ICH SUMME, UM DAS BERSTEN ZU ÜBERTÖNEN

Bühne/Theater
Oper
Show

Die neue Produktion der FORWARD DANCE COMPANY beobachtet unsere Körper und Beziehungen in einem Moment erstarkender totalitärer Kräfte. Wir erleben, wie sich die Risse in und um uns vergrößern. Wir spulen vor und zurück, um zu verstehen: Wie lange sind die Risse schon da? Reichen sie so tief, dass sie bereits selbst zum Lebensraum geworden sind? Ist das Haus, in dem wir leben, vielleicht schon seit seinem Bau eine Ruine?
Die Körper der Tänzer*innen schwanken zwischen Aufrechterhaltung und Kollaps. Sie suchen nach Hoffnung in den widerlegten Vorstellungen von Zusammenhalt. Dabei stellt sich die Frage: Flüchten wir ins Private, in unsere engsten Beziehungen, während die Gesellschaft zerbricht – oder gibt uns gerade die Zärtlichkeit miteinander die Kraft, mit der wir die Scherben zusammenhalten können?
Wir bereiten uns auf den Verlust unserer Gegenwart vor und packen Zeitkapseln für die Zukunft nach dem Crash. Was wollen wir bewahren? Was müssen wir loslassen?
Zwei wichtige Konzepte begleiten unsere Suche: Kintsugi, die japanische Kunstform bei der zerbrochenes Porzellan mit Lack und Gold repariert wird und die Bruchstellen dabei sichtbar verschönert werden. Und Tikkun Olam aus der jüdischen Philosophie – die Reparatur der Welt als ethisches Prinzip für eine schon immer gebrochene Welt.
Unter der choreografischen Leitung von Elsa Artmann – seit 2021 Tänzer*in der FORWARD DANCE COMPANY – in konzeptioneller und dramaturgischer Zusammenarbeit mit Dr. Gustavo Fijalkow arbeitet die Company in Sprache, Sound und Bewegung daran, ihr Stück für blindes und sehbehindertes Publikum zugänglicher zu machen.

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LOFFT – Das Theater
Spinnereistraße 7, Halle 7
04179 Leipzig