ON THE TIP OF THE TONGUE

Ausstellung
Kunst und Kultur

ON THE TIP OF THE TONGUE

Teil des Mouth Archives Projektes

„Es liegt einem auf der Zunge“ ist das Phänomen, dass man sich vorübergehend nicht an etwas erinnern kann, obwohl man das Gefühl hat, es zu wissen. Diese Erinnerung liegt uns auf der Zungenspitze und ist kurz davor, ausgesprochen zu werden.

Die Ausstellung und das Begleitprogramm untersuchen, wie Erzählungen mit unserem Körper weitergegeben werden können. Durch Essen, Klang, die Aktivierung der Sinne und die Stimme rufen Künstlerinnen das hervor, was oft im Schatten offizieller Aufzeichnungen bleibt, „was wir glauben sollen, nicht zu erinnern“ und „was wir nicht als wertvoll anzuerkennen gelernt haben“. Welche Spuren der Zeit können wir schmecken, riechen oder singen?

Elia Nurvista und Åsa Sonjasdotter entfalten Geschichten, in denen der Diskurs über Lebensmittel mit der Gewalt kollidiert, die in der Produktion, dem Vertrieb und dem Verbrauch natürlicher Ressourcen steckt. Neben ihnen bringt uns Onyeka Igwe die kolonialen Hinterlassenschaften und die Kräfte, die sie möglicherweise in sich bergen, näher. Dina Mimi verknüpft verschiedene Archivquellen miteinander, um die Bedingungen von Widerstand und Befreiung zu untersuchen. Raga Rahman beschäftigt sich mit Emotionen, die mit Essgewohnheiten verbunden sind, sowie mit den kulturellen und gesellschaftlichen Vorurteilen, die sie hervorrufen.

Im Begleitprogramm laden die Künstlerinnen Yasmeen Al-Qaisi, Mareike Hornof und Ann-Kathrin Ntokalou das Publikum ein, um widerstandsfähige Formen des Bewahrens und Teilens von Erinnerungen zu entwickeln. In kollektiven Formaten entstehen Räume, in denen Erinnerung als gemeinschaftliche und schützende Praxis verhandelt wird.

Zu den teilnehmenden Künstlerinnen gehören Yasmeen Al-Qaisi, Mareike Hornof & Ann-Kathrin Ntokalou, Onyeka Igwe, Dina Mimi, Elia Nurvista, Raga Rahman und Åsa Sonjasdotter.

ENG: On the tip of the tongue is the phenomenon of momentarily failing to recall something, despite the sensation of knowing it. That this memory is sitting on the tip of our tongues, about to be spit.
The exhibition and public program look at how narratives can be passed on with our bodies. Through food, sound, the activation of the senses and the voice, artists evoke what often remains in the shadows of official records, “what we are trained to believe we don’t remember” and “socialized not to recognize as valuable”. Which traces of time can we taste, smell, or sing?

Elia Nurvista and Åsa Sonjasdotter unfold stories in which food discourse collides with the violence embedded in the production, circulation and consumption of natural resources. Alongside them, Onyeka Igwe draws us closer to colonial remnants and the forces they might hold. Dina Mimi intertwines different archival sources together to delve into the conditions of resistance and liberation. Raga Rahman engages with emotions connected to eating habits and the cultural and societal prejudices they provoke.

In the public program, artists Yasmeen Al-Qaisi, Mareike Hornof & Ann-Kathrin Ntokalou invite the audience to find resilient ways of preserving and sharing memories, appealing to time, hope, and protection. Participatory formats create spaces in which memory is negotiated as a communal and caring process.

Participating artists include Yasmeen Al-Qaisi, Mareike Hornof & Ann-Kathrin Ntokalou, Onyeka Igwe, Dina Mimi, Elia Nurvista, Raga Rahman and Åsa Sonjasdotter.

06.3.2026 – 11.4.2026
Di-Fr 11-17 Uhr
Sa 12-16 Uhr

CINÉ
Fr6.3.19:00Vernissage mit Yasmeen Al-Qaisi (um 20 Uhr)
Fr20.3.19:00Kurzfilme von Onyeka Igwe & Dina Mimi
Sa11.4.15:00Finissage mit Mareike Hornof & Ann-Kathrin Ntokalou (mit Anmeldung)

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