Das Gewandhausorchester feiert!

Dieses Jahr gibt es im Gewandhaus zu Leipzig einiges zu bejubeln! Das Gewandhausorchester feiert sein 275-jähriges Bestehen und Andris Nelsons tritt offiziell sein Amt als 21. Gewandhauskapellmeister an. Zu diesem besonderen Anlass seid ihr eingeladen mitzufeiern.
Heutzutage können wir uns das Gewandhausorchester nicht mehr aus Leipzig wegdenken. In diesem Blogbeitrag nehmen wir euch mit durch die Geschichte des Orchesters und verraten, was euch zum Jubiläum alles erwartet.

Geschichte des Orchesters
Festwochen
Amtsantritt Andris Nelsons

Geschichte des Orchesters

Gewandhausorchester unter der Leitung von Andris Nelsons © Jens Gerber

Das Gewandhausorchester feiert dieses Jahr 275. Jubiläum! Doch was hat das Orchester eigentlich mit einem Gewandhaus zu tun und wohin ging die erste Konzerttournee? Wir geben euch hier einen kleinen Überblick über die traditionsreiche Geschichte dieser besonderen Institution.

1743 wurde in Leipzig die Konzertgesellschaft „Das Große Concert“ gegründet, um regelmäßige Konzertaufführungen zu organisieren – ein einzigartiges Vorhaben, das Geschichte schreiben sollte. Diese Konzertgesellschaft engagierte 16 Musikern: Studenten der Uni Leipzig und Berufsmusiker. Anfangs fanden die Konzerte in Bürgerhäusern und im Gasthaus „Zu den drei Schwanen“ statt. Als dann in der Gewerbehalle der Tuchmacher ein großer ungenutzter Dachboden zum Konzertsaal ausgebaut wurde, fand dort 1781 das erste „Gewandhauskonzert“ statt. Wusstet ihr, dass daher auch der Name des Orchesters rührt?

Der Konzertsaal wurde bald zum Zentrum des Leipziger Musiklebens. In diesen Räumlichkeiten fanden im Laufe der Jahre zahlreiche Konzerte und Uraufführungen weltberühmter Komponisten statt. Beispielsweise gab Mozart hier 1789 ein Konzert. Unter der Leitung von Felix Mendelssohn Bartholdy, als Gewandhauskapellmeister, kamen Robert Schumanns Sinfonien und Franz Schuberts große C-Dur-Sinfonie zur Uraufführung.

1840 wurde das Gewandhaus- und Theaterorchester offiziell als „Stadtorchester“ anerkannt. Seitdem ist die Kirchenmusik eine seiner festen Aufgaben. 1884 konnten Musikfans das Gewandhausorchester endlich im eigens errichteten Konzerthaus bewundern. Ziel der ersten Konzerttournee des Orchesters ins Ausland war die Schweiz und das, obwohl zu dieser Zeit schon der erste Weltkrieg im Gange war. Es folgte sogar die erste Europa Tournee. Aufgrund der politischen Lage der Folgejahre kamen Musikfans im Ausland aber leider vorerst nicht mehr in den Genuss von Klanghighlights made in Leipzig.

Nachdem das Gewandhaus im zweiten Weltkrieg zerstört wurde, spielte das Gewandhausorchester viele Jahre in der Kongresshalle am Zoo, bis 1981 das Konzertgebäude, das wir heute kennen, eröffnet wurde. Herbert Blomstedt führte das Orchester als Gewandhauskapellmeister in das 21. Jahrhundert und übergab 2005 an Riccardo Chailly. Jetzt übernimmt Andris Nelsons das Amt als 21. Gewandhauskapellmeister! Im Laufe der Zeit hat sich einiges geändert, doch das Gewandhausorchester begeistert Hörer auf der ganzen Welt heute wie damals mit seinem einzigartigen Klang und unterscheidet sich damit von anderen Sinfonieorchestern.

Euch interessiert die ganze Geschichte ein wenig ausführlicher? Anlässlich des 275. Geburtstages erscheint am 16.03.2018 eine neue Chronik zur Gewandhausorchester-Geschichte mit bislang unveröffentlichten Bildern!

