Burg Mildenstein auf dem Berg, die Mulde und Waldgebiet im Vordergrund, Sehenswürdigkeiten, Ausflugsziel, Wasserwandern, Aktivurlaub, Radfahren, Wandern
Segelboothafen mit Bootssteg in der Dämmerung, Urlaub, Ausflugsziel, Segeln
Zwei Personen wandern auf einem Waldweg durch den Forst, Aktiv
Döllnitzbahn steht auf den Gleisen und Radfahren laufen nebenher, Familienausflug, Aktivurlaub, Industriekultur, Radwandern
Blick auf den Steinbruch und die Bergkirche Beucha, Sehenswürdigkeiten, Freizeit
Ein Pärchen mit Kind auf der Burg Düben, Vater zeigt auf etwas, Ausflugsziel, Familienausflug, Urlaub
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Wermsdorf

Wälder, Schlösser und Seen

Fahrradfahrer fahren auf einer Wiese mit der Hubertusburg im Hintergrund, Radwanderwege, Sehenswürdigkeiten
© TMGS

Die heutige Bekanntheit über die Landesgrenzen Sachsens hinaus verdankt Wermsdorf, das 1206 erstmals urkundlich erwähnt wurde, seinen landschaftlichen Reizen und der interessanten, durch die sächsische Geschichte geprägten Historie. Bereits die Sächsischen Herrscher, so auch August der Starke, erholten sich in Wermsdorf. Seit 2004 trägt Wermsdorf nun offiziell das Prädikat „Staatlich anerkannter Erholungsort". Hier kann man sich königlich erholen und dabei ein vielfältiges Angebot nutzen.

Das Gemeindegebiet liegt im südwestlichen Teil des Landkreises Nordsachsen. Einschließlich seiner Ortsteile Calbitz, Collm, Gröppendorf, Lampersdorf, Liptitz, Luppa, Mahlis, Malkwitz, Wadewitz und Wiederoda umfasst die Gemeinde eine Fläche von 105 km². Einen großen Teil davon nehmen Wald- und Wasserflächen ein.

Vielfältige archäologische Funde belegen: Wermsdorf und seine Umgebung waren bereits Siedlungsgebiet von Menschen der Stein-, Bronze- und Eisenzeit. Das im westlichen Wermsdorfer Wald entstandene Kulturlandschaftsmuseum am Kirchenteich lädt mit anspruchsvoll gestalteten Schautafeln in eine 3200 Jahre währende Zeitreise in die Vergangenheit ein. Die jährlich im Sommer stattfindenden Ausgrabungen vervollkommnen schrittweise die Geschichte des Siedlungsgebietes.

Besonders beeindruckend ist die Kulisse der beiden Wermsdorfer Schlösser. Das Alte Jagdschloss wurde von 1607 bis 1610 durch Christian II. errichtet und von 1617 bis 1626 von Kurfürst Johann Georg I. im Stil der Deutschen Renaissance um- und ausgebaut. Unter dem Baumeister Simon Hoffmann entstand eine Dreiflügelanlage mit einem achteckigen Treppenturm und kunstvollen Sandsteinarbeiten. Heute befinden sich im Alten Jagdschloss die Gemeindeverwaltung, die Touristinformation und ein Kulturzentrum. Die historischen Stallungen werden vom Schlossgestüt genutzt.

Die königlich-kurfürstliche Schlossanlage Hubertusburg wurde von 1721 bis 1724 auf Befehl August des Starken errichtet. Baumeister wie Ch. Naumann, J. Ch. Knöffel und J. H. Schwartze gaben der Anlage ihre Gestalt. Als Meisterwerk des Dresdner Barocks zählt sie zu den größten Jagdschlossanlagen Europas und war einst das größte Landschloss Sachsens. Zudem war es nicht nur Schloss - sondern sächsisches Residenzschloss. Die „Glanzzeit" der Hubertusburg nahm im Siebenjährigen Krieg ein jähes Ende. 1761 wurde sie restlos von preußischen Truppen geplündert. Nur die katholische Kapelle blieb vollständig erhalten. Durch den „Frieden von Hubertusburg", der 1763 den Krieg beendete, ging das Schloss in die europäische Geschichte ein. Heute erzählen zwei sehenswerte Ausstellungen im Schlossgelände, die 2007 vollständig restaurierte katholische Kapelle, die Königsloge, der restaurierte Ovalsaal und ein 2011 errichteter Schautafel-Rundgang die Geschichte des einstigen Residenzschlosses eindrucksvoll.

