Gleisbergbruch - Nationales Geotop

Geotop
Am ehemaligen Steinbruch sind alte Wirtschafts- und Sozialgebäude der Steinbrucharbeiter zu sehen. Außerdem kann der Arbeitsfortschritt im 20. Jahrhundert anhand von Jahreszahlen an der Steinwand abegelesen werden. Eine Plattform bietet einen atemberaubenden Blick in den Steinbruch
Am Rochlitzer Berg wird bereits seit dem Mittelalter der rote Rochlitzer Porphyrtuff gebrochen. Der beliebte Werkstein wurde in ganz Deutschland verbaut. In den 1920er Jahren modernisierte der damalige Steinbruchbesitzer Gleisberg den Betrieb u.a. mit Diamantkreissägen, Schleifmaschinen und Kranalagen. Die Abbaugeschwindigkeit zwischen 1928 und 1947 kann man noch heute anhand der eingemeißelten Jahreszahlen erkennen. Bereits 1928 wurde eine Abbautiefe von 60 Metern erreicht, die Arbeiten in dieser Tiefe mussten eingestellt werden, da der Staub, der beim Brechen der Steine entstand, nicht abziehen konnte, und eine gesundheitliche Gefahr für die Arbeiter darstellte.

Die Schmiede und das Sozialgebäube stehen heute noch auf dem Gelände, das Sozialgebäude wurde 2014 neu als "Geoportal Porphyrhaus" - als Besucher- und Veranstaltungszentrum im Nationalen Geopark Porphyrland eingeweiht und bietet verschiedene geotouristische Angebote.

Oberhalb des Steinbruches befindet sich eine Plattform, die einen atemberaubenden Blick in den Bruch gewährt. Auf der tiefer gelegenen Plattform wurde eine bis in die 1980er Jahre verwendete Schrämmmaschine aufgestellt.

Der Gleisbergbruch ist Station 12 auf der Audiozeitreise "Porphyrlehrpfad To Go". Einfach den QR-Code vor Ort einscannen und die Hörgeschichte starten - oder hier schon lauschen.

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Geopark Porphyrland. Steinreich in Sachsen

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