Panoramaansicht des Schloss Hubertusburg in Wermsdorf mit Teilen des Schlossparks im Vordergrund, Kultur, Sehenswürdigkeiten
historisch gekleidete Personen mit traditionellen Waffen stellen einen Gefechtsmarsch zur Völkerschlacht nach, Kultur
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Re:Orient ? Die Erfindung des muslimischen Anderen

Sonderausstellung

Es war einmal, es war keinmal. Zu Beginn wirkt alles unschuldig, bezaubernd sogar. Märchen aus 1001 Nacht: Der Duft von Moschus und die Autorität von Sultanen. Basare, auf denen noch Wunderlampen und fliegende Teppiche zu erwerben sind. Im Harem sitzen Frauen in paradiesischer Umgebung. Diese Worte dürften wohl ausreichen, um bei den meisten Menschen die Fantasie vom „Orient“ anzuregen. Neben diesen romantischen Beschreibungen schwingt in vielen Erzählungen auch oftmals die Gefahr, welche von muslimischen Menschen ausgeht, mit. Liegen hier bereits die Wurzeln für eine Sprache, welche alle Muslime unter den Verdacht der „sexuell übergriffen Messermigranten stellt“? Die Ausstellung verfolgt die historischen Vorbilder und aktuellen Auswirkungen eines antimuslimischen Rassismus.

Wie konnten so unterschiedliche Beschreibungen zwischen romantischer Verklärung und der Vor­stellung über äußerste Brutalität entstehen und wie gehen muslimisch konnotierte Menschen und die sogenannte Mehrheitsgesellschaft heute damit um? Auf ver­schiedenen Wegen will sich die Ausstellung diesen Fragen stellen und den Besucher*innen Antwortmöglichkeiten oder weiterführende Fragestellungen vermitteln. „Re:Orient – Die Erfindung des muslimischen Anderen“ ist eine Reorientierung hin zu dem, was im Schauen auf „die Anderen“ allzu häufig ungesehen bleibt.

In Kooperation mit dem
Verband binationaler Familien und Partnerschaften, iaf e.V. - GS Leipzig

Credits: Isra Abdou, HIRE ME
Credits: Isra Abdou, HIRE ME

Informationen

Veranstaltungsort

GRASSI Museum für Völkerkunde
Johannisplatz 5-11
04103 Leipzig
Telefon +49 (0)351 49142000
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