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Dr Abbel und de Nuss

Ä Abbel hing am Weihnachtsboom
un dachte in sein Griebse:
de goldche Nuss am Zweich da ohm,
das wär mei Fall. Ich liebse.

De gleene Nuss war ihrerseits
däm Äbbel och gewoochen.
un so hat jeder dorch sein Reiz
dn andern angezoochen.

Se dreimten beede vor sich hin
un winschten bloß das eene:
ämal im gleichen Maachen drin
zu schdärm. Ach wär das scheene.

- Lene Voigt, sächsische Mundartdichterin-

Weihnachten in der Region Leipzig

Adventsstimmung in der Region

Einstimmen aufs Fest

Trotz der geltenden Einschränkungen legt sich ein Hauch von Besinnlichkeit auf die Region Leipzig. Wir stellen Ihnen Traditionen und Bräuche vor, die gepflegt werden, neu aufleben oder entstehen.

Wir wünschen Ihnen eine besinnliche Adventszeit und fröhliche Weihnachten!

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, findet der Leipziger Weihnachtsmarkt in diesem Jahr nicht statt.

Seine Tradition reicht bis in das Jahr 1458 zurück. Damit gilt er als zweitältester Weihnachtsmarkt Deutschlands. Mit seinen fast 300 originell geschmückten Ständen wird er seinem Ruf als einer der schönsten Weihnachtsmärkte Deutschlands gerecht. Wir hoffen, Sie im nächsten Jahr wieder zum Weihnachtsmarkt begrüßen zu dürfen.

Adventsbräuche- und Traditionen in der Region

„Wer schmückt den schönsten Weihnachtsbaum?“
Kinder- und Jugendeinrichtungen aus Eilenburg und Umkreis hatten bis Ende November die Möglichkeit, Weihnachtsbaumschmuck zu gestalten. Die Stadtverwaltung stellt für die Aktion Bäume zur Verfügung und bezuschusst Bastelmaterial. Statt auf dem Weihnachtsmarkt stehen die Bäume in diesem Jahr in teilnehmenden Geschäften und Einrichtungen der Stadt.

Seit dem 28. November kann per Online-Abstimmung unter www.eilenburg.de der schönste Baumschmuck bewertet werden. Die Abstimmung läuft bis zum 15. Dezember und die Gewinner werden Online bekannt gegeben. Die drei Einrichtungen mit den meisten Stimmen erhalten Siegprämien, aber auch die anderen Einrichtungen gehen nicht leer aus und erhalten Trostpreise.

Gewerbetreibende sowie Privatpersonen können sich als Baumpate bewerben und damit eine der Kinder- und Jugendeinrichtungen unterstützen. Von dem Geld der Paten wird zum Beispiel Bastelmaterial sowie der Weihnachtsbaum erworben und ein Teil für die Gewinnerprämien genutzt. Die Baumpaten werden im Gegenzug in der Pressearbeit zum Wettbewerb berücksichtigt.

Der Eilenburger Adventskalender am Rathaus
Hinter jedem Türchen - oder Fensterchen - am Eilenburger Rathaus versteckt sich jeweils eine Aktion. Gewerbetreibende (Händler, Dienstleister, Gastronomen etc.) sowie Vereine und Institutionen bieten den Bürgern an einem bestimmten Tag – selbstverständlich unter Berücksichtigung der aktuellen Auflagen und Hygienemaßnahmen – ein Angebot oder eine Rabattaktion. 

Angebote können Sonder- und Rabattaktionen sein, kleinere Geschenke aber auch Online-Führungen oder Online-Tipps, welche nur an diesem Tag gelten bzw. verfügbar sind. Tagaktuell finden sich die Angebote dann auf www.eilenburg.de und Facebook (Eilenburg).

Man sagt, die nuschelige sächsische Aussprache machte die Stadt Dresden irrtümlich zum Herkunftsort des Weihnachtsgebäcks
Wer kennt ihn nicht, den Dresdner Christstollen zur Weihnachtszeit? Entstanden ist er aus einem einfachen Fastengebäck aus Mehl, Wasser und Bierhefe. Laut Überlieferung soll der Torgauer Bäckermeister und Hofküchenchef auf Schloss Hartenfels Heinrich Drasdow 1457 den Teig des Fastengebäcks mit kostbaren Zutaten wie Rosinen, Mandeln, Zucker und Butter versehen haben und das köstliche Gebäck unter dem Siegel der Verschwiegenheit an vermögende Kunden verkauft haben. Denn sein Handeln war illegal. Die Verwendung von Butter in der vorweihnachtlichen Fastenzeit war vom Papst verboten.

