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Christian Nyampeta: How To Live Tagether

Kuratiert von Vera Lauf

Christian Nyampeta entwickelt Performances, Screenings, pädagogische Programme und Publikationen. Meist sind seine Projekte in Form einer gastgebenden Struktur angelegt, die andere zum kollektiven Nachdenkenund Arbeiten, aber auch zu gemeinsamen sinnlich-ästhetischen Erfahrungen einlädt.

Die GfZK kooperiert seit 2018 mit dem Künstler, der 2019 mit dem Kunstpreis Europas Zukunft ausgezeichnet wurde. Das aktuelle Projekt How To Live Tagether umfasst kulturelle Veranstaltungen und Lernumgebungen in verschiedenen Formaten und schließt die Zusammenarbeit mit weiteren Institutionen, Künstlerkolleg:innen und Wissenschaftler:innen in Deutschland, New York und Ruanda mit ein.

ln einer Ausstellung in der GfZK präsentiert Nyampeta einen neuen Film, beruhend auf Bild- und Textmaterial, das koloniale Akteur:innen des Deutschen Reichs in Ostafrika in Archiven gesammelt haben: Beamte, christliche Missionar:innen,  Geograf:innen, Militärs und deren in den lokalen Gesellschaften rekrutierte Soldaten. Die Ausstellung ist eine erweiterte Wiederaufführung von Nyampetas Ecole du soir. Sie dient auch als Plattform für ein Programm mit Musik, Dichtung, Filmvorführungen und Gesprächen in der GfZK und an anderen Orten. Dazu gehören eine ortsspezifische Variante der Leipziger Ausstellung und eine Summer School in Kigali, ein Programm am Rautenstrauch-Joest Museum in Köln, und ein Symposium, das in Kooperation mit der Goethe-Universität Frankfurt am Main organisiert wird. Letzteres knüpft an die Aktivitäten des seit 2019 bestehenden Leipziger Skriptoriums an, einer Art Schreib- und lnterpretationsraum. Die Idee des Skriptorium ist es, ausgewählte historische Schriften von afrikanischen Philosoph:innen, die fürDeutschlandund den europäischen Kontext von besonderer Bedeutung sind, aus dem Französischen ins Deutsche zu überset zen. Begleitend zum Projekt erscheint ein Katalog bei Archive Books Berlin.

How To Live Tagether schlägt eine neue Definition von Diaspora vor: als ein globaler Zustand. der auch auf die Situation derjenigen anwendbar ist, die in ihren Herkunftsländern bleiben, deren Lebensweisen aber durch zwangsweise geistige Vertreibung und immense Umweltzerst örungen grundlegend transformiert werden.

Informationen

Veranstaltungsort

Galerie für Zeitgenössische Kunst
Karl-Tauchnitz-Straße 9-11
04107 Leipzig
Telefon +49 341 140810
Fax +49 (0)341 1408111
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