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Sächsisches Obstland

Mitten in Sachsen liegt eine Region, die nicht nur wegen ihrer lieblichen Hügellandschaft und ihrer kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten gern besucht wird – das sächsische Obstland. Viele der Attraktionen hier sind im wahrsten Sinne des Wortes "in aller Munde", denn hier befinden sich zahlreiche weitläufige Obstplantagen, deren Produkte weit über Sachsen hinaus begehrt sind.

Zwischen Leisnig, Grimma und Mügeln reifen unter günstigen klimatischen Bedingungen jedes Jahr prächtige Äpfel, Birnen, Quitten, Pflaumen, Süß- und Sauerkirschen, Erdbeeren, Johannisbeeren und Himbeeren in großer Menge. Unter dem Namen "Sachsenobst" werden diese Früchte sowie Produkte aus ihnen, vor allem Fruchtsäfte und Obstweine, erfolgreich vermarktet.

Im Sächsischen Obstland entdecken und vor allem genießen Sie die leckere Seite der Region Leipzig!

Obstland-Route

Historisches zum Obstland

Hier hat Obstanbau Tradition – seit dem Mittelalter

Die Ursprünge des Obstanbaus in Sachsen reichen bis ins Mittelalter zurück. In Klostergärten wurden schon seit dem 12./13. Jahrhundert Obst-, Gemüse-, Gewürz- und Heilpflanzen kultiviert. Von hier aus fanden sie den Weg in die Gärten von Bauern und später sogar Städtern.

In der Region Leipzig befanden sich mehrere Klöster des Zisterzienser-Ordens, von denen sich einige besonders einflussreiche in der Gegend des heutigen Obstlandes konzentrieren. Zu ihnen gehören die bekannten Klöster Buch bei Leisnig und Nimbschen bei Grimma, aber auch das Kloster Marienthal in Sornzig, das 300 Jahre lang eine religiöse Heimstatt von Zisterzienser-Nonnen war.

Nach der Säkularisierung des Klosters im Zuge der lutherischen Reformation in der Mitte des 16. Jahrhunderts wurden die Sornziger Anlagen als landwirtschaftliches Klostergut weiter bewirtschaftet. Seither förderten die sächsischen Kurfürsten – zuerst Kurfürst August und Kurfürstin Anna – den sächsischen Obstbau nachhaltig per Staatserlass. 1892 erwarb Dr. Ludolf Colditz das Klostergut Sornzig und begründete hier die Tradition des modernen Plantagen-Obstbaus. 1895 ließ er die Klostergärtnerei als GmbH eintragen. Im gleichen Jahr gründete sich in Sornzig ein Obstbauverein.

1900 zählt man allein in Sornzig mit Lichteneichen 8.340 Obstbäume, davon 5.382 Apfelbäume, 754 Birnbäume, 1.414 Pflaumenbäume und 790 Kirschbäume. Eine umfangreiche Baumschule entstand, die auch mit Neuzüchtungen auf sich aufmerksam machte. Obstbäume und Früchte aus Sornzig wurden in ganz Deutschland bekannt und begehrt. 

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde der Obstbau in Sornzig und Umgebung auf genossenschaftlicher Basis fortgesetzt. 1966 schlossen sich die Genossenschaften in Ablaß, Dürrweitzschen, Leisnig und Sornzig zur Kooperationsgemeinschaft "Sachsenobst" zusammen. Anfang der 70er Jahre wurde die Landwirtschaft in der Region nahezu vollständig auf den intensiven Obstbau umgestellt. Damit etablierte sich das "Obstland" als eines der fünf Haupt-Obstbaugebiete zwischen Ostsee und Erzgebirge.

Seit 1991 setzt die Obstland Dürrweitzschen AG, die im Zusammenhang mit der Reprivatisierung genossenschaftlichen Eigentums aus der LPG Obstproduktion Dürrweitzschen hervorging, die mehr als 800 Jahre alte Obstbautradition der Region auf mehr als 1.500 Hektar Obstanbaufläche fort. Ihre frischen und flüssigen Obst-Erzeugnisse präsentiert sie unter der Produktmarke "Sachsenobst" und wirbt erfolgreich für sie mit dem Slogan "So schmeckt Natur".

Im "Obstland" erleben und genießen Sie die umweltschonenden und naturnahen Anbaumethoden der sächsischen Obstbauern auf den modernen und großflächigen Plantagen

Geschichte erleben im Sächsischen Obstland

Leckeres Sachsenobst

Obstbaum bei Leisnig ©Wolfgang Siesing