Erich-Zeigner-Haus Leipzig
Erich Zeigner war Jurist und SPD-Politiker, wirkte von 1921 bis 1923 als sächsischer Justizminister und wurde 1923 zum Ministerpräsidenten gewählt. Nach Verfolgung und Haft wurde er 1945 zum Leipziger Oberbürgermeister ernannt und übte dieses Amt bis zu seinem Tod 1949 aus.
Das in seiner historischen Substanz erhaltene Haus bewahrt ein Ensemble von Memorabilien aus den 1930er Jahren. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurden hier Widerstands- und Rettungsaktionen für jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger geplant und organisiert. Diese Geschichte verleiht dem Ort eine besondere Authentizität und bildet die Grundlage für die heutige Arbeit des Erich-Zeigner-Haus e. V.
Ein Schwerpunkt liegt auf Projekten des forschenden Lernens mit Schülerinnen und Schülern. Dabei werden die Biografien von NS-Opfern und „Stillen Helden“ recherchiert, Gedenktafeln gestaltet und die Verlegung von Stolpersteinen begleitet. So konnten bereits über 100 bislang wenig bekannte Schicksale aufgearbeitet und sichtbar gemacht werden.
Lesungen, Vorträge, Podiumsdiskussionen sowie Workshops für Kinder, Jugendliche und Erwachsene ergänzen das Programm. Auf diese Weise präsentiert sich das Erich-Zeigner-Haus als geschichtsträchtiger Ort mit besonderer Atmosphäre, der die Erinnerung bewahrt und Zivilcourage sowie Demokratie lebt.
Gut zu wissen
Anreise & Parken
Mit dem PKW: Das Erich-Zeigner-Haus im Leipziger Westen ist über die Käthe-Kollwitz-Straße und Karl-Heine-Straße zu erreichen.
Autor:in
Leipzig Tourismus und Marketing GmbH
Organisation
Leipzig Tourismus und Marketing GmbH
Lizenz (Stammdaten)
Leipzig Tourismus und Marketing GmbH
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