So wandten sich die Kurfürsten Friedrich der Weise und Johann der Beständige an den Vatikan, er möge sie von der Verpflichtung, Rübenöl zu verwenden, befreien und wenigstens die Butter von den Fastenverboten ausnehmen. Am 28. August 1490 unterschrieb Papst Innozenz VIII. in Rom ein entsprechendes Dekret, um die bereits praktizierte Backweise zu legalisieren. Nach dem päpstlichen „Butterbrief“ konnte das Verbot der gehaltvollen Zutaten gegen eine Spende außer Kraft gesetzt werden.

In den Kirchen von Torgau stellte man mit Schlössern versehene Eisenkästen auf, um die eingehenden Gelder zu sammeln. Mit den Spendengeldern wurde „die Brücke aus dem Butterkasten“, eine steinerne Brücke über die Elbe, finanziert, deren Grundsteinlegung 1494 stattfand. Diese Art des Ablasshandels endete erst 1550, als Papst Julius III. eine allgemeine Freigabe der Butter für die gesamte Christenheit anordnete. Der Torgauer Bäcker Heinrich Drasdow erhielt für seinen Christstollen einen kurfürstlichen Privilegienbrief und soll ziemlich wohlhabend geworden sein.

Dresdner Stollen dank nuscheliger Aussprache?
Am Dresdner Hof wurden Stollen in ganz anderer Größenordnung gefertigt und verspeist. Als das Rezept im 18. Jahrhundert in die Öffentlichkeit gelangte, habe laut Überlieferung die nuschelige Aussprache der Dresdener dafür gesorgt, dass aus dem Drasdower Stollen schließlich der „Dresdner Christstollen“ wurde. So geriet der Stollenbäcker Heinrich Drasdow aus Torgau in Vergessenheit.

Unterwegs mit der Bäckersfrau Sophie
Die Torgauer Bäckersfrau Sophie führt Besucher durch mehrfach im Jahr durch die historische Altstadt. Dabei erzählt sie vom früheren Alltag in der Backstube und weiß viel über Fakten, Legenden und Mythen zum Thema „Wo kommt der Dresdner Stollen her?“. Auch weiß sie genau, dass Filtertüten, Kaffeesahne, Zahnpasta und Büstenhalter sächsische Erfindungen sind. Informationen zu den für 2021 geplanten Terminen gibt es beim Torgau-Informations-Center telefonisch unter 03421-70140 oder unter www.tic-torgau.de

 

Text: Liebmann PR

Traditionell locken die Höfe in Belgern am Samstag vor dem ersten Advent Besucher aus nah und fern zum vorweihnachtlichen Stöbern. Trotz der Corona-bedingten Absage der offenen Höfe wird sich die Rolandstadt aber festlich schmücken – Fenster, Fassaden, Straßen und Gassen verwandeln sich in eine wundervolle Weihnachtswelt. Viele Lichter und Kerzen werden die Innenstadt allabendlich bis zur Weihnachtszeit erhellen. Selbst ein liebevoll dekorierter Klosterhof werde in hellem Lichterglanz erstrahlen. Unter der Regie des SV Roland Belgern wurde vor dem ersten Advent die große Weihnachtspyramide aufgebaut. 

Stimmungsvolle Winterbeleuchtung in historischem Gewand
Täglich wird zwischen dem 1. und dem 24. Dezember ein Türchen am größten Adventskalender in Nordsachsen geöffnet, sprich ein Fenster des Barockschlosses Delitzsch von innen beleuchtet. Am Ende erstrahlen bis in die Nacht hinein 24 Schlossfenster in künstlerischem Glanz. Bei der Illumination kommen unterschiedliche Farben zum Einsatz. Zusätzlich wird der Turm farblich angestrahlt­­­. 

Wer sich die Lichtinszenierung anschauen möchte, sollte vorher unbedingt die Märchenausstellung im Museum Barockschloss besuchen. Dort werden einige bekannte und fast vergessene Märchenkulissen zu bestaunen sein.

Stimmungsvolle Altstadt
Neben der neun Meter hohen Fichte, die den Markt ziert, werden ca. 50 Nadelbäume rund um den Markt und in den angrenzenden Straßen verteilt. Die Bäume an den Straßenlampen und Blumenbeeten können dann von Anwohnern mit Strohsternen und Plastikkugeln geschmückt werden. Zudem stehen die Geländer des Rathauses und der Rathausgalerie zur Verfügung. Die Grimmaer können mit Lichtern in ihren Fenstern zusätzlich zum Lichterglanz beitragen. Auch das Stadthaus und das Rathaus werden wieder stimmungsvoll in der Adventszeit beleuchtet. Die Grimmaer Kindereinrichtungen gestalten Märchenhütten (ca. 1x1 Meter), die mit einer Acrylglasscheibe versehen sind. Im Inneren wird eine Szene aus einem bekannten Märchen mit Puppen und Pappmaché gezeigt.

