Leipzig gilt als Musikstadt – und wird hinsichtlich der kirchenmusikalischen Werke doch sehr stark ausschließlich mit Johann Sebastian Bach verbunden. Dabei haben auch seine Nachfolger im Amt des Thomaskantors die musikalische Identität der Stadt nachhaltig geprägt.
Namen wie Johann Friedrich Doles oder Johann Adam Hiller, beide zentrale Figuren des Leipziger Musiklebens in der zweiten Hälfte des 18.
Jahrhunderts, sind heute trotz ihrer bedeutenden Positionen weitgehend vergessen.
Doles wirkte gleichzeitig als Thomaskantor und Universitätsmusikdirektor und prägte damit die kirchenmusikalische Tradition Leipzigs. Johann Adam Hiller vereinte zwei Schlüsselpositionen in einer Person: Er war nicht nur Thomaskantor, sondern zugleich der erste Gewandhauskapellmeister – und verband damit kirchliche Tradition mit dem Aufbruch in ein bürgerliches Musikleben, das Leipzig zur europäischen Musikmetropole machte.






