Kultur in Leipzig und Region

Leipzig − einfach mehr Kultur erleben

Die Kultur­landschaft Leipzigs ist einzigartig und vielfältig zugleich. Die Diversität der Kulturs­zene lässt sich bei einem Kurztrip nur erahnen. Viele Besucher kommen daher regelmäßig nach Leipzig. Von temproären Highlights bis hin zu festen Kultur­größen bietet die Stadt alles, was Kultur­liebhaber-Herzen höher schlagen lässt.

Hier findet ihr Orientierung und einen Einstieg, um euer individuelles Kulturprogramm zusammenzustellen. Reist in der Zeit zurück, erfahrt mehr über kultur­prägende Ereignisse wie die Friedliche Revolution und die Völker­schlacht. Doch kommt auch wieder in die Gegenwart, denn Kultur könnt ihr heute erleben ­− in all ihren Facetten und jedem Winkel der Stadt. Leipzig ist Kultur und das kulturelle Leben ein weiterer Grund, weshalb Leipzig so liebenswert ist.      

70.000

Menschen riefen am 9. Oktober 1989 auf Leipzigs Straßen "Keine Gewalt!"

100

Veranstaltungen sorgen im Rahmen der Leipziger Lachmesse für strapazierte Lachmuskeln

200 %

kulturelles Hochgefühl in Leipzig garantiert

Auf den Spuren der Friedlichen Revolution

Herbst '89 in Leipzig

Die Leipziger Bürger, die 1989 zu Hunderttausenden auf den Leipziger Innenstadtring zogen, wollten Veränderung. Der entscheidende Tag der Friedlichen Revolution war der 9. Oktober 1989, als 70.000 Demonstranten mit den Rufen „Wir sind das Volk!” und „Keine Gewalt!” in Leipzig das SED-Regime stürzten. Mit ihrem Mut, ihrem festen Willen und dem Verzicht auf Gewalt haben sie Geschichte geschrieben. Die bewegenden Bilder von den Montags­demonstrationen im Herbst 1989 gingen um die ganze Welt. Sie zeigten entschlossene Menschen, die friedlich demokratische Grund­rechte in einer verkrusteten Gesellschaft einforderten.

Damit wurde in Leipzig Nationalgeschichte geschrieben und der Grundstein für die deutsche Wieder­vereinigung gelegt. Ein geschichtliches Ereignis ohne das es die heutige Europäische Union nicht geben würde. Einen Monat nach der entscheidenden Leipziger Montags­demonstration fiel in der Nacht vom 9. November die Berliner Mauer.

Unter dem Motto „Herbst '89 – Aufbruch zur Demokratie“ erinnert die Stadt jährlich an die Ereignisse rund um die Friedliche Revolution. Am 9. Oktober, dem städtischen Gedenktag, ist das Lichtfest immer der Höhepunkt dieser Veranstaltungs­reihe. Tausende Bürger und Gäste der Stadt treffen sich auf dem Augustus­platz und gedenken bei stimmungsvollen Illuminationen den Ereignissen von 1989.

 

Lichtfest Leipzig 

Jedes Jahr am 9. Oktober 

Erinnerungsorte im öffentlichen Raum

Um die Erinnerung an die Friedliche Revolution in Leipzig wachzuhalten verbindet die Stadt Elemente einer lebendigen Erinnerungskultur mit der sichtbaren Verankerung des Gedenkens im öffentlichen Raum.

  • 20 Stelen markieren wichtige Originalschauplätze des demokratischen Aufbruchs von 1989 und 1990.

  • An jedem dieser Plätze haben Aktionen stattfgunden, die entscheidend zum Sturz der SED-Diktatur beitrugen.

  • Fotos mit Texten in Deutsch und Englisch vermitteln die Besonderheit, Vielschichtigkeit und Einmaligkeit der Friedlichen Revolution in Leipzig.

Nikolaikirche und Nikolaikirchhof

Friedensgebete und Montagsdemonstrationen haben die Leipziger Nikolaikirche weltweit zum Sinnbild für die Friedliche Revolution von 1989 gemacht. Kernstück des Nikolaikirchhofs ist die 1999 errichtete Nikolaisäule, die Nachbildung einer mit Palmwedeln gekrönten Säule aus dem Kirchenschiff der Nikolaikirche, mit der an den Ausgangspunkt der Leipziger Montagsdemonstrationen erinnert wird.

Ein Granitbrunnen, elegant und einfach gehalten, soll den Kirchhof vor St. Nikolai das ganze Jahr über als Ort der Kommunikation und Ruhe erlebbar machen. Das Überlaufen des Wassers ist Symbol für den Freiheitsdrang der Menschenmasse, die im Herbst 1989 dort friedlich demonstrierte.

 

Eingang zum Museum in der Runden Ecke. © Philipp Kirschner

Gedenkstätte Museum in der "Runden Ecke"

Die "Runde Ecke" ist ein Muss für Besucher Leipzigs. In den original erhaltenen Räumen der ehemaligen Bezirksverwaltung für Staats­sicherheit (Stasi) Leipzig könnt erhaltet ihr ein eindrücklichen Bild über die Stasi und ihr Wirken zu Zeiten der SED-Diktatur als auch deren Überwindung durch die Friedliche Revolution.

