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Erdgeschichte in der Region Leipzig

Auf den Spuren des Supervulkanismus

Supervulkane mitten in Sachsen? Keine Sorge, die sind bereits vor Millionen von Jahren erloschen. Doch ihr Wirken lässt sich noch heute eindrucksvoll nachvollziehen – am besten im Geopark Porphyrland. Steinreich in Sachsen, der erstaunliche Einblicke in die Erd- und Kulturgeschichte offenlegt.

Steinreich ist das Land östlich der Stadt Leipzig zwischen den Hohburger Bergen, dem Collm bei Oschatz und dem Rochlitzer Berg. Der Abbau von Rohstoffen, wie Kaolin und Porphyr, prägt als wichtiger landschaftsformender Wirtschaftszweig bis heute die Region. Die faszinierende Geologie dieser Landschaft ist Zeugin einer Folge explosiver Vulkanausbrüche gigantischen Ausmaßes vor etwa 290 Millionen Jahren. Im Geopark Porphyrland sind die Geschichte des Steinabbaus, die bis heute anhaltende Bedeutung des Kaolins für die Herstellung alltäglicher Dinge wie Keramik, Papier und Kosmetik für große und kleine Geologiebegeisterte zu erleben.

Flyer "Auf den Spuren von Lava und Eis"

Wer sich einen Überblick zu den geotouristischen Angeboten und Veranstaltungen in der Region Leipzig verschaffen möchte, erhält mit dem Prospekt "Auf den Spuren von Lava und Eis" eine gute Orientierungshilfe. Der Flyer ist in den Tourist-Informationen Leipzig und Umgebung sowie in allen Geoportalen des Geoparks Porphyrland erhältlich.

Besucherzentren des Geoparks Porphyrland. Steinreich in Sachsen

Geopark Porphyrland

Nationale Geoparks dienen der Erhaltung, Bewahrung, Präsentation und Information des geologischen Erbes. Sie vermitteln Wissen über die Zusammenhänge im Erdinneren und an der Erdoberfläche, über Geophysik, Geologie, Mineralogie, Paläontologie, Bodenkunde, aber auch über Industriekultur, Botanik und Meteorologie. In Deutschland tragen 17 Geoparks das Prädikat »Nationaler Geopark« – seit 2014 auch der Geopark Porphyrland. Steinreich in Sachsen.

Geoportale - Fenster zur Zeitgeschichte

Wer die Spuren der Vergangenheit lesen, die Auswirkungen auf die Gegenwart verstehen und Ansätze für die Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft erfahren will, ist in den Geoportalen im Porphyrland genau richtig. Die Portale sind gleichermaßen Besucherzentrum und Ausgangspunkt für Entdeckungsreisen in die Umgebung zu Geotopen oder Sehenswürdigkeiten. Die Besucherzentren laden regelmäßig zu geführten Wanderungen, Erlebnisspaziergängen, Geocaching, Rad- und Bootstouren, aber auch zu Vorträgen und Workshops ein.

Geoportale

Individuelle Entdeckertouren

Georoute "Kleiner Berg" - Hohburg

Die leichte, 3 Kilometer lange Waldwanderung mit kurzem steilen Aufstieg bringt Sie zu einem der 77 Nationalen Geotope, den Wind- und Gletscherschliffen am „Kleinen Berg“, sowie zum ehemaligen Kaolintagebau.

Georoute Bergbaupfad - Hohburg

Start und Ziel des 7 Kilometer langen Bergbaupfades ist das Museum Steinarbeiterhaus Hohburg. Schautafeln informieren über die Entstehung des Quarzporphyrgesteins und die Geschichte des Steinbruchs.

Georoute "Weg zum Kaolin" - Mügeln

Der knapp 6 Kilometer lange Rundweg verknüpft die multimediale „Erlebniswelt Kaolin“ mit dem Aussichtspunkt in den Kaolintagebau. Unterwegs informiert er über die Kultur- und Industriegeschichte der Stadt Mügeln.

Georoute "Weg der Steine" - Grimma

Beginnend an der Pöppelmannbrücke in Grimma führt der Weg über den Rabenstein nach Höfgen und schließlich über die Steinklippen bis Förstgen. Auf 8 Kilometern sind 28 Steinstationen wie Steinwegweiser, Sitzsteine und Skulpturen zu bestaunen.

Porphyrlehrpfad "Rochlitzer Berg" - Rochlitz

Auf einer Länge von 2,7 Kilometern vermittelt der Porphyrlehrpfad Wissen über die Entstehungsgeschichte des Rochlitzer Berges und Porphyrgesteins, die Abbaumethoden, das Leben sowie die Arbeit der Steinmetze und interessante geschichtliche Hintergründe.

Geopfad Markkleeberger und Störmthaler See

16 übermannshohe Stelen, die am Markkleeberger und Störmthaler See errichtet wurden, geben einen Einblick in die Erdgeschichte, welche zu Zeiten des Braunkohleabbaus im Tagebau Espenhain offengelegt wurde.