Klimabuchmesse 2026: Natur und Gesellschaft: Stimmen für ein neues Miteinander – Über die Bedeutung von Gemeinschaft und Verbunden-Sein für eine gute Zukunft

Ausstellung
Kunst und Kultur

Wie wäre es, wenn wir uns wieder öfter zuhören, nach dem Verbindenden suchen? Was können wir voneinander, was von der Natur lernen? Was wird möglich, wenn wir uns auf von Indigenen geprägtes Wissen einlassen? Wenn wir mit unserer Lebenswelt in Verbindung gehen? Wenn wir nicht-menschliches Leben als gleichberechtigt ansehen, uns Menschen als Teil lokaler Ökologien betrachten? Welche Möglichkeiten erwachsen daraus, gemeinsam Zukunft zu gestalten? Eine Zukunft, in der wir uns nicht einsam fühlen, sondern in der wir, neben den Menschen, verbunden sind mit all den Lebewesen um uns herum – ohne Esoterik, sondern ganz echt.
Gemeinsam begeben wir uns auf die Suche nach einer neuen Sprache und nutzen die Kraft des Humors, um neue Wege zu gehen, in eine Zukunft, die wir gemeinsam gestalten: Eine Zukunft, in der Platz für alle ist – für ein gutes Leben.
Sebastian 23 macht sich in seinem neuen Buch „Zusammenhaltestelle. Die Kraft des WIR“ für den Zusammenhalt stark. Jede*r Einzelne wird gebraucht im respektvollen Diskurs mit Andersdenkenden und dem Ringen um ein Miteinander. Leonhard F. Seidl bringt die Perspektive der Naturbeobachtung in „Beim Anschüren des Eisvogels. Nature Writing oder vom Schreiben aus dem Gelände“ in die Diskussion ein. In Nationalparks und Orten natürlicher Schönheit entstanden seine Texte, die Natur und Menschsein zusammen denken und in denen sich die Grenzen zwischen den Staaten, Innen und Außen, zwischen Vergangenheit und Gegenwart, aufheben.
Wir freuen uns, dass mit der Anthologie-Reihe „verbunden sein“ indigene Stimmen einen Platz auf der Klimabuchmesse finden. Der Verlag w_orten & meer startete im Herbst 2024 mit dieser neu übersetzten Reihe zum Verbunden Sein mit allem Lebendigem. Nun erscheint mit „wesen verbunden sein“ der dritte Band mit namhaften Herausgeber*innen wie Robin Wall Kimmerer, Direktorin des Center for Native Peoples and the Environment, der Wissen Indigener Völker mit moderner Umweltwissenschaft verbindet. Lann Hornscheidt, im Verlag verantwortlich für die Reihe, vertritt sie auf dem Podium.
Moderation: Almut Petschauer (Klimabuchmesse)

Sebastian 23 bzw. Sebastian Rabsahl, ist Bestsellerautor, Poetry Slammer, studierter Philosoph und Gitarrist. Seit 2000 begeistert er auf den Poetry-Slam-Bühnen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, gewann 2008 bei den deutschsprachigen Poetry-Slam-Meisterschaften in Zürich den Meistertitel im Einzelwettbewerb und erhielt 2023 den »Alfred-Müller-Felsenburg-Preis für aufrechte Literatur«.

Leonhard F. Seidl ist Schriftsteller, Journalist, Dozent für Kreatives Schreiben und Nature Writer. Er lebt in Fürth und ist Autor von sechs Romanen, zahlreichen Kurzgeschichten, Kommentaren, Essays u. a. in taz und Süddeutsche Zeitung. Er hat zahlreiche Preise und Stipendien erhalten, zuletzt den Kulturpreis der Stadt Fürth (2022) und war in vier Nationalparks in Deutschland, Österreich und Tschechien Nature Writer in Residence.

Lann Hornscheidt schreibt und verlegt Bücher, forscht und workshopt zum diskriminierungsfreien Verbunden-Sein von Menschen untereinander, mit anderen Lebewesen und der nicht-menschlichen Natur. Die Mensch-Natur-Verbindung bildet einen Schwerpunkt des Verlags, der Diskriminierungsstrukturen umfassend denkt. Lanns letzte Veröffentlichung dazu „Lebendig sein. Kapitalismus die Grundlage entziehen“ (w_orten&meer) hat 2025 den Deutschen Verlagspreis erhalten.
Eintritt frei

Eine Veranstaltung der Klimabuchmesse im Rahmen von Leipzig liest.

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