USA 2014, REGIE Ana Lily Amirpour, Spielfilm, 99 min, FSK 12, OmU (Persisch mit deutschen Untertiteln)
mit Sheila Vand, Arash Marandi, Marshall Manesh, Mozhan Marnò
In der iranischen Geisterstadt Bad City gehen seltsame Dinge vor. Hier tummeln sich die Erschöpften und Verbrauchten, Gesetzlose und ihre Opfer: Auch Arash streift wütend auf alles und jeden durch die Straßen, wo er einem rästelhaften Mädchen begegnet. Schon bald entdeckt er ihr Geheimnis: Sie ist ein Vampir. Verhüllt in einen Tschador durchstreift sie Nacht für Nacht die Stadt auf ihrem Skateboard und erleichtert Bad City um so manches widerliche Subjekt.
Ana Lily Amirpours Regiedebüt spielt mit den Erwartungen des Pulikums. Der Film zitiert klassische Boy-meets-girl-Geschichten und Western, lehnt sich stilistisch an die Filme von Jim Jarmusch oder old Hollywood an, auf dem Soundtrack spielt iranischer Rock. „Und mittendrin das Mädchen. Eine Figur, die durch das Tragen des Tschadors zuerst die typischen Klischees muslimischer Frauen aufruft: unterdrückt, asexuell, nicht Herrin über sich selbst. Doch sie ist das Gegenteil, sie ist die Ikone, nein, der Archetyp der Vampirfrau. Dunkel, leidenschaftlich und ausgestattet mit einer so großen Macht, dass sie es nicht nötig hat, damit zu prahlen. Der wallende Umhang, er verleiht ihr eine liquide Gestalt. Einmal sieht man sie nachts auf der Straße auf einem Skateboard einen Hügel herunterrollen. Der Tschador weht dabei im Wind wie Draculas Umhang, wie riesengroße, mächtige Fledermausflügel. Sie ist die wahre Herrin von Bad City.“ (Beatrice Behn)
ENG: Strange things are happening in the Iranian ghost town of Bad City. Here, the exhausted and worn out, outlaws and their victims roam the streets. Arash, too, is in a fury at anything and everything, when he encounters an enigmatic girl. He soon discovers her secret: she is a vampire. Clad in a chador, she roams the city night after night on her skateboard, ridding Bad City of many a repugnant individual.
Ana Lily Amirpour’s directorial debut plays with audience expectations. The film references classic boy-meets-girl stories and Westerns, stylistically drawing on the films of Jim Jarmusch or old Hollywood, and features Iranian rock on its soundtrack. And at the heart of it all is the girl. A character who evokes the typical clichés of Muslim women at first, but turns out to be the opposite. Rolling down a hill on a skateboard, her chador billows in the wind like Dracula’s cloak, like enormous, powerful bat wings. (Persian with German subtitles)
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