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Stelzenhaus

Essen & Trinken in einem Ambiente, dass Sie begeistern wird.

Stelzenhaus © Andres Schmidt
© Andreas Schmidt

Als in Vorbereitung auf den Zweiten Weltkrieg die Kriegsproduktion angekurbelt wurde, entstand von 1937 bis 1939 das Stelzenhaus als Erweiterung der Wellblechfabrik und Verzinkerei Grohmann & Frosch in Plagwitz. Die Firma fertigte Bleche für den U-Boot- und Flugzeugbau und wurde folglich als kriegswichtig eingestuft. Das Stelzenhaus ist eines der interessantesten Beispiele für Bauwerke der industriellen Moderne in Leipzig.

Die Planung übernahm Architekt Hermann Böttcher. Mit seinem Entwurf schuf er ein herausragendes Beispiel für Industriearchitektur in der Nachfolge der klassischen Moderne. Die Funktionalität des Gebäudes steht dabei im Vordergrund. Die Baumaterialien Backstein und Beton unterstützen diesen Anspruch. Aus Platzmangel entwarf der Architekt die Stahlbetonkonstruktion auf hohen Stelzen, die dem Komplex seinen Namen gaben: Die massive Lagerhalle schwebt gewissermaßen über dem Wasser des Karl-Heine-Kanals - eine Seltenheit.

Der Standort am Elster-Saale-Kanal war schwierig zu bebauen, da die Fläche direkt an der Böschung zum Kanal liegt. Trotzdem entschied man sich wegen des geplanten Kanalausbaus zur Elbe für diesen Standort. Denn so wäre eine Verbindung zum Hamburger Hafen möglich gewesen. Es wurden 101 Betonpfeiler im Kanal verankert, welche die Grundplatte des Baus stützen und die vier Teile des Industriebaus tragen. Die Front am Kanal ragt über das Wasser hinaus.

Heute befindet sich in dem Gebäude neben Atelier- und Büroräumen auch ein Restaurant.

Informationen

Ort Stelzenhaus
Weißenfelser Str. 65H
04229 Altmittweida
Telefon 0341 4924445
Fax 0341 - 4 92 51 72
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