Lehrreiches Leipzig: Die Museen der Stadt

Was haben kreative Kunstliebhaber, muntere Musikgenießer, gutgelaunte Geschichtskenner und neugierige Naturkundefans (außer jeder Menge Alliterationen) gemeinsam? Richtig, für sie alle lohnt sich ein Besuch der Leipziger Museumslandschaft! Und auch wenn du nur eine interessante Beschäftigung für kalte und nasse Wintertage suchst, die Museen, die wir dir heute zeigen, solltest du dir auf keinen Fall entgehen lassen!

Kunst zum Bestaunen
Klangvolle Museen
Geschichte erleben
Das GRASSI-Trio
Kinderleichtes Lernen

Kunst zum Bestaunen

Atemberaubende und immersive Kunst im Leipziger Westen. © Kunstkraftwerk Leipzig

Leipzig lebt und liebt Kultur! Kein Wunder also, dass du hier unzählige Kunstmuseen und Galerien findest. Die erste Anlaufstelle ist das Museum der bildenden Künste in der Katharinenstraße 10, wobei du die Hausnummer vermutlich nicht brauchst, denn der riesige und umwerfende Glasquader ist nicht zu übersehen. Seit 2004 beheimatet dieser Neubau das 1858 gegründete MdbK, das eine der größten Kunstsammlungen Deutschlands besitzt. 4.600 Gemälde, 1.800 Plastiken, Skulpturen, Medaillen und Plaketten, 5.000 Fotografien, 70.000 Arbeiten auf Papier und zusätzlich natürlich wechselnde Ausstellungen von Künstlern (derzeit Klaus Hähner-Springmühl) warten auf deinen Besuch! Einige Leipziger Kultureinrichtungen bieten einmal im Monat freien Eintritt, so auch das MdbK am ersten Mittwoch jeden Monats. Es gibt also keinen Grund, dieses Highlight auszulassen!

Eine wahre Augenweide ist unser nächster Tipp – vor allem auch deshalb, da das Ausstellungsstück so groß wie eine tatsächliche Weide ist! Im Panometer Leipzig stellt der Künstler Yadegar Asisi seit 2003 gigantische 360°-Panoramabilder aus, die schon so manche Kinnlade haben fallen lassen. Zu sehen ist immer ein monumentales Bild mit einer dazugehörigen Museumsausstellung. Bis Mitte Januar kannst du noch das derzeitige Panorama der Titanic bestaunen, anschließend begeistert uns das Panometer mit der Ausstellung „CAROLAS GARTEN“, die dem Besucher die Wunder der Natur aus der Ameisenperspektive aufzeigt.

Auch im Kunstkraftwerk Leipzig erwartet euch keine „gewöhnliche“ Ausstellung, in der ihr von Gemälde zu Gemälde schlendert. In dem ehemaligen Heizwerk erlebt ihr Kunst durch atemberaubende Lichtspektakel immersiv – ihr lauft also buchstäblich durch das Kunstwerk! Der Vorteil am Material Licht: die Ausstellungen finden hauptsächlich in Shows statt, die sich regelmäßig am Tag abwechseln. Derzeit kannst du zum Beispiel die Ausstellungen „HUNDERTWASSER experience“, „WERK in Progress“, „RELATIONS“ und einige mehr sehen. Die Show „RENAISSANCE experience“ solltest du vor ihrem Ende am 16.01. auch noch ansehen!

Klangvolle Museen

Auf dieser Orgel aus der Johanniskirche spielte Bach persönlich. © Jens Volz

Leipzig bewährt sich mit dem Gewandhausorchester, der Oper Leipzig und dem Thomanerchor stolz als Musikstadt von Welt und ihre Tradition reicht viele Generationen zurück. Ein Glück, dass es so viele Museen gibt, die diese Tradition archivieren und für uns und zukünftige Besucher greifbar, ja sogar hörbar machen!

Eines davon ist das Bach-Museum, das du im Bosehaus gegenüber der Thomaskirche findest. Die Familie Bose war mit dem wohl berühmtesten Thomaskantor der Stadt befreundet: Johann Sebastian Bach. In unmittelbarer Nähe zu Bachs Wirkungsstätte und seines Grabes erfährst du alles über das Leben und die Familie des Komponisten. Jeden ersten Dienstag im Monat erhältst du freien Eintritt.

Natürlich wurde auch dem gebürtigen Leipziger Richard Wagner eine Ausstellung gewidmet! Seinen Werken kannst du unter anderem in der Oper Leipzig lauschen, doch in der Alten Nikolaischule gegenüber der Nikolaikirche lernst du alles über die jungen Jahre des Komponisten.

In der Liste berühmter Leipziger Komponisten dürfen drei Namen nicht vergessen werden: Mendelssohn, Schumann und Schumann. In der Goldschmidstraße befindet sich das Wohn- und Sterbehaus von Felix Mendelssohn Bartholdy, das Mendelssohn-Haus. Neben einer modernen Ausstellung kannst du hier auch erhaltene Teile der Musikerwohnung begehen. Was du 2019 auf keinen Fall verpassen darfst, ist das Schumann-Haus! Im kommenden Jahr feiert Leipzig den 200. Geburtstag der berühmten Pianistin Clara Schumann, die mit ihrem Ehemann Robert im heutigen Schumann-Haus lebte. Du findest hier eine Ausstellung in den ehemaligen Wohnräumen der beiden. Im Klangraum und auf dem SpielHÖRplatz kannst du selbst musikalisch werden. Im großen CLARA19-Jahr und besonders zu den Schumann-Festwochen werden hier viele Konzerte veranstaltet.

