr. Helge-Heinz Heinker als Moderator, Martin Finke von „Eine Welt e. V.“, Susanne Schulz von der „KONSUMKANTINE“, Wolfgang U. Schütte von der Lene-Voigt-Gesellschaft und Christa Schwarz, Gästeführerin.

Die Leipziger Mundartdichterin Lene Voigt alias Gästeführerin Susanne Schottke führte mit Witz und Charme in der Sprache Ihrer Heimat, dem Sächsisch, in das Thema Kaffee ein: „Gaffee, Gaffee, edler Drobben,
Gedderdrank so wunderscheene!
Mancher schwärmt fier Malz un Hobben,
Doch ich lobe dich alleene. Grone der Familchenfeste,
Lindrer aller Seelenschmärzen, Bist der liebste,
bist der beste Dresder fier de Sachsenhärzen.“

Nach gelungenem Einstieg begann eine lockere Diskussionsrunde, bei der Christa Schwarz erklärte, dass über 600.000 Tonnen Rohkaffee jedes Jahr importiert werden. Dieser landet als Bohne oder geröstet und gemahlen im Laden oder im Café. Frau Schwarz erläuterte, dass nicht alles genießbar sei: „Anders als für Bier gibt es für Kaffee kein Reinheitsgebot. Kaffee darf bis zu 25 Prozent Zusatzstoffe beinhalten“, weiß sie. Dieser Entwicklung solle man entgegentreten und nur hochwertigen Kaffee kaufen, wie z. B. im „Eine Welt-Laden“ in Connewitz/Leipzig, wo es den fair gehandelten „Leipziger“ zu kaufen gibt.
Thematisiert wurden außerdem die Geschichte des Kaffees, die Entstehung der Kaffeehäuser in Leipzig, der Stellenwert des Kaffees in der Leipziger Gastronomie sowie die Begriffsklärung der „KaffeeSachsen“. Des Weiteren stellte Susanne Schulz Ihre Souvenirreihe die „KaffeeSachsen“ vor, die in der Tourist-Information exklusiv erhältlich ist.

Neben dem mittlerweile ältesten noch in Betrieb befindlichen Kaffeehaus in Deutschland „Zum arabischen Coffe Baum“, wurden zudem weitere Empfehlungen für echten Kaffeegenuss gegeben, wie z. B. das Café Zuckerhut, Café Riquét oder Elefantencafé. Überrascht waren die Gäste über das älteste Café der Welt, das Café Procope in Paris. Dieses wird nicht mehr als traditionelles Café geführt, sondern als Fischrestaurant.

Weitere Informationen zum 173. Tourismusfrühstück und Leipzigs Kaffeetradition finden Sie auf unserem YouTube-Kanal: Leipzigs große Kaffeetradition.

Zum Hintergrund:
Bereits seit Jahrhunderten ist Sachsen untrennbar mit dem Kaffee verbunden. Im 7jährigen Krieg verließen die sächsischen Soldaten sogar ihre Stellung mit der lapidaren
Begründung „Ohne Gaffee gönn`mer nich gämpfen“.

Über zwei Jahrzehnte lang besuchte Johann Sebastian Bach zwei Mal in der Woche das Zimmermannsche Kaffeehaus in der Katharinenstraße. Seine Kaffeekantate gilt als Höhepunkt der sächsischen Kaffeehausmusik des 18. Jahrhunderts. Zu dieser Zeit war Leipzig zudem größter Produktionsort von Kaffeemühlen.

 

Informationsmaterial, Prospekte und Reiseangebote:
Leipzig Tourismus und Marketing GmbH
Tourist-Information
Katharinenstraße 8, D – 04109 Leipzig
Tel. +49 (0)341 7104-260
Fax +49 (0)341 7104-271
info@ltm-leipzig.de
www.leipzig.travel

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Posted by: Leipzig Travel Team
Hier bloggt das Online-Team von Leipzig Travel. Gemeinsam zeigen wir, wie umwerfend, warmherzig, offen und mitreißend Leipzig ist. Für den einen bekommt Leipzig den Beinamen Hypezig, für den anderen ist es das bessere Berlin. Wir wissen: Leipzig ist einmalig. Mit unseren gemeinsamen Erfahrungen und Erlebnissen bekommst du von uns die geballte Leipzig-Power und natürlich ganz viel Leipzig-Liebe auf dem Silbertablett serviert.

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