Mit TRACKS geht ein neues Festival für das Freie Musiktheater in Leipzig an den Start. Dabei bietet TRACKS nicht nur ein Show Case von drei abendfüllenden Projekten, sondern auch eine Bühne für Kurzperformances junger Teams und Musiker*innen, Installationen, Videos und Konzerte, als auch ein Vernetzungs-Café und Workshops. Erleben Sie am 24. und 25.09.24 geballt an einem Ort ganz unterschiedliche Ansätze im Freien Musiktheater, von zeitgenössischer Musik und Elektronik über Live-Komposition bis hin zur Dokumentar-Oper. Für Klassik-Freunde, Free Jammer, Elektro-Liebhaber als auch Fachleute der zeitgenössischen Musik ist etwas dabei. Am zweiten Festivaltag, 25.09.24, steht alles im Zeichen des gemeinsamen Gedankenaustausches und einer großen Abschluss-Performance für alle. Programm: 16:00 Uhr, Begrüßung, Bühne der Cammerspiele 16:30-18:30 Uhr, Gedankenspiel "Create the Change - Ein Zentrum für das Freie Musiktheater Leipzig" Die Freie Musiktheater-Szene ist noch heimatlos. Es fehlt an einem festen Ort, wo sich Musiker*innen und Kollektive treffen und ihre Projekte gebündelt zeigen können. Was bräuchte es für solch ein Zentrum? Wer könnte ein spannender Kooperationspartner sein? Beim Workshop dabei sind u.a. Vertreter*innen der Oper Leipzig, des CCT der Uni Leipzig, der Schaubühne Leipzig, des Netzwerks für freies Musiktheater und natürlich die Künstler*innen von TRACKS. Kommen Sie mit uns ins Gespräch! Teilen Sie mit uns Ihre Gedanken und entwerfen Sie ein Zentrum für das Freie Musiktheater. 18:30 Uhr Öffentliche Präsentation der Ergebnisse des Gedankenspiels 19:30 Uhr, Missa Nigra Eine apokalyptische Konzert-Inszenierung mit der Musik Friedrich Schenkers, von gem Mit der Aufführung der "Missa Nigra" des Leipziger Komponisten Friedrich Schenker , setzten sich die Künstler*innen des Projekts mit einem instrumentalen Theater auseinander , dass die Entwicklung taktischer Atombomben zum Anlass nimmt, eine dystopische Totenmesse zu veranstalten. Die Künstler*innen machen in dieser Produktion auch auf den in der DDR wirkenden Komponisten aufmerksam und zeigen dessen Aktualität im Kontext heutiger Konflikte. Die Missa Nigra (schwarze Messe) wird als apokalyptisch skurrile Totenmesse inszeniert, deren Sprengkraft sich durch ihre Nonkonformität und dystopischen Warnung äußert. Durch die szenische und sprachliche Beteiligung der Musiker*innen sowie deren Kostüme und umfangreichen Spieltechniken nutzt das Stück alle Möglichkeiten des instrumentalen Theaters. Das keinesfalls trauernde Stück erschafft auf skurrile Art immer neue Formen des sozialen Zusammenhaltes. Es entstehen Tänze , Militärparaden und religiöse Szenen, die gebrochen und durch aufgebrochene Zitate zersetz werden. 21:00 Uhr Free Jam Session der Musiker*innen von TRACKS