WAS AN EMPFINDSAMKEIT BLEIBT

  • Kino/Film

BRD 2026, Dokumentarfilm, 91 min, FSK 16
Regie: Daniela Magnani Hüller · OmeU (Deutsch mit englischen Untertiteln)

Vierzehn Jahre nachdem die Filmemacherin als Jugendliche den versuchten Femizid eines Mitschülers überlebt hat, kehrt sie zu den prägenden Momenten und Menschen von damals zurück. In einer fragmentarischen, selbstreflexiven Erzählform nähert sie sich dem Erlebten erneut an und begegnet den Personen, die in den drei Jahren um die Tat für sie eine wichtige Rolle spielten: einer Lehrerin, einer ehemaligen Mitschülerin, einem Arzt, einem Staatsanwalt, einer Kommissarin, ihrer Halbschwester und einer Freundin in Brasilien. In den Gesprächen sucht sie nach deren Erinnerungen an die damaligen Situationen – und nach Antworten auf die Fragen, die sie all die Jahre begleitet haben. Es sind Erinnerungen voller Wärme und Zuversicht, aber auch von Kälte und Brutalität. Die Reise führt sie von München bis nach Rio de Janeiro. „Was an Empfindsamkeit bleibt“ ist ein Film über Nähe, Aufmerksamkeit und individuelle Verantwortung. Er glaubt daran, dass es möglich ist, trotz erlebter Gewalt ohne Verbitterung weiterzuleben – aber mit einer angemessenen und vielleicht auch notwendigen Wut. Im Anschluss an die Vorstellung am 9.9. findet ein Gespräch mit Frauen für Frauen e.V. Leipzig statt.

Fourteen years after surviving an attempted femicide committed by a classmate during, the filmmaker revisits the defining moments and people of that time. Through a fragmentary, self-reflective narrative style, she re-examines her experience and reconnects with individuals who played significant roles in her life during the three-year period surrounding the attack: a teacher, a former classmate, a doctor, a public prosecutor, a police detective, her half-sister, and a friend in Brazil. In these conversations, she seeks out their recollections of the events—and answers to the questions that have stayed with her all these years. The memories are filled with warmth and hope, yet also with coldness and brutality. Her journey takes her from Munich to Rio de Janeiro. (German with English subtitles) There will be a talk with Frauen für Frauen e.V. Leipzig after the screening on September 9.

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