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Der Tierstimmensammler oder Das Lied der Scheuen Stockente
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- Kino/Film

Wissenschaftskino
Der Tierstimmensammler oder Das Lied der Scheuen Stockente
Tragikomödie (Ukraine 2019, 104 Min, Regie: Antonio Lukitsch, FSK 14)
Filmvorführung und Gespräch
Mit Liza Walther (Mitarbeiterin am GWZO Leipzig und Oseredok Leipzig e. V.) und Dr. Timm Schönfelder (Wissenschaftlicher Mitarbeiter am GWZO Leipzig)
In Kooperation mit dem Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO), dem Verein Oseredok Leipzig e. V. und dem Referat Wissenspolitik der Stadt Leipzig
Eintritt frei

Im Mittelpunkt des preisgekrönten ukrainischen Roadmovies „Der Tierstimmensammler oder Das Lied der Scheuen Stockente“ (Originaltitel: „Moji dumky tychi“) steht eine skurrile Mutter-Sohn-Reise voller Tragikomik und leiser Töne. Ein kanadischer Videospielproduzent bietet dem über zwei Meter großen, aber unsicheren Kiewer Sounddesigner Vadym die Chance seines Lebens: Er soll Tierstimmen in Transkarpatien aufnehmen. Gelingt es ihm, den seltenen Gesang der Scheuen Stockente einzufangen, winken ein Sonderhonorar und eine Festanstellung in Kanada. Da Vadym nicht Auto fahren kann, unternimmt er die Reise zusammen mit seiner Mutter Halyna, einer Taxifahrerin. Was als Zweckgemeinschaft beginnt, wird zur emotionalen Zerreißprobe.

Gedreht in einer Zeit vor dem russischen Angriffskrieg löst der Film heute einen Perspektivwechsel aus: Welches Bild der Ukraine vermittelt dieser Film in seinem Entstehungsjahr 2019 – und wie blicken die Menschen in Leipzig heute auf ein Land, das seit 2022 von russischen Angriffen erschüttert wird? Wie verändert der anhaltende Krieg ihre Wahrnehmung und welche Folgen hat die Zerstörung nicht nur für Menschen und Städte, sondern auch für Naturräume, Kunst und kulturelles Erbe? Im Anschluss an den Film gehen der Historiker Dr. Timm Schönfelder (GWZO) und die Historikerin Liza Walther (GWZO und Oseredok Leipzig e. V.) diesen Fragen nach und kommen mit dem Publikum ins Gespräch.

Dr. Timm Schönfelder ist Historiker und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Leibniz Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO) in Leipzig. In der Abteilung „Mensch und Umwelt“ forscht er schwerpunktmäßig zur Umwelt-, Technik- und Tiergeschichte Ostmittel- und Osteuropas.

Liza Walther, M.A. ist Historikerin und seit 2026 Mitarbeiterin im GWZO-Projekt „Erinnern im Exil: Ukrainische Perspektiven auf die Transformationszeit nach 1991“. Darüber hinaus engagiert sie sich als Mitbegründerin und Vorstandsvorsitzende im deutsch-ukrainischen Kultur- und Bildungsverein Oseredok Leipzig e. V.

Wissenschaftskino
Leipziger Forschungseinrichtungen laden regelmäßig zur Reihe „Wissenschaftskino“ in das Zeitgeschichtliche Forum Leipzig ein, bei dem aktuelle gesellschaftliche und wirtschaftliche Fragen mit einem Film und anschließendem Gespräch beleuchtet werden.

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**Zeitgeschichtliches Forum**

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