Zwischen politischer Entfremdung und lokaler Mitbestimmung – Die wachsende Bedeutung parteiunabhängigen Engagements in Sachsens Kommunalpolitik

  • Volksfest

Vortrag und Gespräch
Mit Dr. Johannes Kieß (Stellvertretender Direktor des Else-Frenkel-Brunswik Instituts, Leipzig) und Kerstin Körner (Oberbürgermeisterin von Dippoldiswalde)
Moderation: Katharina Dalko (Konrad-Adenauer-Stiftung Dresden)
In Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung Dresden – Politisches Bildungsforum Sachsen
Eintritt frei

Die Veranstaltung ist Teil einer Reihe zur politischen Kultur in Sachsen und nimmt die wachsende Bedeutung von Wählervereinigungen sowie parteiunabhängigen Kandidierenden in der Kommunalpolitik in den Fokus. Zunächst beleuchtet der Sozialwissenschaftler Dr. Johannes Kieß die zunehmende politische Fragmentierung. Er zeigt auf, wie Wählervereinigungen etablierte Parteien auf lokaler Ebene in manchen sächsischen Gemeinden zunehmend verdrängen. Daran schließt sich ein Gespräch mit der Oberbürgermeisterin von Dippoldiswalde, Kerstin Körner, an. Als CDU-Mitglied trat sie bewusst als unabhängige Kandidatin an und verteidigte ihr Amt erfolgreich mit 77,4 Prozent der Stimmen. Den Abschluss bildet ein offener Austausch mit dem Publikum über die Auswirkungen dieser Entwicklung auf die kommunale Demokratie und die Bürgernähe vor Ort.

Dr. Johannes Kiess ist stellvertretender Direktor des Else-Frenkel-Brunswik-Instituts in Leipzig. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen politische Einstellungen, demokratische Kultur und antidemokratische Mobilisierung. Er beschäftigt sich unter anderem mit Rechtsextremismus sowie den Herausforderungen lokaler politischer Strukturen. Als Projektleiter verantwortet er etwa das Monitoring antidemokratischer Mobilisierung in Sachsen und arbeitet an der Leipziger Autoritarismus-Studie.

Kerstin Körner ist seit 2019 Oberbürgermeisterin der Großen Kreisstadt Dippoldiswalde. Die diplomierte Verwaltungs-Betriebswirtin engagiert sich darüber hinaus unter anderem als Kreisrätin im Kreistag Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und ist Mitglied des Beirats Sachsen-Monitor beim Freistaat Sachsen. Bei ihrer Wiederwahl im Mai 2026 trat sie als unabhängige Kandidatin an.

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