Nach dem Erfolg von BANG BANG und LE VENT SE LÈVE im vergangenen Jahr schlägt Manuel Roque mit einer Uraufführung ein neues Leipziger Kapitel auf. In diesem Pas de deux dreht sich alles um den Kontakt mit einem anderen Menschen, um Vertrauen und Distanz, um Nähe und das Entstehen einer Beziehung. Ein sehr intimes Stück also, in dem Manuel Roque und Nils Levazeux miteinander, aufeinander zu und voneinander weg pendeln. Wie ein tanzendes Möbiusband oder die komplementären Hälften von Yin und Yang schwingen und rotieren sie, während sich ihre Konstellation und ihr Blick auf das Gegenüber unmerklich verändern. So tanzen sie Aufregung, Harmonie, Enthusiasmus und Reife als Stationen ihres Miteinanders. Während sie einander wie zwei Atome oder Planeten umkreisen, loten sie die Grenzen eines Gleichgewichts aus, das erst aus ihrer Präsenz Gestalt annimmt. Da wird jenseits von Gravitation und Schwerelosigkeit eine neue Form von Ewigkeit und Losgelöstheit erfahrbar, während das Paar seinen Flirt mit der Trance beginnt – präzise wie ein Uhrwerk und doch in jedem Augenblick vibrierend lebendig. Gleichzeitig hinterfragt SWEET RODEO als Ode an das Andere und die Anderen, wie wir instinktiv auf eine Begegnung reagieren: Öffnen wir uns oder schützen wir uns? Diese Metapher zeitloser, gemeinsam erlebter Schwingungen ist ein poetischer Aufruf zum Zuhören und zur Großzügigkeit.






