Leipziger Jazznachwuchspreis: Alma Gröning mit Alou String Quartet (50. Leipziger Jazztage)
Ein groovendes Streichquartett? Das Alou String Quartet machts möglich – und verwandelt Jazz, Improvisation und zeitgenössische Kammermusik in einen unverwechselbar urbanen Sound. Mit Violinistin Alma Gröning, der diesjährigen Preisträgerin des Leipziger Jazznachwuchspreises der Marion-Ermer-Stiftung.
Groove, Rhythmus und Improvisation sind eher nicht die ersten Assoziationen, wenn von einem Streichquartett die Rede ist. Mit dieser produktiven Irritation spielt das Alou String Quartet um die Violinistin Alma Gröning, die in diesem Jahr mit dem Leipziger Jazzwuchspreis ausgezeichnet wird.
Trotz ihres noch jungen Alters kann sie bereits auf vielfältige musikalische Erfahrungen zurückblicken. So spielte sie während ihres Studiums der Jazzgeige an der HMT Leipzig unter anderem in der Salsa-Band Lukas y su Banda und einem Swing-Trio. Zudem arbeitet Gröning aktuell an einem Solo-Programm, das sie in Kürze auf die Bühne bringen wird.
Einen besonderen Platz inmitten ihres musikalischen Schaffens nimmt aktuell das Alou String Quartet ein. 2023 in Leipzig gegründet, hat sich das Ensemble seitdem mit zahlreichen internationalen Konzerten den Ruf als eine der aufregenden Stimmen der jungen urbanen Jazzszene entwickelt. In seinem Sound verwebt es die Spontanität und Dynamik des Jazz mit kammermusikalischer Sensibilität und einem feinen Gespür für zeitgenössische Arrangements. Zugleich aber gründet das musikalische Zusammenspiel der vier jungen Musiker:innen in weit mehr als nur einem ästhetischen Einverständnis: Vielmehr spiegelt sich darin eine besondere zwischenmenschliche Verbundenheit, die bereits im Rahmen des gemeinsamen Musikstudiums ihren Anfang nahm, und seitdem kontinuierlich gewachsen ist.
Nach Auftritten im Porgy & Bess Wien, im Birdland Hamburg, beim Detect Classic Festival und LeipJAZZig sowie einer China-Tournee führt der Weg des Alou String Quartets nun zurück nach Leipzig: mit dem Preisverleihungskonzert bei den Leipziger Jazztagen als einem weiteren Höhepunkt in der noch jungen Geschichte des Ensembles.
(Text: Luca Glenzer)