Entdeckungen im Advent
Einzelhändler der Altstadt sind dazu aufgerufen, sich Gedanken zu machen, die Bräuche und Symbole der Adventszeit optisch in Szene zu setzen. Bei einem Bummel mit der Familie erfährt man, warum eigentlich ein Schwibbogen aufgestellt wird, was die Heiligen drei Könige mit der Geburt Christi zu tun haben oder weshalb die Schuhe vor dem Nikolaustag auf Hochglanz poliert werden.

Grimma sucht den besten Stollen
Bürgerinnen und Bürger aus dem Grimmaer Gemeindegebiet sowie ortsansässige Bäcker, welche noch selber backen und produzieren, sind aufgerufen, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen. Der traditionelle Stollenwettbewerb wird in diesem Jahr aufgezeichnet. Die Jury, bestehend aus Oberbürgermeister Matthias Berger, Schauspieler Thorsten Wolf und Radio-Moderatorin Katja Möckel, kürt am 6. Dezember  den besten „Grimmaer Weihnachtsstollen“.

Vier Kerzen
Am Adventskranz brannten vier Kerzen. Draußen lag Schnee und es war ganz still. So still, dass man hören konnte, wie die Kerzen miteinander zu reden begannen.

Die erste Kerze seufzte und sagte: "Ich heiße FRIEDEN. Mein Licht gibt Sicherheit, doch auf der Welt gibt es so viele Kriege. Die Menschen wollen mich nicht." Ihr Licht wurde kleiner und kleiner und verglomm schließlich ganz.

Die zweite Kerze flackerte und sagte: "Ich heiße GLAUBEN. Aber ich fühle mich überflüssig. Die Menschen glauben an gar nichts mehr. Was macht es für einen Sinn, ob ich brenne oder nicht?" Ein Luftzug wehte durch den Raum, und die zweite Kerze verlosch.

Leise und sehr zaghaft meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort: "Ich heiße LIEBE. Mir fehlt die Kraft weiter zu brennen; Egoismus beherrscht die Welt. Die Menschen sehen nur sich selbst, und sie sind nicht bereit, einander glücklich zu machen." Und mit einem letzten Aufflackern war auch dieses Licht ausgelöscht.

Da kam ein Kind ins Zimmer. Erstaunt schaute es die Kerzen an und sagte: "Warum brennt ihr nicht? Ihr sollt doch brennen und nicht aus sein." Betrübt ließ es den Blick über die drei verloschenen Kerzen schweifen.

Da meldete sich die vierte Kerze zu Wort. Sie sagte: "Sei nicht traurig, mein Kind. So lange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen immer wieder anzünden. Ich heiße HOFFNUNG."

Mit einem kleinen Stück Holz nahm das Kind Licht von dieser Kerze und erweckte Frieden, Glauben und die Liebe wieder zu Leben.

Meine liebste Weihnachtsgeschichte
In der Kirche Groitzsch findet in diesem Jahr wieder „Meine liebste Weihnachtsgeschichte“ statt. Am 18.12. um 19.30 Uhr werden 4 Weihnachtsgeschichten gelesen. Seit über 10 Jahren tragen u.a. der Bürgermeister und wechselnde andere Lesende, wie die ehemalige Chefin der Bücherstube Groitzsch, der Direktor der Grundschule oder der verstorbene Leipziger Pfarrer Christian Führer ihre liebsten Geschichten zur Advents- und Weihnachtszeit für Groitzsch vor. Stimmen Sie sich in diesem Jahr mit Bürgermeister Maik Kunze, Ute Plescher aus Groitzsch, Kathrin Kroschk aus der Stadtbibliothek und dem Superintendent Jochen Kinder aus Borna auf die besinnlichen Tage ein.

Der Weihnachtsmann kommt ins Kino
Das letzte kommunale Kino in Sachsen öffnet am Heiligabend vormittags seine Pforten für die Kinder. Der Weihnachtsmann begrüßt sie auf die übliche Weise und hat natürlich in seinem Sack auch die entsprechenden Süßigkeiten parat. Im Anschluss können die Kleinen dann im Kino einen Weihnachts-Kinderfilm erleben. Für Kinder ist der Eintritt frei, begleitende Erwachsene (Papa, Oma, Opa) zahlen einen ermäßigten Obolus. Aus Gründen des Infektionsschutzes muss dieses Event in diesem Jahr leider entfallen. Dafür ist geplant, in der Woche nach Weihnachten eine Kinderfilmwoche anzubieten.

Die Termine für die Advents- und Weihnachtsmärkte in der Region Leipzig werden voraussichtlich im August 2021 auf dieser Seite veröffentlicht.