Eine Ausstellung der besonderen Art im Schloss Hubertusburg, erzählt die Lebensgeschichte von Karl-Hans Janke, einem Patienten der psychiatrischen Abteilung des Krankenhauses auf Schloss Hubertusburg mit unzweifelhafter technischer Begabung, einem Künstler und Konstrukteur. Der betreuende Verein Rosengarten e. V.  präsentiert Zeichnungen, Modelle und Briefe, kurzum die wunderbare Welt des Karl Hans Janke.

Wermsdorf ist nicht nur wegen seiner Schlösser eine Reise wert. Erst der den Ort umgebende Wald schafft die nötige Atmosphäre für Erholung und Entspannung. Die ausgedehnten Waldflächen nehmen mehr als die Hälfte des Gemeindegebietes ein. Der Wermsdorfer Wald lädt vor allem zum Wandern, Radfahren und Reiten ein. August der Starke ließ den Wald  durch seinen Stadthalter zur Parforcejagd (Hetzjagd) einrichten. Diesem Umstand verdanken wir das außergewöhnliche Wegenetz des Wermsdorfer Waldes. Die bis heute erhaltene Wegeeinteilung ist Grundlage für ein gut ausgeschildertes Netz von Wanderwegen, mit ausreichend Sitzgruppen und Rastplätze.

Zum Zwecke der Fischzucht wurden rund um den Ort 26 Teiche künstlich angelegt. Vor etwa 500 Jahren ließ man in Bachniederungen Dämme aufschütten, vor denen sich das Wasser staute. Gemeinsam mit dem Wermsdorfer Wald versprechen die zahlreichen Teiche Natur pur.

Am berühmtesten Wermsdorfer See, dem Horstsee, findet alljährlich am zweiten Oktoberwochenende das größte Binnenfischerfest Deutschlands, das Horstseeabfischen mit der amtierenden Fischkönigin und August dem Starken statt. Das Volksfest ist ein Anziehungspunkt für zehntausende Gäste aus nah und fern. Besucher können den traditionellen Fischzug bestaunen, sich den Duft von frischer Räucherware um die Nase wehen lassen, fangfrischen Fisch mit nach Hause nehmen oder einfach alles vor Ort probieren. Außerdem sorgen rund 100 Händler, Schausteller mit kleinen und großen Fahrgeschäften sowie ein großes Festzelt mit einem bunten Programm für Jedermann für eine tolle Stimmung.

Einzigartige Traditionsfeste haben sich im gesamten Gemeindegebiet entwickelt. So findet jedes Jahr das Neujahrsbaden im Naturbad Luppa, die Schlössernacht in Wermsdorf, der Heiratsmarkt in Collm, das Parkfest in Calbitz, die Ritterfestspiele in Mahlis, das Badewannenrennen in Malkwitz, das Mühlenfest in Luppa, und vieles mehr statt. Ein besonderer Höhepunkt im Veranstaltungskalender der Gemeinde ist die jährlich im September stattfindende Traditions-Schleppjagd Bei diesem Ereignis, welches ganz im Sinne von August dem Starken stattfindet, kommen nicht nur Pferde- und Hundeliebhaber auf ihre Kosten. Mit dem Pferd über Hindernisse, mit dem Wagen daran vorbei, immer der Hundemeute nach, mit einer zünftigen Jagdpause und einem Halali auf dem Hof der Hubertusburg erleben Aktive und Schaulustige einen unvergesslichen Tag.

