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Stellmäcke: Der einfache Frieden – Lieder von hier
Konzert
Eintritt frei

Jede Epoche hat ihre Lieder. Sie überdauern die Zeit, bewahren Erinnerungen und spiegeln das Lebensgefühl ganzer Generationen wider. Ab Mitte der 1960er Jahre wurden Chansons, Balladen und Rocksongs in der DDR zum Ventil für Träume, Sehnsüchte und den Drang nach Selbstbestimmung. Junge Musiker und Texter lebten darin ihre Rebellion aus und untergruben damit das staatliche Kulturmonopol. Obwohl viele dieser Werke in ihrer Allgemeingültigkeit heute wieder hochaktuell erscheinen, finden sie im gesamtdeutschen Kulturbetrieb kaum noch einen Sendeplatz.

Das Quartett um Bandleader Olaf Stelmecke bricht dieses Schweigen und bringt einen lebendigen Mix aus Livemusik, Anekdoten und Texten erfolgreicher sowie weniger bekannter DDR-Künstler auf die Bühne. Das Publikum darf sich auf eine musikalische Zeitreise freuen, die das Schaffen von Ikonen wie den Puhdys, Renft, Lift, Karussell und Keimzeit ebenso beleuchtet wie die Lieder von Veronika Fischer, Holger Biege, Franz Bartzsch und Manfred Krug. Auch den Poeten und Liedermachern wie Gundermann, Wenzel, Gerhard Schöne, Stephan Krawczyk, Barbara Thalheim, Kurt Nolze und der Formation Pension Volkmann wird an diesem Abend Raum gegeben.

Die Musiker des Quartetts sind selbst mit dieser vitalen Kunstform aufgewachsen und haben von ihr gelernt, wie man sich auch gegen widrige Umstände behauptet. In ihrem aktuellen Programm widmen sie sich den bekannten und verborgenen musikalischen Schätzen jener Ära mit großer Spielfreude, aber völlig frei von Sentimentalität. So entsteht ein facettenreicher Konzertabend, der gekonnt die Brücke von der Vergangenheit direkt in die Gegenwart schlägt.