Bells Echo
BELLS ECHO ist seit über 10 Jahren ein fester Bestandteil der experimentellen Musikszene Leipzigs und bekannt dafür, Raum, Sound und visuelle Elemente einmalig zu verschmelzen. Am Anfang war die Idee experimentelle Musik lokaler Künstlerinnen und Künstler, die sonst nur kleine Nischen erreicht, in große Räume zu bringen. Bald führte der Tatendrang der BELLS ECHO Gruppe dazu, dass sie eigene Kompositionen, wie etwa 2015-2019 mit einem Chor erarbeiteten und umsetzten.
Dazu kam die Sehnsucht, namhafte Künstlerinnen und Künstler, die vielleicht nie in Leipzig auftreten würden, in die besonderen Spielstätten der Stadt einzuladen – so auch für das kommende Konzert:
Am 15. Mai 2026 spielen Ellen Arkbro und Lukas De Clerck mit statischen Klängen und bewegender Selbstbeobachtung im minimalistischen, warmweißen Innenraum der Evangelisch Reformierten Kirche zu Leipzig.Bevor uns Ellen Arkbro in ihren Bann zieht, führt uns Lukas De Clerck in die Klangwelten des Aulos ein: Das antike griechische Rohrblattinstrument gibt es seit über einem Jahrtausend nicht mehr – zumindest, bis sich der belgische Musiker und Klangkünstler der Nachbildung dieses Instruments
widmete. Mit seinem ganz gegenwärtigen Wissen und seiner Lust am Experimentieren schafft er eine Musik, die es so noch nie gab. Mal entlockt er dem Aulos ein mystisches, dunkles Dröhnen, das sich mit zunehmender Dauer zu einem Ozean aus Sound verdichtet. Allmählich lichtet sich die Melodie, die Pfeiftöne überlagern sich, reiben aneinander, was so sehr betört, dass man fast
Stimmen herauszuhören vermag. Dort knüpft De Clerck an und baut mit folkloristisch anmutenden Melodien Klangwelten von ungeahnter Größe. Einen Eindruck davon vermittelt das Album „The Telescopic Aulos of Atlas“, das 2024 auf Stephen O’Malleys Label Ideologic Organ erschien.
Zudem wird eigens für den Abend ein Raumkonzept entwickelt, mit denen sich die Eindrücke von Licht, Klang und Kirchenarchitektur ineinander auflösen.
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