Die 5 originellsten Kinos in Leipzig

Ein grauer Regentag, ein romantischer Abend zu zweit oder der neueste Tarantino. Es gibt immer einen Grund ins Kino zu gehen. Wir stellen euch fünf besondere Kinos in Leipzig vor, die ihren ganz eigenen Charme versprühen.

Schauburg
Regina Palast
Passage Kinos
Die naTo – Cinémathèque Leipzig e.V.
Kinobar Prager Frühling

Schauburg

© Schauburg
Gebäude im Stil des Art Déco © Schauburg

„Die bequemsten Kinosessel Leipzigs“ findest du in der Schauburg im Stadtteil Kleinzschocher. Nicht nur die Innenausstattung erinnert an die Zeit der ersten Lichtspielhäuser. Das Gebäude am Adler, 1928 für den Rudolf-Filmverleih errichtet, ließ der Architekt Hermann Mäding im Stil des Art Déco erbauen. Platz ist hier für drei Säle und 435 Sitzplätze. Neben anspruchsvollen Streifen und aktuellen Kinofilmen gibt es an Wochenendnachmittagen das Familienkino und zum Wochenstart „Das montags Original“ zu sehen. Die Filme werden dann in Originalsprache mit oder ohne Untertitel gezeigt.

Regina Palast

© Regina Palast
7 Säle bietet der © Regina Palast

In Reudnitz befindet sich der Regina Palast. Dieser ist mit sieben Kinosälen ausgestattet. Hier bekommt ihr alle aktuellen Kinofilme zu sehen. In der Rubrik „Pure Original“ werden euch die Filme in Originalsprache gezeigt. Ihr wollt euch über Ostern einen gemütlichen Kinotag machen? Vom 25.3.-3.4. gibt es täglich das Osterferienkino zu sehen, der Eintritt ist ermäßigt. Das tolle im Regina-Palast: ihr habt freie Platzwahl!

Passage Kinos

Immer gut besucht. © Andreas Schmidt
Immer gut besucht. © Andreas Schmidt

Die Passage Kinos findest du in der Leipziger Innenstadt. Diese bezeichnen sich selbst als „Arthouse Kinos“, denn hier gibt`s nicht nur die aktuellen Kinofilme zu sehen, sondern auch internationale Filmproduktionen.
Bis zur Entstehung der Passage Kinos im Jägerhof in der Innenstadt war es ein langer Weg. Erstmalig eröffnete das damalige Theater 1915 unter dem Namen U.T Hainstraße. Nach Umbauten, Schließungen und wechselnden Betreibern eröffneten 1998 schließlich die „Passage Kinos“. Das Besondere: es gibt fünf Kinosäle, die nach den damaligen Leipziger Lichtspielhäusern Astoria, Universum, Wintergarten, Filmeck und Cassino benannt wurden. Beispielsweise befand sich der Astoria-Palast (1912-1943) in der Südvorstadt und galt mit ca. 1500 Sitzplätzen als eines der größten Kinos in Leipzig. Durch die Luftangriffe 1943 während des 2. Weltkrieges brannte das Gebäude aus. Wiederaufbaumaßnamen scheiterten und schließlich wurde die Ruine abgerissen.

In den Passage-Kinos finden auch häufig Filmpremieren statt. Wenn du dabei bist, triffst du auf Schauspieler und Regisseure und bekommst kleine Häppchen zum Film serviert. Außerdem gibt es spezielle Angebote. Beispielsweise bekommen Kinder während der Ferienzeit vormittags und nachmittags ein vielseitiges Programm zu sehen. In den Sommer- und Winterferien erhalten Ferienpassbesitzer ermäßigten Eintritt.
Über tiefgründige Filme denkst du gerne nach, liebst es zu interpretieren und fragst dich warum die Szenen auf diese bestimmte Art und Weise dargestellt wurden? Dann ist die Veranstaltung „Psychoanalyse trifft Film“ das Richtige für dich. Mindestens zwei bis dreimal pro Jahr hat das Publikum die Chance, das Gesehene zusammen mit einem Experten von der psychoanalytischen Seite zu betrachten. Dies erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie – Therese Benedek – e.V. Klingt interessant, oder?

Zum Ende der Woche gibt`s den „Kulturfilm am Sonntag“ zu sehen. Unter Kulturfilm werden Dokumentarfilme im Zeitraum zwischen 1918 bis 1945 verstanden, die sich mit Themen wie Naturwissenschaften, Kunst, Kultur oder Geschichte auseinandersetzen. Neben weiteren Filmreihen wie „QueerBLICK., Sonntags-Matinee oder Kurz & Gut finden in den Passage Kinos auch Aufführungen zu Film-Festivals wie „Britfilms“, Cinema! Italia! oder den Französischen Filmtagen statt. In den Passage-Kinos ist garantiert für jeden Geschmack etwas dabei!

Die naTo – Cinémathèque Leipzig e.V.

© Cinémathèque Leipzig
Hier könnt ihr über das Gesehene diskutieren. © Cinémathèque Leipzig

Das knallgelbe Gebäude des soziokulturellen Zentrums „Die naTo“ sticht auf jeden Fall ins Auge, wenn du die Karl-Liebknecht-Straße in der Südvorstadt entlang läufst. Sie gilt als das älteste Kulturzentrum in freier Trägerschaft in Leipzig.

Während sich der naTo e.V. um das Live-Programm kümmert, wird die Sparte der Filmkunst von der AG Kommunales Kino – Cinémathèque Leipzig e.V. organisiert. 1991 wurde der Cinémathèque Leipzig e.V. gegründet mit dem Ziel die internationale Filmkunst in Leipzig zu etablieren. Seit einigen Jahren teilt sich der Verein zusammen mit dem naTo e.V. das Gebäude als Spielstätte. Ziel ist es nicht kommerzielle Filme zu zeigen, sondern die internationale Filmkultur zu fördern. Zu sehen bekommst du Experimental-, Kurz- oder Dokumentarfilme. Sich mit den Filmen und der Filmkunst auseinander zu setzen, zu diskutieren und zu hinterfragen steht im Vordergrund. Abgedeckt wird eine Bandbreite internationaler Film- und Videoproduktionen unterschiedlichster Genres. Gezeigt werden fast ausschließlich Filme mit Untertitel oder in Originalsprache. Dabei kannst du also auch noch was für deine Fremdsprachenkenntnisse tun.

Kinobar Prager Frühling

© Kinobar Prager Frühling
Klein aber gemütlich. © Kinobar Prager Frühling

Klein aber gemütlich ist die Kinobar Prager Frühling im Stadtteil Connewitz. 74 Plätze bietet der Vorführraum. Mit Getränken und Knabbereien kannst du dich an der Bar ausstatten, die sich praktischer Weise direkt im Kinosaal befindet. Neben den aktuellen Kinofilmen bekommst du Kurzfilme, Dokumentationen und Originalfassungen mit deutschem Untertitel zu sehen. Außerdem werden thematische Filmwochen gezeigt, wie beispielsweise die Queere Filmwoche in Leipzig oder Filme im Rahmen der Leipziger Umwelttage. Auch Kinder und Familien kommen in der Kinobar Prager Frühling auf ihre Kosten. Neben Filmen werden auch Theaterstücke und Konzerte aufgeführt. Wer selbst eine Filmpräsentation halten möchte, kann die Technik im Kinosaal dafür gegen ein Entgelt nutzen.

Du siehst, es muss nicht immer die Heim-DVD sein. Schnapp dir deine Freunde und lasst euch das Popcorn schmecken.

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