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title: "„Nationales Geotop“ Gletscherschrammen und Gletscherschliffe am Kleinen Berg Hohburg"
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„Nationales Geotop“ Gletscherschrammen und Gletscherschliffe am Kleinen Berg Hohburg
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- Geotop

Drohnenbild auf das Nationale Geotop "Gletscherschliffe auf dem Kleinen Berg Hohburg"

Blick auf Felsen mit mutmaßlichem Gletscherschliff (rote Pfeile)

Nationales Geotop Gletscherschliffe auf dem Kleinen Berg Hohburg - Detailaufnahme von Klüftung und Flechten

Nationales Geotop "Gletscherschliffe" auf dem Kleinen Berg Hohburg: Dichter Bewuchs mit Flechten im Detail

Auf dem Felsmassiv aus Quarzporphyr entdeckte Carl Friedrich Nauman 1844 markante Rillen im Gestein, die er als Relikte großer Eisbewegungen interpretierte

 Der Aufschluss des Hohburger Quarzporphyrs mit Saale-/Elster-Gletscherschliffen entstand in den Kaltzeiten des Pleistozäns vor rund 150.000 Jahren. Mächtige Skandinavien-Gletscher – hier noch mit einer Höhe von 300 Metern - überfuhren die Hohburger Berge. **Das mitgeführte Geröll hinterließ auffällige Gletscherschrammen**. Die **exponierten Felsflächen wurden durch Geschiebelehm poliert (Gletscherschliffe)** . Gemeinsam mit den Windschliffen am Naumann-Heim-Felsen ist das Areal als **Nationales Geotop** ausgezeichnet. 

Vor 180 Jahren fielen Geologen diese Phänomene auf. Sie konnten sich aber Gletscher aus Skandinavien, die Schlamm und exotische Gerölle nach Sachsen transportierten, nicht vorstellen. Während Carl Friedrich Naumann (1844) an eine große Flut („petridelaunische Fluth“) glaubte, erkannte Charles Adolphe Morlot die Ursache. Funde am nahegelegenen Spielberg (saalezeitliche Gletscherschliffe) unterstrichen seine Theorie. Die Gletscherschliffe auf dem Kleinen Berg wurden 1972 nach ihm als „Morlot-Schliffe“ benannt. 

Heute sind die angewitterten Schliffe am Kleinen Berg meist von Flechten und Moosen überzogen. Flechten bilden als Lebensgemeinschaft zwischen Pilzen und einzelligen Grünalgen/Cyanobakterien eine hochinteressante Lebensform. 

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LEIPZIG REGION

Gut zu wissen
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Öffnungszeiten

Das Nationale Geotop ist ganzjährig / ganztägig zugänglich.

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Anreise &amp; Parken

Anreise
Das Nationale Geotop ist nur zu Fuß auf der Georoute erreichbar.

Öffentliche Verkehrsmittel
Bus 672 verkehrt vom Bahnhof Wurzen (Zug / Bus) über Lüptitz - Hohburg bis nach Thammenhain.
Ausstieg an Haltestelle Hohburg, Linde
Von hier aus sind es bis zum Startpunkt der GeoRoute am Geoportal Museum Steinarbeiterhaus 300 Meter.
Der Bus verkehrt Montag bis Freitag und am Sonnabend.
Busfahrplan des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes (MDV).
Die Nutzung der App MOOVME des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes wird empfohlen.

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Autor:in

Geopark Porphyrland. Steinreich in Sachsen

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