Wegweiser auf einem Wanderweg im Wald.

Wandern in Leipzig und Region

Nase voll vom Großstadtlärm? Dann macht doch mal einen Abstecher in die Natur und folgt einem der vielen Wanderwege, die kreuz und quer durch die Region Leipzig verlaufen. Die Auswahl ist groß. Um euch die Entscheidung ein wenig zu erleichtern, stellen wir hier ein paar der beliebtesten Routen zum Wandern in Leipzig und Umgebung vor.

Wanderweg Rund-um-Leipzig
Heide-Biber-Tour – auch mit Kindern
Wanderung mit Ausblick
Natur- und Kulturerlebnis an der Talsperre Kriebstein
Muldental-Wanderweg
Mit Riesen(stiefel)schritten um die Stadt Döbeln
Entdeckungen in der Natur
Auf den Spuren Luthers
Von selten bis kurios
Porphyrlehrpfad auf dem Rochlitzer Berg

Wanderweg Rund-um-Leipzig

Ein Wanderweg durch den grünen Auwald.
Nah an der Stadt liegen idyllische Fleckchen. © Auwaldstation Leipzig

Direkt im Umkreis der City findet ihr den Wanderweg Rund-um-Leipzig. Dieser führt euch entlang der Ufer des Cospudener und Kulkwitzer Sees, durch eines der größten Auwaldgebiete Deutschlands, vorbei an der Neuen Messe und parallel des Partheflusses wieder Richtung Markkleeberg. Klingt viel? Sollte euch die Runde doch zu lang werden, gibt es am Weg viele Haltestellen für Bus, Straßen- und S-Bahn, die euch eine Wanderung in kleineren Etappen ganz leicht ermöglichen.

Heide-Biber-Tour – auch mit Kindern

Eine Frau und ein Kind schauen sich eine Informationstafel an, die an einem Wanderweg im Wald steht.
Den Bibern auf der Spur. © T. Bichler

Ihr plant einen FamilienWandertag, wisst aber nicht, wo es den Kids gefallen wird? Wir möchten euch die Heide-Biber-Tour in der Dübener Heide ans Herz legen. Eine Teilstrecke wurde speziell für Kinder konzipiert. Folgt einfach dem Maskottchen Billi Bockert von Bad Düben aus durch Wälder und offene Heidelandschaften und verbringt zusammen einen Tag in der Natur! Mit etwas Glück entdecken die Kleinen sogar die Werke der Biber in Form von Biberburgen oder abgenagten Baumstämmen.

Wer für den Rückweg auf öffentliche Transportmittel zurückgreifen möchte, der sollte bestenfalls die Tour auf etwa acht Kilometer einkürzen und in Tornau in den Bad Dübener Stadtbus A einsteigen (verkehrt von Montag bis Freitag).

Ihr habt keine Kinder im Schlepptau? Dann könnt ihr natürlich auch die kompletten 30 Kilometer des Qualitätswanderwegs bis nach Bad Schmiedeberg ablaufen. Nehmt euch dafür reichlich Zeit (8 Stunden und mehr) und ausreichend Proviant mit auf die Tour.

Wanderung mit Ausblick

Eine Frau und eine Mann stehen auf dem Albertturm und schauen über die weite Landschaft von Wermsdorf und Umgebung.
Erholsame Pause in luftiger Höh! © T.Bichler

Ein weiterer sehr schöner Natur-Wanderweg führt euch ab Wermsdorf durch den Wermsdorfer Wald. Dieser zählt mit seinen zahlreichen Seen und Teichen zu den beliebtesten Wander- und Ausflugsgebieten der Region Leipzig und wurde 2018 sogar zum „Waldgebiet des Jahres“ ausgezeichnet. Das allein reicht nicht, um euch zu überzeugen? Vielleicht tut es ja die 1.000-jährige Linde in der kleinen Ortschaft Collm? Die Aussicht vom Collmberg, der mit 314 Metern höchsten Erhebung der Region, wird es ganz bestimmt! Von der Aussichtsplattform des Albertturms, die über 99 Stufen erreichbar ist, genießt ihr den freien Blick über die Landschaft – an schönen Tagen sogar bis Leipzig mit dem Völkerschlachtdenkmal und City-Hochhaus, bis zum Erzgebirgs-Kamm und zur Augustusburg.

Zur Krönung der erfolgreichen Tagestour empfiehlt sich normalerweise die Einkehr in das Restaurant des Hotels Seehof Döllnitzsee oder des Seegasthofs Horstsee. Diese sind aktuell leider geschlossen.