Im Rahmen der Leipziger Buchmesse können hier Lesungen und Buch­präsentationen im ehemaligen Stasi-Kinosaal erlebt werden. Die Kombination mit Zeitzeugen­gesprächen, Kurz­filmen und Musik macht dies zu einem unvergesslichen Zeitreiseerlebnis.

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Gedenktafel „Staatssicherheit“

Ein Nachguss des originalen Haus­schildes der ehemaligen Bezirks­verwaltung für Staats­sicherheit Leipzig weist am Dittrichring 24 auf den Ort hin, von dem aus die Stasi fast 40 Jahre lang Leipzig und seine Bürger überwachte und bespitzelte. Die Tafel würdigt die friedliche Besetzung des Hauses als einen zentralen Akt der Selbstermächtigung der Leipziger Bürger auf dem Weg zu einer demokratischen Erneuerung des Landes.

Demokratieglocke am Augustusplatz

Am Eingang zur Grimmaischen Straße erinnert seit 2009 eine Demokratieglocke an die entscheidende Montagsdemonstration am 9. Oktober 1989, mit der das Ende der DDR „eingeläutet“ wurde. 

Dabei handelt es sich um ein Geschenk der ostdeutschen Gießereiverbände an die Stadt Leipzig anlässlich des 20. Jahrestages der Friedlichen Revolution am 9. Oktober 2009.

Für die künstlerische Gesamtkonzeption lobte die Kulturstiftung Leipzig einen Gestaltungswettbewerb aus, in dem sich der Künstler Via Lewandowsky aus Berlin durchsetzen konnte. Gegossen wurde die Demokratieglocke im August 2009 in Lauchhammer.

Zeitgeschichtliches Forum Leipzig

Die Dauerausstellung widmet sich der Geschichte von Teilung und Einheit, der Diktatur sowie dem Widerstand in der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR.

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Ehemalige zentrale Hinrichtungsstätte der DDR

Der Ausstellungsteil der Gedenkstätte befasst sich mit der Todesstrafe in der DDR, die erst im Jahre 1987 abgeschafft wurde.

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Schulmuseum

Wie sich die Schule und der Unterricht im Laufe der letzten 100 Jahre verändert haben, zeigt das Schulmuseum in Leipzig.

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Museum im Stasi Bunker Machern

Hier baute das Ministerium für Staatssicherheit Ende der 1960er Jahre den Bunker als Ausweichführungsstelle des Leiters der Bezirksverwaltung für Staatsicherheit Leipzig. 

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Völkerschlacht bei Leipzig

Größte Schlacht des 19. Jahrhunderts

Mit rund 600.000 beteiligten Soldaten aus über einem Dutzend Völkern war die Völkerschlacht bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts die größte Feldschlacht der Weltgeschichte. Über 100.000 Soldaten verloren dabei ihr Leben. Sie gilt als die wichtigste Schlacht der Befreiungskriege gegen die französische Fremdherrschaft Napoleons.

Die Völkerschlacht wurde am 14. Oktober 1813 durch ein Reitergefecht bei Liebertwolkwitz eingeleitet, an der über 14.000 Reiter beteiligt waren. Napoleon drängte auf eine Entscheidungs­schlacht und kämpfte mit seinen Truppen vom 16. bis 19. Oktober 1813 gegen die zahlenmäßig überlegene Armee der Verbündeten. 

Geschlagen zog sich Napoleon mit seinen Truppen am 19. Oktober 1813 ohne Verbündete zurück. Die Alliierten erstürmten Leipzig, das damals nur 30.000 Einwohner zählte. Viele der 59.000 Verwundeten beider Seiten starben in den Folgetagen wegen fehlender ärztlicher Versorgung und Leipzig erlebte eine Typhus-Epidemie. Mit dieser Niederlage waren Napoleons Machtambitionen auf deutschem Gebiet endgültig gescheitert. 

 

91 Meter

Gesamthöhe

501 Stufen

vom Sockel bis zur Aussichtsplattform

60 Meter

langes Schlachtrelief an der Vorderfront des Denkmals

10 Meter

hohe Kolossal-Figuren

Impressionen vom Völkerschlachtdenkmal 

Orte der Völkerschlacht

Völkerschlachtdenkmal

Leipzig

© CC-BY | www.pkfotografie.com, Philipp Kirschner

Völkerschlachtdenkmal und FORUM 1813

Leipzig

© CC-BY | www.pkfotografie.com, Philipp Kirschner

Russische Gedächtniskirche

Leipzig

© www.leipzig.travel, Andreas Schmidt

Theater, Kabarett und Varieté

Bunt und vielfältig − Leipzigs Theaterlandschaft

Wer sich für Theater, Kabarett oder Varieté interessiert, ist in Leipzig genau richtig. Der Facetten­reichtum der Stadt begeistert die Besucher der Kultur- und Messestadt stets aufs Neue. 

