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SEILAKT lll-Vl: On a Razor?s Edge

Das MdbK zeigt in Kooperation mit den Klassen Intermedia und Bildende Kunst der Fachrichtung Medienkunst der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGB) eine Gruppenausstellung, in der sich die Studierenden mit Werken des Mittelalters und der frühen Neuzeit auseinandersetzen.

Die ersten beiden Positionen der Ausstellungsreihe „SEILAKT“ wurden 2019 im Personenaufzug des MdbK gezeigt. Die fünf neuen Arbeiten – von Bernhard Bormann (*1982) & Francesca Raimondo (*1991), Sten Jackolis (*1987) & Linus Bonduelle (*1996), Fumi Kato (*1985) und Tina Mamczur (*1977) – sind jetzt in den Ausstellungsräumen im 2. Obergeschoss zu sehen. Betreut von Prof. Alba D’Urbano (HGB) schließen sich die unterschiedlichen Positionen unter dem Titel „On a Razor’s Edge“ zu einer gemeinsamen Präsentation zusammen.

Bernhard Bormann zeigt fünf Gipsskulpturen, die teils mittelalterliche Bildmotive aus dem MdbK aufgreifen und Themen individueller Identifikation oder zeitgenössischer Isolation Ausdruck verleihen.

Der animierte Film „Die Heilung“, den Bernhard Bormann gemeinsam mit Francesca Raimondo realisierte, zeigt eine Operation an Lucas Cranachs „Eva“ – die als Restaurierung des Kunstwerkes, aber auch metaphorisch als sinnbildliche Heilung religiöser Eva-Vorstellungen und als Idee vom Heilen der Menschen gelesen werden kann.

„Farbe bekennen“ heißt die Installation von Linus Bonduelle & Sten Jackolis, die einen einfachen Farbfächer, wie er auch für die Neugestaltung der Räume des MdbK verwandt wurde, in den Ausstellungsraum bringt. Es steht den Besucher*innen frei, ihn aufzuschlagen und sich gedanklich zum vorgefundenen Farbkonzept zu positionieren.

Die vierteilige Videoarbeit „Die Schlange“ von Fumi Kato beschäftigt sich mit der Beziehung zwischen menschlichem Geist und Bildern. Ein von Hand bewegtes Seil wird zur Schlange und offenbart eine Kette von Illusionen, Assoziationen und Interpretationen, die die Menschheit über Epochen hinweg begleitet hat und bis heute präsent ist.

Tina Mamczurs „TRIPLE PACK“ – eine Installation in drei Teilen – verhandelt die Herausforderungen und Codes eines modernen Lebens zwischen Selbstoptimierung und dem Wunsch nach Instant- Erleuchtung, dem Umgang mit Gemeinschaft/Community und den Widersprüchen im eigenen Glauben und Handeln.

Die Entstehung einiger Arbeiten wurde durch ein DENKZEIT-Stipendium der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen ermöglicht.