Hartmut Piniek: antropogen. Vernissage

Ausstellung
Kunst und Kultur

Hartmut Piniek, geboren 1950 in Wolgast, studierte Malerei bei Arno Rink an der HGB Leipzig, später war er dort selbst als Dozent für Malerei tätig. Für sein künstlerisches Denken sind zwei geographische Regionen bestimmend: zum einen die Küstenlandschaft der Ostsee, wo er seine Kindheit verlebte, und dann vor allem die ausgedehnten Braunkohlegruben in der Gegend von Leipzig, ein ebenso suggestiver wie düsterer Landschaftsraum, der dem massiven Eingriff des Menschen in die Ordnung der Natur entstammt.

Mit „anthropogen“ reflektiert Hartmut Piniek menschliche Einflussnahme nicht allein als Eingriff in Landschaft und materielle Umwelt, sondern als existenzielle Betrachtung des Daseins selbst. Seine vielschichtigen Bildräume verbinden präzise gesetzte architektonische Fragmente mit minimiert gehaltenen Figuren in endlos wirkenden Landschaftsräumen.

In diesen poetischen Konstellationen erscheint Natur als kulturell und mental überformter Erfahrungsraum. Pinieks Malerei evoziert den Eindruck einer ehrfürchtig zu befriedenden Nachwelt und eröffnet zugleich einen kontemplativen Denkraum, der ästhetische und anthropogene Fragestellungen miteinander verbindet.

Laudatio: Constanze Treubner
Musik: Winfried Völlger

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