Raus in die Natur: Die Auwaldstation Leipzig entdecken

Im Nordwesten von Leipzig, am Schlosspark Lützschena gelegen, befindet sich die Auwaldstation Leipzig. Das kleine Umweltbildungszentrum liegt sehr idyllisch direkt am Naturschutzgebiet Burgaue. Nur wenige Meter entfernt erstreckt sich der Leipziger Auenwald. Bis in den Winter hinein bietet die Auwaldstation vielfältige Freizeit-Angebote für Groß und Klein. Wir haben sie für euch getestet.

Unter anderem stehen Naturerlebniswanderungen, Exkursionen mit Forscherauftrag, Workshops und Kreativwerkstätten für Groß und Klein auf dem Programm.

Ich entscheide mich für den Ausflug „Der Auwald als Atelier“ und fahre mit der Straßenbahnlinie 11 bis zur Haltestelle Lützschena. Nach 10 Minuten laufen erreiche ich das kleine, rustikale Häuschen. Eine ganz andere Welt: Gerade noch im Stadtzentrum von Leipzig, befinde ich mich eine halbe Stunde später in schönster Wald- und Wiesenlandschaft!

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© Marlene Heß

Ich lerne als erstes die Betreuerin für den Ausflug kennen. Anna absolviert den Praxisteil ihrer Ausbildung in der Auwaldstation. Unterstützt wird sie von Marie, die gerade ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr macht. Alle Ausflugs-Teilnehmer treffen sich im gemütlich beheizten Erdgeschoss des Hauses. Fotos, Broschüren, Exponate und selbst gebastelte Bilder erklären zahlreiche Umwelt- und Naturthemen. Wir aber wollen selbst raus in die Natur! Anna erklärt uns, dass wir heute „Land Art“– Künstlerinnen und Künstler werden und mit Dingen aus der Natur ein Kunstwerk erschaffen wollen. Der herbstliche Wald bietet uns Material und ist gleichzeitig unsere Leinwand.

Die Kids sind etwas schüchtern, deswegen spielen wir zum Kennen lernen Naturmemory. Auf einer Decke befinden sich verschiedene Objekte aus der Umgebung. Die Kinder schauen sich diese an und suchen dann nach den Blättern, Kastanien und anderen Naturalien. Daraus bastelt dann jeder seine „Waldeintrittskarte“, die nicht größer als ein Huhn sein darf und aus drei Teilen bestehen muss.

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© Auwaldstation Leipzig

Kurz darauf machen wir uns mit Beuteln bewaffnet auf in den Auenwald. Während die Kinder nach dem farbenprächtigsten Blatt, der größten Kastanie und dem schönsten Tannenzapfen suchen, genieße ich die wunderbare Atmosphäre des Waldes.

Damit der Weg nicht langweilig wird, bekommen alle einen kleinen Taschenspiegel. Wenn man sich den Spiegel an die Nase hält und hinein schaut, eröffnet sich eine ganz neue Welt: Der Himmel und die Baumkronen spiegeln sich, und man kann bis in die Wipfel schauen.

Nach etwa 20 Minuten gemütlichen Schlenderns kommen wir auf einer kleinen Lichtung an, dort wollen wir unser Kunstwerk entstehen lassen. Alle leeren ihre Beutel und zeigen, was sie gesammelt haben: Kastanien, Zapfen, Bucheckern, Federn, Rinde, Moos, Lehm, Stöckchen, Steine und verschieden farbige Blätter stehen statt Pinsel und Farbe zur Verfügung.

Ich bin überrascht, wie kreativ alle Beteiligten das nicht ganz alltägliche Kunstprojekt umsetzen!

Spielerisch lernen insbesondere die Kinder auch noch etwas: Zum Beispiel, dass Moos ein Zuhause für viele Tiere bietet, vom welchem Baum die alte Rinde auf dem Boden stammt und dass man diese oder jene Pilze nicht essen kann.

Ein wirklich schöner Ausflug. Die Auwaldstation und ihre landschaftlich wunderschöne Umgebung sind – unabhängig vom Alter – auf jeden Fall einen Besuch wert!

Weitere Informationen und das ausführliche Programm der Auwaldstation findet ihr hier.

Autorin: Marlene Heß
Leipzig Tourismus und Marketing GmbH
Augustusplatz 9
04109 Leipzig
Tel. +49 (0)341 7104-340
Fax +49 (0)341 7104-211
j.mertz@ltm-leipzig.de
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2 Kommentare

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