Natur- und Kulturerlebnis an der Talsperre Kriebstein

Zwei Wanderer stehen oberhalb der Talsperre und im Hintergrund ist die Burg Kriebstein zu erkennen.
Wandern an der Burg Kriebstein © T. Bichler

Sachsens schönste Ritterburg – die Burg Kriebstein – ist aktuell noch geschlossen. Allerdings könnt ihr vom Hafen aus auf sieben Kilometern über bewaldete Wege um die Talsperre mit ihrer eindrucksvollen Staumauer nach Erlebach wandern.

Muldental-Wanderweg

Die Mulde fließt entlang von Grünflächen und Wäldern.
Beim Wandern entlang der Mulde hat man einen besonders schönen Ausblick. © Alexander Klich

Und auch der Muldental-Wanderweg bietet euch eine Kombination aus Natur und Kultur. Entlang der Freiberger und Vereinigten Mulde wandert ihr durch zauberhafte, grüne Auenlandschaften mit einer artenreichen Tier- und Pflanzenwelt. Rechts und links des Flusses überraschen euch kulturhistorische Sehenswürdigkeiten, alte Ortskerne, mächtige Burgen und prunkvolle Schlösser.

Ihr wollt lieber mehr Zeit an einzelnen Stationen im Muldental, wie dem Kloster Nimbschen oder Höfgen, dem Dorf der Sinne, verbringen oder nur Teilrouten abwandern? Seit Mai 2020 fährt jedes Wochenende bis Ende Oktober die Buslinie 638 an der Mulde. Start- und Endhaltestelle ist der Bahnhof Grimma und auch Radler können getrost einsteigen: die Buslinie verfügt über einen Fahrradanhänger und ist damit eine tolle Ergänzung zum Mulderadweg!

Mit Riesen(stiefel)schritten um die Stadt Döbeln

Blick über ein Feld in der Nähe von Döbeln, im Hintergrund ist viel Wald.
Landschaft bei Döbeln © K. Lange

Auf diesem Rundwanderweg durchquert ihr unter anderen das Bärental und die Butterbüchse, überwindet die Schillerhöhe und den Geyersberg. Er navigiert euch über Höhen und durch Täler um Döbeln herum und verspricht dabei Naturerlebnisse am Rande der sehr grünen Stadt. Besonders gern werden die beiden zentrumsnahen Parks „Bürgergarten“ und „Klosterwiesen“ besucht.

Zum Abschluss lohnt sich ein Bummel durch das Stadtzentrum, welches wie eine Insel von zwei Armen der Freiberger Mulde umschlossen ist und dadurch Döbeln zum Beinamen „Stadt auf der Insel“ verhalf. Heute, verjüngt und schmuck anzusehen, ist sie über acht Brücken mit dem Festland des gewachsenen Döbelns verbunden.

Erlebt das nostalgische Fahrgefühl von einst – mit der originalgetreu restaurierten Döbelner Pferdebahn, die in der Art einzigartig in Deutschland ist. Fahrt hier auf einer ca. 1 Kilometer langen Schienentrasse durch die Innenstadt. Im Rathaus erwartet euch das Wahrzeichen der Stadt – der beinahe 100 Jahre alte Döbelner Riesenstiefel. Hoch oben im Turm und im Dachgeschoss des Döbelner Rathauses könnt ihr außerdem in die über 1.000-jährige Stadtgeschichte eintauchen. Nach einem Rundgang durch das Stadtmuseum (Achtung: Aktuell geschlossen!) bietet euch der Rathausturm mit seinen etwa 40 Metern Höhe einen weiten Blick über die Dächer der Muldestadt.

Entdeckungen in der Natur

Eine Frau steht vor einer Informationstafel auf dem Wanderweg am Grabschützer See.
Wanderung am Grabschützer See © A. Klich

Die nächste Wanderroute bringt euch zurück in die Natur! Am Grabschützer See, zwischen Leipzig und Delitzsch gelegen, erobert sich die Wildnis das ehemalige Tagebaugebiet auf ihre Weise zurück. So entwickelt sich noch bis zum Jahr 2025 eine abwechslungsreiche Landschaft, die zahlreichen geschützten Tier- und Pflanzenarten Lebensraum bietet und zum europäischen Vogelschutzgebiet gehört. Auf einem 7 Kilometer langen Naturlehrpfad rund um den See könnt ihr an 17 Stationen viel Interessantes zu Landschaftsgeschichte, Geologie, Ökologie sowie Flora und Fauna erfahren. An einigen Stellen stehen Fernrohre bereit und bieten so die Möglichkeit für eigene Beobachtungen.

Auf den Spuren Luthers

Ein Wegweiser auf dem Lutherweg in Leisnig.
Lutherweg in Leisnig © K. Lange

Mit dem Reformationsjubiläum 2017 wurde der 500. Jahrestag des Beginns der Reformation begangen. Seitdem folgt ein Großereignis dem anderen. 2019 jährte sich die Leipziger Disputation bereits zum 500. Mal.

