Die Welt der Musik auf Banknoten – ein visuelles Konzert

Ausstellung
Kunst und Kultur

Die Verbindung von Geld, Musik und Kunst wirkt auf den ersten Blick ungewöhnlich, doch sie eröffnet eine faszinierende Welt: Über Ländergrenzen und Epochen hinweg begegnet uns „Musik“ als zentrales Motiv auf Banknoten. Die Ausstellung zeigt ausgewählte Beispiele und wird von Makrofotografien von Pete Jones und Siebdrucken von Heidi Specker begleitet.

Die Geldscheinsammlung der Giesecke + Devrient Stiftung präsentiert rund 50 Banknoten, die zu einer Entdeckungsreise durch Klänge, kulturelles Erbe und nationale Identität einladen. Ähnlich wie in einem Orchester, in dem verschiedene Instrumente harmonisch zusammenwirken, sind die Scheine in fünf Themenbereiche gegliedert, um unterschiedliche inhaltliche Aspekte hervorzuheben.

Ein besonderes Highlight der Ausstellung sind die künstlerischen Beiträge von Pete Jones und Heidi Specker. Der Frankfurter Fotograf und Konzeptkünstler Pete Jones ist in seinen Projekten stets auf der Suche nach dem, was sich hinter den Oberflächen verbirgt. Seine Werkreihe „Musik auf Banknoten“ zeigt in Makroaufnahmen die internationalen Geldscheine auf besondere Art und Weise – durchleuchtet, vergrößert und sichtbar gemacht bis in ihre feinsten Strukturen. Jones dient seine Wiedergabe des Geldes auch als Symbol für eine kulturelle Entwertung in einer zunehmend kommerzialisierten Welt. Er stellt das fragile Verhältnis von Kultur und Kapital in Frage und fordert eine neue Auseinandersetzung mit Werten und Begriffen, welche die Gesellschaft prägen.
Die Künstlerin Heidi Specker ist Professorin für Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Sie arbeitet in Werkgruppen. In der Siebdruck-Serie „Noten“, 2018, setzt sie sich mit der 100-DM Banknote auseinander, die Clara Schumann gewidmet ist.

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