Geschichte erleben

Das Haus Böttchergäßchen bildet eine Ecke um das MdbK. © Lena Kastenmeier

Leipzigs bedeutsame Stadtgeschichte ist bis heute deutlich spürbar, beispielsweise bei einem Spaziergang durch die Passagen der Innenstadt, spätestens aber beim Besuch des monumentalen Völkerschlachtdenkmals am Rand der Stadt. Tatsächlich ist die Stadtgeschichte Leipzigs so facettenreich, dass das Stadtgeschichtliche Museum mehrere Häuser zu unterschiedlichen Themen betreibt.

Im FORUM 1813 am Fuße des „Völkis“ erfährst du alles über die Völkerschlacht und kannst echte Waffen, Uniformen und andere Ausrüstungsgegenstände bestaunen. Das Alte Rathaus ist ein Wahrzeichen und steht somit selbstständig für die lange Geschichte der Stadt. Darüber hinaus kannst du hier alte Gefängniszellen und die Schatzkammer erkunden sowie die Ausstellung „Leipzig. Stadtgeschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart“ ansehen, jeden ersten Mittwoch im Monat sogar kostenfrei. Zentrum des Museums ist das Haus Böttchergäßchen, das dir jährlich mehrere kulturhistorische Sonderausstellungen bietet, derzeit „Oh Yeah! Popmusik in Deutschland.“ Auch hier erhältst du jeden ersten Mittwoch im Monat freien Eintritt.

Als Ausgangspunkt der Friedlichen Revolution nimmt Leipzig eine ganz besondere Rolle in der deutschen Geschichte ein. Zum zehnten Jahrestag der Montagsdemonstration vom 09.10.89 eröffnete die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland daher das Zeitgeschichtliche Forum im Stadtkern. Kostenlos kannst du in der Dauerausstellung „UNSERE GESCHICHTE“ die Zeit der sowjetischen Besatzungszone, der DDR und der Deutschen Einheit nachempfinden. Dazu findest du hier auch wechselnde Sonderausstellungen, so beispielsweise zurzeit die Fotografien von Harald Schmitt unter dem Motto „AUFBRUCH IM OSTEN.“

Bevor die Friedliche Revolution das Ende der DDR einläutete, nutzte das Regime vor allem die Staatssicherheit, um ihre Macht zu erhalten und durchzusetzen. Die ehemalige Bezirksverwaltung der Stasi ist heute das Museum in der „Runden Ecke“, das mit der Ausstellung „Stasi – Macht und Banalität“ für die Gefahren der Diktatur sensibilisiert. Wenn du auf eine öffentliche Führung verzichtest, kommst du sogar kostenlos in das Museum.

Das GRASSI-Trio

Das Gebäude auf dem Johannisplatz beherbergt die drei GRASSI-Museen. © Robin Kunz

Mit nur einer Fahrt zum Johannisplatz erreichst du gleich drei Museen! Die drei GRASSI-Museen in dem schönen roten Gebäude bieten jedem Wissbegierigen ein wahres Informationszentrum.

Im GRASSI Museum für angewandte Kunst erwarten dich in mehreren Dauerausstellungen verschiedene Kunststile aus aller Welt. Die derzeitigen Sonderausstellungen befassen sich mit Plastiken und Architektur. „GEFÄSSE | SKULPTUR 3“ ist eine Fortsetzungsausstellung, in der du die wunderbare Wandelbarkeit von Keramik kennenlernst. „TOGETHER! Die Neue Architektur der Gemeinschaft“ stellt dir zukünftige Arten des gemeinschaftlichen Wohnens vor und lockt mit 1:1 Modellen. Jeden ersten Mittwoch im Monat erhältst du auch hier freien Eintritt.

In der Dauerausstellung des GRASSI Museums für Völkerkunde kannst du Schätze fremder Kulturen wie Masken, Skulpturen, Schmuck und vieles mehr bewundern. Das Ziel: Brücken zwischen Kulturen und Regionen schlagen!

Als dritter Part im Bunde beherbergt das GRASSI Museum für Musikinstrumente eine riesige Sammlung von Musikinstrumenten verschiedener Epochen. Seit 1926 gehört das Museum zur Universität Leipzig und dient unter anderem Studierenden der Musikwissenschaft als Lehrveranstaltungsort. Auch hier erhältst du am ersten Mittwoch jedes Monats freien Eintritt.

Kinderleichtes Lernen

Die Spinne über dem Eingang des Naturkundemuseums ist (hoffentlich) nicht echt. © Robin Kunz

Die Leipziger Museen sind nicht nur für Große gemacht! Schüler können im INSPIRATA Mitmach-Museum Naturwissenschaft hautnah erleben und viele Experimente selbst durchführen. Im UNIKATUM Kindermuseum gibt es Mitmachausstellungen, in denen die Kids spielerisch lernen. Durch den Besuch des Schulmuseums können Kinder eine Reise in die Vergangenheit machen und den Schulalltag der Kaiserzeit kennenlernen. Alle Naturkundefans kommen im Naturkundemuseum mit Ausstellungen über Tiere, Natur und Umwelt voll auf ihre Kosten – und das für Kinder und Jugendliche bis 18 kostenlos, Erwachsene zahlen lediglich 2€.

Nun ist es aber an der Zeit, deine Wissbegier zu stillen und dich mit unseren Tipps in die Leipziger Museumslandschaft zu stürzen!

Ihr habt noch Fragen? Dann meldet euch bei uns!

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Tel: 0341/7014-340
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