Athena und ihre Töchter
Inspiration ist weiblich! Seit dem Altertum wurden Verkörperungen der Weisheit und Kreativität als Frauenfiguren dargestellt. Athena, die griechische Göttin der Weisheit und der Künste, die neun Musen, die Personifikation der Wissenschaft oder die Darstellung von Universitäten als „alma mater“ (große Mutter) — sie alle tragen die Züge der Weiblichkeit.
Im Kontrast dazu spielten Frauen bis in das 20. Jahrhundert im Wissenschaftsbetrieb keine Rolle. Sie traten lediglich als Professorengattinnen oder -töchter, allenfalls als mildtätige Witwen in Erscheinung, die Stiftungen ins Leben riefen. Erst ab Ende des 19. Jahrhunderts waren Frauen als Gasthörerinnen geduldet, ab 1906 durften sie an der Leipziger Universität ein Studium aufnehmen. In der über 600jährigen Geschichte der Universität Leipzig standen Frauen größtenteils im Schatten der Männer. Ein prominentes Beispiel ist Luise Adelgunde Gottsched (1713—1762), die großen Anteil am erfolgreichen Wirken ihres Mannes hatte, aber im Hintergrund arbeitete. Die Ausstellung stellt die Frauen nun in den Mittelpunkt und zeigt, wie sie als Stifterinnen, Künstlerinnen, als Studentinnen und Gelehrte die Universität prägten.
Vernissage: 29. April 2026, 19 Uhr, Hörsaal Felix Klein (Paulinum, 5. OG)
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