Um allen in Bezug auf die Reformation wichtigen Stationen und Ereignissen in Sachsen zu gedenken, wurde ein Rundwanderweg zum Thema geschaffen: der Lutherweg Sachsen. Auf den insgesamt über 550 Kilometern Länge sind Orte, an denen Luther und seine Gefährten wirkten, miteinander verbunden. Unterwegs reihen sich zahlreiche historische Gemäuer, darunter Klöster, Kirchen und Herrschaftshäuser aus verschiedenen Epochen aneinander. Über viele kurze und längere Etappen.

Von selten bis kurios

Ein grüner Wanderweg in Eilenburg.
Herrliches Grün © Philipp Kirschner

Die Stadt Eilenburg lädt euch auf ihrem Historischen Stadtrundgang „Camera Historica“zu einer Zeitreise in die Vergangenheit ein. An elf Stationen ermöglichen es euch kleine „Guckkästen“, einen Blick auf Stadtteile aus der Zeit um 1900 bis 1940 zu werfen. Zu den optischen Bildern gibt es auch entsprechende Erläuterungen. Der etwa 2-stündige Kamera-Rundgang führt von der Muldebrücke quer durch die Innenstadt Eilenburgs bis zum Fuße des Burgbergs. Doch auch ein Aufstieg lohnt sich! Nicht nur, weil ihr vom Burgberg einen wunderbaren Blick auf die Stadt erhaltet, sondern auch, weil euch der Lauschberg über die Taten der Heinzelmännchen informiert. … und wenn ihr genau hinseht, könnt ihr die kleinen Leute auch an anderen Stellen in Eilenburg entdecken…

Und wart ihr eigentlich schon einmal auf dem Holzweg? Den könnt ihr nämlich tatsächlich beschreiten! Im Örtchen Schmannewitz bei Dahlen führt euch unser Routenvorschlag auf etwa dreieinhalb Kilometern durch das Dorf und die Dahlener Heide zu dendrologischen Besonderheiten, wie beispielsweise zur „Liebende Eiche“ – absolut jugendfrei natürlich.

Solltet ihr die bekannten Streiche der Schildbürger nicht kennen, empfehlen wir euch außerdem einen Ausflug nach Schildau. Was die merkwürdigen Einwohner alles anstellten und verkehrt machten, wird dort im Museum der Schildbürger eingehend dokumentiert (Achtung: Aktuell geschlossen!). Auf dem Schildbürgerwanderweg werdet ihr zu den Originalschauplätzen geführt. Vergesst aber bitte nicht, eine Schaufel und einen Sack mitzunehmen, um euch ein wenig Sonne einpacken zu können! ;)

Porphyrlehrpfad auf dem Rochlitzer Berg

Der Porphyrlehrpfad auf dem Rochlitzer Berg führt durch herrliches Grün.
Porphyllehrpfad auf dem Rochlitzer Berg © SIESING

Zu guter Letzt empfehlen wir euch den 2,7 km langen Porphyrlehrpfad auf dem Rochlitzer Berg. Dieser wurde übrigens als „Nationales Geotop“ eingestuft. Mit seinen 353 m über Meeresniveau seht ihr den Rochlitzer Berg – als höchste Erhebung zwischen der Leipziger Tieflandsbucht und dem Erzgebirgsvorland – und sein rotes Gestein aus jeder Himmelsrichtung schon von Weitem!

Der Pfad selbst führt dich gezielt zu sehenswerten Objekten rund um den roten Porphyr im Geopark Porphyrland. 15 Stationen versorgen euch auf dem Weg mit Wissenswertem und Überraschendem über den Rochlitzer Porphyr. Neben Einblicken in die Steinbrüche und in das Leben der Steinmetze, wird auch die Entstehungsgeschichte des Rochlitzer Berges mit seinen Porphyrtuff thematisiert. Einen ersten Einblick in den Lehrpfad bekommt ihr in dieser Broschüre, welche spannende Informationen, Einblicke und Fakten rund um den Berg sowie den Lehrpfad für euch bereithält und definitiv Lust auf mehr macht. Unser Tipp: Nehmt das Begleitheft direkt mit auf eure Wanderung und versorgt euch auch unterwegs mit allen notwendigen Informationen.

Und was könnte euren lehrreichen Ausflug auf den Rochlitzer Berg toppen? Natürlich herrliche Aussichtspunkte! Einen tollen Blick habt ihr vom Panoramablick gegenüber des Treppenaufgangs zum Türmerhaus sowie vom Friedrich-August-Turm.

Egal für welche Route(n) ihr euch letztendlich entscheidet, wir wünschen euch ganz viel Spaß beim Wandern und Entdecken!

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Leipzig Tourismus und Marketing GmbH
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