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Lutherweg in Sachsen

"Es tut gut, uns von dem, was uns täglich belastet, frei zu machen."

Auf dem Lutherweg reihen sich idyllische Wanderwege an geschichtsträchtige Orte und warten darauf von Ihnen entdeckt zu werden. Erwandern Sie die einzelnen Sehenswürdigkeiten, Geheimtipps und Stätten der Reformation in der Region Leipzig – vorbei an idyllischen Heidelandschaften, Wald- und Sumpfgebieten, an Seen und durch die Stadt Leipzig.

Der Lutherweg in Sachsen lädt Sie ein, die Wirkungsstätten der Reformation zu besuchen. Er entführt Sie an Orte, in denen die Reformation schneller Fuss fasste und verbindet dabei Städte, Stätten und Orte, an denen Martin Luther sowie seine Wegbegleiter wirkten. Besondere Highlights sind die Klöster Kloster Buch, Marienthal und Kloster Nimbschen, aus dem Katharina von Bora, die spätere Frau Luthers, als Nonne floh.

Broschüre - Wandern auf dem Lutherweg Sachsen

Reformationsgeschichte entdecken

Ausführliche Informationen zum Rundwanderweg mit Etappenvorschlägen, Übersichtskarten und Herbergen am Wegesrand erhalten Sie in der Broschüre "Wandern auf dem Lutherweg Sachsen".

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Wanderetappen am Lutherweg Sachsen

Martin Luther und bedeutende Persönlichkeiten

Der Reformator

Martin Luther wurde 1483 in einer aus bäuerlichen Verhältnissen stammenden Bergarbeiterfamilie in Eisleben geboren. Ab 1488 besuchte er die Mansfelder Lateinschule und setzte seine Schulzeit später in Magdeburg und Eisenach fort. Im Jahre 1501 begann er in Erfurt zu studieren – sein Ziel: Jurist werden.

1505 brach Luther aus der vorgezeichneten Bahn aus, um in das Erfurter Augustiner-Kloster einzutreten. Seine Entscheidung wurde von der Suche nach einem gnädigen Gott und seinem Willen sowie einem einschneidenden Erlebnis geprägt. Seine Entwicklung zum Kirchenreformator begann.

Wachsende Kritik an kirchlichen Missständen und eigene negative Erfahrungen bewirkten eine grundsätzliche Auseinandersetzung mit der mittelalterlichen Theologie. Die öffentliche Kritik am Ablassmissbrauch im Jahre 1517 führte zur Eröffnung des Ketzerprozesses, statt zum erhofften Gespräch. Mit der Verhängung des Kirchenbannes und der Reichsacht im Jahre 1521 fand dieser seinen Abschluss.

Um Luthers Leben zu schützen, veranlasste Kurfürst Friedrich einen vorgetäuschten Überfall. Luther lebte fast ein Jahr als Junker Jörg auf der Wartburg, wo er das Neue Testament in die deutsche Sprache übersetzte.

Den sichtbarsten Bruch im persönlichen Leben mit dem Mönchsdasein hatte Luther mit seiner Hochzeit mit der ehemaligen Nonne Katharina von Bora im Juni 1525 vollzogen. Zwei Jahre zuvor hatte er ihr zusammen mit anderen Nonnen zur Flucht aus dem Kloster verholfen. Damit war die Keimzelle des evangelischen Pfarrhauses geboren.

Nach dem von Luther abgelehnten Bauernaufstand 1525 förderte der Reformator mit Kontrollbesuchen und Kirchenordnungen die Herausbildung evangelischer Landeskirchen. Luther starb im Februar 1546 in seiner Geburtsstadt Eisleben. Auf Befehl des Kurfürsten wurde er in der Schlosskirche zu Wittenberg bestattet.

Mit der Bibel-Übersetzung ins Deutsche, erwarb sich Luther bleibenden Ruhm. Heute zählen etwa 70 Millionen Gläubige auf allen fünf Kontinenten zu lutherischen Kirchen.

Zeugen der Geschichte

Die Baukunst der Zisterzienser war für das Mittelalter revolutionär und brachte Meisterleistungen der Architektur hervor. Als im Laufe der Reformation die Klöster aufgelöst wurden, legten Hofgärtner im Auftrag der Kurfürsten romantische Landschaftsparks im englischen Stil an.

Auf dem Lutherweg Sachsen entdecken Sie, wie die Veränderungen der Reformation den Bau und die Ausgestaltung evangelischer Kirchen prägten. Übrigens: Durch Luther wurde in der deutschen Sprache das Wort "gastfrei" heimisch. "Gastfreiheit ist an allen Orten, wo Kirche ist." – diese Empfehlung gab er seinen Studenten.

Stätten der Reformation