Die Leipziger Theaterlandschaft zeichnet sich durch eine enorme Vielfalt an kleinen und großen Bühnen aus. Aufwendige Inszenierungen könnt ihr im Schauspiel Leipzig erleben und besonders innovative Aufführungen im Theater der Jungen Welt. Im Sommer erwarten euch zudem eine Vielzahl an Sommer­theatern. Diese finden in wunderschöner Atmosphäre und unter freiem Himmel statt.

Da Leipzig die höchste Kabarett­dichte pro Kopf hat, gilt sie zurecht als die Kabaretthauptstadt Deutschlands. Die angebotenen Kabarett­programme bedienen ein breites Spektrum, bei denen die sächsische Mundart von allen Ensembles liebevoll gehegt und gepflegt wird.

Die Leipziger Kleinkunstszene besticht durch ihre Revue- und Varietétheater. Bei dem Genuss kulinarischer Köstlichkeiten genießt ihr atemberaubende Shows mit Luftakrobatik, Magie, Musik und Comedy. Ein zusätzliches Highlight für alle Kabarett-Fans ist die internationale Leipziger LachmesseDeutschlands größtes Kabarett- und Kleinkunstfestival. Die Lachmesse findet alljährlich im Herbst statt. Das elftägige Europäische Humor- und Satire-Festival garantiert mit über 100 Veranstaltungen Kabarett, Comedy, Clownerie, Musik und Spaß vom Feinsten – Lachmuskelkater bei Jung und Alt wird garantiert.

 

Leipziger Theaterbühnen

Der Eingang zur Musikalischen Komödie im Westbad. © Tom Williger

Die großen Leipziger Theater Entdecke in Leipzigz bieten ein vielseitiges Programm. Zusätzlich könnt ihr in einigen Ecken und Winkeln der Stadt kleinere, freie Theater entdecken – mit und ohne fester Spielstätte.

Im Sommer laden euch verschiedene Open-Air-Bühnen wie beispiels­weise das "Sommertheater" im Gohliser Schlösschen ein. Das Spektrum ist dabei so breit wie die Liste an Theater­genres lang. Auf den Spiel­plänen der großen Theater findet ihr das ganze Jahr über Vorstellungen. Ob Klassiker oder moderne Inszenierung, politisches Theater oder Melodram, episch oder experimentell – die Leipziger Theater bieten für jeden Geschmack etwas.

Die Theater­szene Leipzig blickt zudem auf eine eindrucksvolle und traditionsreiche Vergangen­heit zurück, die bis ins 18. Jahrhundert reicht. Bereits 1766 wurde auf dem heutigen Richard-Wagner-Platz das erste Stadttheater Deutschlands errichtet. Bei dessen Eröffnung war übrigens kein geringerer als Johann Wolfgang von Goethe zu Gast, der damals in Leipzig studierte. Einer der Höhepunkte der Theater­geschichte Leipzigs ist unter anderem auch die Uraufführung der "Johanna von Orleans". Das Stück von Friedrich Schiller wurde 1801 im damaligen Stadt­theater Comödien­haus auf der Rannischen Bastei erstmals aufgeführt.

Kleinkunst ganz groß

Leipzig ist die Kabaretthauptstadt Deutschlands. Schon zu DDR-Zeiten waren Kabarett-Theater wie die Leipziger Pfeffermühle, die academixer oder die Leipziger Funzel ein Garant für kritische Polit­satire. Sie nahmen den Arbeiter- und Bauernstaat mit bissigem Humor und treffsicheren Pointen aufs Korn. Dabei musste das Publikum zwischen den Zeilen lesen. Denn: Um die Zensur zu umgehen, arbeiteten die Künstler vor allem mit Andeutungen und hinter­sinnigem Wortwitz.

Diese Kabarett­tradition setzt sich bis in die Gegenwart fort. Seit der Friedlichen Revolution von 1989 wurden weitere Bühnen in Leipzig gegründet, unter anderem das Kabarett-Theater SANFTWUT oder das Central Kabarett Leipzig. Sie sind der beste Beweis dafür, dass die Szene nach wie vor sehr lebendig ist. Neben politischer Satire stehen auch literarisch-musikalische Abende oder Kleinkunstshows auf dem Programm. Der "heimliche" Star ist dabei fast immer die sächsische Mundart. Sie wird von den Ensembles liebevoll gehegt und gepflegt.

Neben den Kabarett­häusern komplettiert das Krystallpalast Varieté das Angebot: Bei kulinarischen Leckereien genießt ihr einen ganz besonderen Abend – mit waghalsigen Akrobatik­shows, Magie, Livemusik und Comedy. Staunen inklusive!

Leipziger Kabaretts

Leipziger Lachmesse

Das Europäische Humor- und Satire-Festival ist ein Besuchermagnet. Internationale Künstler strapazieren jeden Lach­muskel und sorgen mit trefflichem Humor und beißender Satire für beste Unter­haltung. Besonders herausragende Künstler werden mit dem Festival-Preis „Leipziger Löwenzahn“ ausgezeichnet.

Das Festival bietet einen Mix aus politischer Satire, Kabarett, Musik und anspruchsvoller Comedy. Wer hier nicht lachen kann, hat wirklich nichts zu lachen.

Spielorte der Lachmesse

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