Kaolinsee Hohburg
1707 entdeckten Johann Friedrich Böttger und Ehrenfried Walther von Tschirnhaus das Geheimnis der Herstellung des europäischen Porzellanes mithilfe der weißen Tonerde von Colditz und Aue. Es entstanden Kaolingruben bei Hohburg, Bad Lausick, Colditz und Altenbach bei Wurzen. Von 1901 bis 1965 wurde am Fuße des Kleinen Berges Kaolin abgebaut. Nahe der Brücke sind an der Böschung noch Kaolinreste und auch ein Braunkohleflöz zu finden. Heute ist der See ein Angel- und Badegewässer.
Die nordwestsächsischen Kaolinvorkommen entstanden durch chemische Verwitterungsprozesse des Minerals Feldspat während der tropischen Klimabedingungen des Tertiärs. Feldspat ist ein wichtiger Bestandteil des Gesteins Quarzporphyr, welches durch den Supervulkanismus im Geoparkgebiet vor 300 - 290 Millionen Jahren entstand. Die regionalen Kaolinvorkommen können 20 bis 60 m mächtig sein, eine Länge von 400 bis 800 m sowie eine Breite von 200 bis 300 m aufweisen.
Bitte achten Sie bezüglich des Zustandes und der Begehbarkeit der Geotope auf die Hinweise der Kommunen und Eigentümer.
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