Museum im Stasi-Bunker geöffnet und Präsentation der Sonderausstellung "Geschützt - Gerettet - Saniert"

Ausstellung
Inmitten des Naherholungsgebietes "Lübschützer Teiche", 30 Kilometer östlich von Leipzig, befindet sich die ehemalige Ausweichführungsstelle (AFüSt) des Leipziger Stasi-Chefs. In diesem Bunker - gut versteckt und getarnt als Ferienanlage - hätte im Kriegsfall ein 100köpfiger Führungsstab aus Leipzig seine geheimpolizeiliche Tätigkeit fortgesetzt.
Im Zuge der Friedlichen Revolution wurde der Bunker entdeckt und steht seit 1996 Besuchern als Museum offen. Heute kann man erfahren, wie dieses unterirdische Bauwerk mit einem ausgeklügelten Versorgungs- und Nachrichtensystem genutzt werden sollte und welche weitreichenden Planungen die Stasi für den Ernstfall hegte.
Dafür werden an diesem Wochenende wieder von 13 - 16 Uhr öffentliche Rundgänge angeboten.
Im Besucherzentrum der Bunkeranlage wird die Sonderausstellung „Geschützt – Gerettet – Saniert. Kulturdenkmale der Landkreise Nordsachsen und Leipzig“ präsentiert. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit zwischen der Kulturstiftung Leipzig und dem Kulturraum Leipziger Raum. Über 200 Denkmale der beiden Landkreise werden in ihrer kulturhistorischen Bedeutung, mit Hintergrundinformationen und Anekdoten abgebildet und beschrieben.
Auch der ehemalige Stasi-Bunker steht mit all seinen original erhaltenen Gebäude und Anlagen unter Denkmalschutz. Wenngleich das unterirdische Gebäude weniger repräsentativ als Schlösser, Parks und Kirchen erscheint, besitzt auch die Bunkeranlage einen kulturhistorischen Wert, dessen Bau- und Nutzungsgeschichte ihn zu einem wichtigen Zeugnis der Geschichte macht.
Tipp: Im September 2026 feiert das Museum im Stasi-Bunker sein 30jähriges Bestehen. Anlässlich dieses Jubiläums werden rund um den Tag des offenen Denkmals zusätzliche Veranstaltungen und Besichtigungsmöglichkeiten angeboten werden.

Terminübersicht

Gut zu wissen

Organisation

Bürgerkomitee Leipzig e.V.

In der Nähe