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Blick auf die Oper Leipzig mit dem Mendebrunnen im Vordergrund der sich auf dem Augustusplatz vor dem Gewandhaus und nahe der Universität Leipzig befindet, Sehenswürdigkeiten in Leipzig, Kultureinrichtung
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Ehemalige Musikbibliothek Peters

Erste öffentlich und kostenlos zugängliche Musikbibliothek in Deutschland

Blick auf die Ehemalige Musikbibliothek Peter die ein Standort der Notenspur in der Musikstadt Leipzig ist, Kultur
© Andreas Schmidt

Die Musikbibliothek Peters wurde von Max Abraham, dem Inhaber des Musikverlages C.F. Peters, gegründet. Anfang 1894 wurde die weltweit erste öffentliche Fachbibliothek in der Königstraße 26 (heutige Goldschmidtstraße) eröffnet. Weltweit einzigartig war ebenfalls, dass auch Frauen die Bibliothek nutzen durften.

Nach dem Tod Abrahams wurde die Bibliothek, laut seinem Testament, der Stadt Leipzig als Stiftung zugesprochen. Nach der Reichsprogromnacht 1938 erhielt sein Neffe und Nachfolger, der Jude Henri Hinrichsen Berufsverbot. Es folgten Zwangsverkauf und die "Arisierung" des Verlags. Hinrichsen wurde im Konzentrationslagern Auschwitz umgebracht. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges erhielt Hinrichsens Sohn Walter, inzwischen amerikanischer Staatsbürger, den Verlag und die Peters-Bibliothek zurück. Seit 1954 wird die Sammlung mit der bereits bestehenden stadteigenen Musiksammlung in der Städtischen Musikbibliothek aufbewahrt.

Besonders wertvoll sind die rund 500 Autographe der Peters-Bibliothek. Darunter befinden sich u. a. Handschriften von Bach, Haydn, Mendelssohn, Schumann, Brahms und Grieg. Die Geschichte der wertvollen "Peters-Sammlung" können Sie in Texten und Bildern multimedial in der Leipziger Stadtbibliothek oder auch online erleben. 

Informationen

Ort Ehemalige Musikbibliothek Peters
Goldschmidtstr. 26
04103 Leipzig