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Museen im GRASSI

Ein einzigartiger Bau aus der Zeit der Weimarer Republik

Luftaufnahme des GRASSI-Museums-Komplex im Herbst © LTM
© LTM

BAUHAUS-Architektur: Das Grassimuseum ist eines der größten Museumskomplexe Deutschlands und beherbergt heute drei Museen von internationaler Bedeutung: das Museum für Völkerkunde zu Leipzig, das Museum für Angewandte Kunst und das Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig. Der Gebäudekomplex wurde von 1925 bis 1929 nach Plänen der Architekten Zweck und Voigt unter der Oberbauleitung von Stadtbaurat Hubert Ritter erbaut.

Das Gebäude mit stilistischen Anklängen an Neue Sachlichkeit und Art déco gilt als einer der wenigen deutschen Museumsneubauten aus der Zeit der Weimarer Republik. Bauhaus-Liebhaber finden hier ein ganz besonderes Schmuckstück vor: die Josef-Albers-Fenster im Haupttreppenhaus des Museums. Josef Albers, der unter Walter Gropius ausgebildete Bauhausmeister, entwarf die 18 Fenster aus Flachglas im Jahr 1927. Die bis zu sieben Meter hohen Fenster bestehen aus mundgeblasenem Überfangglas und gelten als flächengrößte Glasgestaltung der Dessauer Bauhausperiode. Im Zweiten Weltkrieg wurden die historischen Originale zerstört, jedoch konnten die Fenster durch Bildquellen originalgetreu rekonstruiert werden.

Architektonisch bedeutend ist auch die Pfeilerhalle des Grassimuseums, die sich nach der Rekonstruktion im Jahr 2010 wieder in ganzer Pracht zeigt. Der repräsentative Veranstaltungsraum wurde 1927 im Art-déco-Stil errichtet. Die Pfeilerhalle gilt als einer der schönsten Innenräume des deutschen Art déco. Das Grassimuseum macht durch den Kontrast zwischen der Art-déco-Außenfassade und der typischen Bauhaus-Verglasung besonders eindrucksvoll die unterschiedlichen Haltungen der Stilrichtungen deutlich.

Informationen

Ort Museen im GRASSI
Johannisplatz 5-11
04103 Leipzig
Telefon +49 (0)341 2229100
Web Website besuchen
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Grassi Museum bei Nacht © Andreas Schmidt
© Andreas Schmidt
Pfeilerhalle des Grassi Museums © Andreas Schmidt
© Andreas Schmidt
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