Jüdisch, kunst(er)schaffend, inspirierend … 20 Porträts jüdischer Künstlerinnen aus Leipzig
Die Eröffnung dieser Ausstellung spiegelt bereits im Titel eine besondere Vielfalt von Perspektiven. Über ein sehr ungewöhnliches Ausstellungsformat wurden ausgehend von biografischen Texten und Forschungsarbeiten der Leipzigerin ELISABETH GUHR Porträt-Tafeln zu 20 jüdischen Künstlerinnen mit Leipzig Bezug erarbeitet. Sie erforscht zivilgesellschaftlich engagiert seit Jahrzehnten „Lebenszweige jüdischer Frauen“ mit Verbindungen zu Leipzig. Bisher wurde ein Bruchteil ihrer Arbeit in Form von Vorträgen und Textbeiträgen öffentlich. Aber die enorme Fülle ihrer Forschung blieb bislang „ungesehen“. Um diese so wertvollen dokumentarischen Materialien über jüdisches Leben in Sachsen/Leipzig öffentlicher und sichtbarer zu machen, erarbeitete die Frauenkultur Leipzig gemeinsam mit ihr innerhalb des sächsischen Themenjahres 2026 „Tacheles“ u.a. diese Ausstellung – die als Wanderausstellung konzipiert ist.
Zusammen mit der bildenden Künstlerin JELENA RADOSAVLJEVIC wurden die zum Teil sehr alten, gering-aufgelösten Fotografien der ausgestellten Künstlerinnen – deren Urheber/innenrechte oft nicht bekannt sind – künstlerisch nachempfunden – im Kontext der jeweiligen biografischen Einblicke bzw. des jeweiligen sozial-gesellschaftlichen Umfeldes. Ebenso entstanden Bildnisse einzelnen Künstlerinnen, zu denen gar keine fotografischen Materialien/Abbildungen existieren. So entstanden künstlerische Ausstellungstafeln – die über Sprache/Text und Gestaltung/Malerei/Zeichnung gesellschaftliche wie individuelle Begebenheiten jüdischen Lebens in Leipzig, in Deutschland öffentlich aufzeigen bzw. sichtbar machen.
Eröffnet wird die Ausstellung durch ELISABETH GUHR (Wort) und durch die exzellenten Musikerinnen FRIEDERIKE VON OPPELN-BORNIKOWSKI (Klarinette) und GAL LEVY (Gitarre)
Eintritt: Frei