In der vorweihnachtlichen Zeit erwartet den Besucher ein außergewöhnliches Spektakel rund um die Gans und alle anderen Dinge die Weihnachten perfekt machen direkt auf der Gänsefarm Eskildsen. Auf über 1.000 m² finden Sie in gemütlicher Atmosphäre sowohl lebende als auch geschlachtete Gänse, Gänseköstlichkeiten aller Art, frischen Karpfen und Fischspezialitäten, Brot, Kräuter, Saft und Glühwein, Wildspezialitäten, Kunstgewerbe, Weihnachtsschmuck sowie Tannenbäume. Vor allem die Erzeugnisse regionaler Anbieter finden Sie im Gänsemarkt Eskildsen. Zudem ist für das leibliche Wohl in ausreichender Form gesorgt und Sie können sich bereits vor Ort einen guten Gänsebraten schmecken lassen.

Ein weiteres beliebtes Ausflugsziel ist der Collm, der wohl älteste Berg Sachsens, mit seinem Albertturm (Aussichtsturm). Mit seiner Höhe von 312 m ist der Collmberg die markanteste Erhebung im nordsächsischen Tiefland. Im Jahr 1865 war der Collm eine wichtige Station der mitteleuropäischen Gradmessung, auf der Südseite des Turmes erinnert ein säulenförmiger Granitpfeiler an dieses Ereignis. Vom hiesigen Albertturm genießt man einen weitreichenden Rundblick über die Region und den Wermsdorfer Forst. Idyllisch am Fuß des Berges gelegen, finden Sie den Ortsteil Collm. Auf dem Friedhof im Zentrum des Ortes steht Sachsens älteste Linde. Sie ist stolze 18 Meter hoch, hat einen Stammumfang von 11 Meter und ist über 1.000 Jahre alt. Unter dieser Linde sprach man im Mittelalter Recht und Martin Luther soll sich hier ausgeruht haben.

Das Naturbad Luppa ist eine Oase für Schwimmer, Surfer und Angler. Erholungssuchende finden hier, neben dem klaren Wasser, auch Möglichkeiten zum Wassertreten und Bootfahren. Sehenswert ist außerdem die Bockwindmühle in Luppa, die liebevoll vom örtlichen Heimatverein gepflegt und betreut wird.

Im Ortsteil Kötitz hat der örtliche Heimatverein in Zusammenarbeit mit vielen Helfern und Künstlern des Künstlergutes Prösitz den „Kötitzer Skulpturenpark" gestaltet. Neben zwei Teichen und einem sehr alten Baumbestand findet man in dem langgestreckten Park auch mehrere moderne Ziegel- Skulpturen.

Die zahlreichen Gasthöfe und Restaurants in der Gemeinde Wermsdorf tragen mit ihren kulinarischen Genüssen, vor allem regionale Fisch-, Gänse- und Wildspezialitäten, und einem innovativem Ambiente zum körperlichen Wohlbefinden entscheidend bei. Fleißige und gastfreundliche Einwohner sind stolz auf das Geschaffene. Sie freuen sich auf alle Gäste, ganz gleich ob sie in einem Hotel, einer Pension Quartier nehmen oder als Tagestourist Wermsdorf besuchen.

Für weitere Informationen oder individuelle Angebote steht Ihnen die Touristinformation Wermsdorf zur Verfügung und vermittelt Ihnen Führungen, Unterkünfte und Veranstaltungskarten.

Informationen

Ort Tourist-Information Wermsdorf
Altes Jagdschloß 1
04779 Wermsdorf
Telefon 034364 81132
Fax 034364 81131
Web Website besuchen
E-Mail E-Mail senden
Panoramaansicht des Schloss Hubertusburg in Wermsdorf mit Teilen des Schlossparks im Vordergrund, Kultur, Sehenswürdigkeiten
© W. Siesing
Rennende Pferde mit Reiter im Innenhof der Hubertusburg, Ausflugsziele
© A. Schmidt
Innenhof des Alten Jagdschloss Wermsdorf mit Bäumen und Pferden, Sehenswürdigkeit
© GV Wermsdorf
Innenhof des Alten Jagdschlosses Wermsdorf, Kultur, Sehenswürdigkeiten
© W. Siesing
Horstsee mit begrüntem Ufer im Hintergrund, Freizeit, Angeln
© A. Schmidt
© Thomas Bichler
Hintergrundbild Anfahrt

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