25000 Kerzen strahlten für Leipzig und die Friedliche Revolution 1989 – Lichtfest 2014

 

Zehntausende überwanden ihre Angst vor Unterdrückung, weil ihre Sehnsucht nach Freiheit größer war als ihre Furcht.
(Bundespräsident Joachim Gauck, 9. Oktober 2014)

9. Oktober 1989: Bereits beim Friedensgebet in der Nikolaikirche spürte man eine ungewöhnliche und beklemmende Stimmung. Angst und Furcht aber auch Entschlossenheit und Willenskraft sah man in den Gesichtern der DDR-Bürger. 70.000 versammelten sich schließlich, um gemeinsam für Freiheit, Demokratie und Wiedervereinigung zu protestierten. Der häufigste Ausruf: „Wir sind das Volk“ gab Kraft und Mut– erreicht wurde Unfassbares.

25 Jahre später strömten pulsierende Massen durch die Leipziger Innenstadt und begingen noch einmal den historischen Demonstrationsweg. 200.000 Menschen nahmen Anteil an längst vergangenen aber nicht vergessenen Ereignissen, die heute noch sowohl Zeitzeugen als auch nachfolgende Generationen bewegen. So konnten die Besucher durch das Entzünden einer Kerze Teil des Lichtfests werden. Am Ende formten 25.000 Kerzen den Schriftzug „Leipzig ´89“

Foto: PUNCTUM / Alexander Schmidt
Foto: PUNCTUM / Alexander Schmidt

Die Projekte an den 20 Stationen stellten eine künstlerischen Auseinandersetzung mit der Vergangenheit dar. Mit unterschiedlichen Ansätzen brachten die international agierenden Künstler ihre Gedanken im Bezug auf die historischen Ereignisse und deren Relevanz für die Gegenwart zum Ausdruck. Die Teilnehmer des Lichtfests wurden zum Reflektieren eingeladen, und konnten so die Kunstprojekte individuell interpretieren.

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 Die Lichtinstallationen dienten als Denkanstoß und gaben den Zuschauern die Möglichkeit, die visuellen Eindrücke mit individuellen Werten, Gefühlen, Gedanken und Fantasien auszufüllen. Für uns, als Vertreter der jüngeren Generation, war es schön mitzuerleben, wie bei Zeitzeugen Erinnerungen geweckt wurden und wie sie diese mit anderen Lichtfestbesuchern teilten.

Genau so vielfältig wie die Kunstprojekte waren auch die Beweggründe der Menschen das Lichtfest zu besuchen.  Jeder verbindet etwas anderes mit dem 9. Oktober 1989 und den darauf folgenden Ereignissen:  Manch einer ging die Demonstrationsstrecke in Gedenken an Verwandte, die damals vor Ort waren, ab. Ein anderer hat vielleicht konkrete Erfahrungen während und nach der Friedlichen Revolution gesammelt. Viele waren sicherlich aus purer Neugier und Wissensdurst beim Lichtfest. Einige vielleicht auch, um die schönen Lichter zu bewundern.

Wir, Marlene (21) und Josephine (22), als Praktikantinnen des Social Media-Teams haben das Lichtfest 2014 bewegend und aufregend zu gleich empfunden. Natürlich haben wir uns im Vorfeld sehr ausführlich mit dem Thema der Friedlichen Revolution auseinerander gesetzt, umso mehr hat es uns gefreut, dass die Menschen die positive Stimmung des Lichtfests weitergetragen haben. Viele Teilnehmer scheinen den 9. Oktober eher als Feiertag zu begreifen, an dem man nicht nur an die Ereignisse zurück denkt, sondern sich vorallem über die Errungenschaften der Friedlichen Revolution freut und mit einem guten Gefühl in die Zukunft blickt. Wir sind froh, Teil des Lichtfests gewesen zu sein!

Das Social Media - Team der unterwegs auf dem Lichtfest Leipzig 2014
Das Social Media – Team unterwegs auf dem Lichtfest Leipzig 2014

Wer nicht dabei sein konnte: Hier könnt ihr virtuell einen Rundgang um den historischen Demonstrationsweg machen und die Lichtinstallationen auf euch wirken lassen!

 

Autorin: Marlene Heß & Josephine Dussa
Leipzig Tourismus und Marketing GmbH
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04109 Leipzig
Tel. +49 (0)341 7104-340
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6 Kommentare

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