Festwochen

Eröffnung der Jubiläumsausstellung 275 Jahre Gewandhausorchester im Gewandhaus zu Leipzig © Gert Mothes

Ein 275. Geburtstag sollte definitiv gebührend zelebriert werden! Dieses Jubiläum könnt ihr bei den Festwochen vom 18. Februar bis zum 23. März 2018 feiern!

In diesen Wochen könnt ihr Andris Nelsons anlässlich seines Amtsantritts und des Orchesterjubiläums in insgesamt elf Konzerten mit fünf verschiedenen Programmen live erleben. Höhepunkt ist das Grosse Concert zum Orchestergeburtstag am 11. März. In den Bereichen Chor, Orgel und Kammermusik finden zusätzlich Sonderkonzerte unter der Leitung anderer Dirigenten statt.
Außerdem finden im Zuge der Festlichkeiten zwei Gastspiele der Spitzenklasse statt: Ihr könnt die Wiener Philharmoniker unter Daniel Barenboim und die Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Vasily Petrenko erleben.

Passend zum Jubiläum wurde sogar die eigene Ausstellung „27.5 Köpfe erzählen die Gewandhaus-Geschichte“ eröffnet. Hier erfahrt ihr, welche Gesichter sich hinter der Erfolgsgeschichte des Gewandhauseorchesters und Gewandhauses verbergen. Die Porträts verdeutlichen euch wie das Orchester geprägt wurde und was sich über diese lange Zeit alles ereignet hat. Der symbolische halbe Kopf steht für den Blick in die Zukunft. Die Ausstellung ist für euch kostenlos.

Amtsantritt Andris Nelsons

Andris Nelsons, Grosses Concert © Jens Gerber

Im 275. Jahr der Orchestergeschichte wird mit Andris Nelsons eine neue Ära eingeläutet. Der gebürtige Lette tritt offiziell das Amt als Leipzigs 21. Gewandhauskapellmeister an. Aus diesem Grund sind zu seinem Amtsantritt vier Festwochen rund um den Orchestergeburtstag geplant. An diesen könnt ihr vom 22. Februar bis zum 16. März 2018 teilhaben. Von Mendelssohn zu Berg, von Wagner zu Schostakowitsch, von Mozart zu Tschaikowski, von Widmann zu Bruckner, ihr könnt euch auf einige musikalische Leckerbissen freuen!

Andris Nelsons leitet neben dem Gewandhausorchester auch das Boston Symphony Orchestra. Dieser Umstand bietet Möglichkeiten für Orchestertourneen, zum Austausch von Musikern und eröffnet neue, spannende Perspektiven.
Das Gewandhausorchester ist längst identitätsstiftend für die Stadt Leipzig und der Titel Gewandhauskapellmeister hat eine lange Tradition, denn bereits Felix Mendelssohn-Bartholdy und Arthur Nikisch trugen ihn. Diese Tradition möchte Nelsons mit der Aufführung klassischer Highlights wahren, aber auch vor Uraufführungen und innovativen Konzepten nicht zurückschrecken. Zum Orchestergeburtstag könnt ihr einem zuvor noch nie aufgeführten Werk lauschen: „Partita – Fünf Reminiszenzen für großes Orchester“ von Jörg Widmann.
Wichtig ist Andris Nelsons außerdem, sich mit seinem Publikum zu treffen und auszutauschen, und so neue Anstöße und Themen zum Leben zu erwecken. Er wünscht sich, dass noch mehr Menschen in die Musikstadt Leipzig kommen und dem besonderen Leipziger Klang des Orchesters folgen.

 

Für diejenigen die nicht vor Ort an den Festwochen teilnehmen können hat sich das Gewandhaus auch etwas überlegt. Die Konzerte am 23.02.2018 und 16.03.2018 werden live bei Arte Concert und auf www.gewandhausorchester.de  zu sehen sein.

 

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11 Kommentare

  1. Antwort A. Würde mich freuen. Bin neu Leipziger. Und ich war noch nie in einem Konzert in diesem Gebäude. Wäre eine tolle Überraschung für mich.

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