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Grafisches Viertel - Musikverlage

Gründungsort des ältesten Musikverlags der Welt

Blick auf das Reclam Carree im Grafischen Viertel in dem einst ein der Reclam Verlag saß und das als Grafisches Viertel Standort der Notenspur der Musikstadt Leipzig ist,, Kultur in Leipzig
© Andreas Schmidt

Leipzig entwickelte sich im 19. Jahrhundert zu einer europäischen Musikmetropole ersten Ranges. Eine besondere Bedeutung spielte dabei das Verlagswesen, das vorrangig im Grafischen Viertel östlich des Leipziger Stadtzentrums angesiedelt war. Die älteste Institution und zugleich der älteste Musikverlag der Welt war der Verlag Breitkopf. Dieser wurde 1719 durch Bernhard Christoph Breitkopf gegründet.

Nachdem Gottfried Christoph Härtel 1795 den Verlag übernahm (der seitdem Breitkopf & Härtel heißt), ergaben sich enge Kontakte zu Ludwig van Beethoven sowie später zu einigen Hauptvertretern der "romantischen" Generation wie Felix Mendelssohn Bartholdy, Robert Schumann, Franz Liszt und Richard Wagner. Der Verlag C.F. Peters ist ebenso eng mit der Leipziger Musikgeschichte verbunden. Er wurde 1800 durch Franz Anton Hoffmeister und Ambrosius Kühnel als "Bureau de Musique" gegründet und legte bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts bedeutende Editionen von Werken Johann Sebastian Bachs vor. Eine weitere und bis heute bestehende Institution ist der nach seinem Gründer benannte Friedrich Hofmeister Musikverlag. Hofmeister lernte bei Breitkopf & Härtel und arbeitete anschließend in Kühnels und Hoffmeisters "Bureau de Musique". In seinem eigenen Verlag brachte er u. a. Frühwerke Robert Schumanns und Clara Wiecks heraus.

Im Jahr 1900 erreichte das Grafische Viertel seinen Höhepunkt in der Ausdehnung, welches durch den Zweiten Weltkrieg leider weitgehend zerstört wurde. Nach 1949 wanderten viele Verlage in den westlichen Teil Deutschlands ab. Heute befindt sich in Leipzig wieder eine Zweigstelle der Verlags von Breitkopf & Härtel. C.F. Peters und der Hofmeister Verlag kehrten ganz an ihren Gründungsort Leipzig zurück.

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