Tipps für Kaffeegenuss in Leipzig

In Sachsen liebt man Kaffee, und das schon immer. Die Liebe zum Muntermacher geht sogar bis zur Arbeitsverweigerung. „Ohne Gaffee gönn mer nich gämpfen“, sagten die sächsischen Soldaten 1756 im Siebenjährigen Krieg zum Preußenkönig Friedrich dem Großen. Der besetzte zu diesem Zeitpunkt Sachsen und zwang die Soldaten im preußischen Heer weiterzukämpfen. Zur Stärkung gab es nur Biersuppe und keinen Kaffee. Untragbar für die sächsischen Soldaten. Friedrich den Großen ärgerte das sehr. Er bezeichnete die Verweigerer spöttisch als Kaffeesachsen.

Du bist auch leidenschaftlicher Kaffeetrinker? Wir verraten dir, wo du in Leipzig den besten Kaffee genießen kannst.

Zum Arabischen Coffe Baum
Cafe Kandler
Kaffeehaus Riquet
Café Grundmann
Café Maître
Uptown Coffee Bar
Café Corso
Kaffee für Zuhause

Zum Arabischen Coffe Baum

Seit 1720 gibt es das Kaffeehaus Zum Arabischen Coffe Baum. ©Zum Arabischen Coffe Baum
Seit 1720 gibt es das Kaffeehaus Zum Arabischen Coffe Baum. ©Zum Arabischen Coffe Baum

Das Haus Zum Arabischen Coffe Baum ist eines der ältesten kontinuierlich betriebenen Café-Restaurants Europas. Hier hatten berühmte Dichter, Komponisten und Universitätsgelehrte ihren eigenen Stammtisch, an dem sie philosophierten, spielten, speisten und natürlich auch Kaffee tranken. Seit 1720 gibt es das Café, das schon immer mehr als nur Kaffee servierte. Schon die erste Wirtin schenkte ab 1720 auch Tee, Kakao und Likör aus. Sogar Bier konnte man im Arabischen Coffe Baum bestellen. Und das ist bis heute so geblieben. Das Haus besteht aus einem Restaurant und einem Café. Das Café bietet dir einen kompletten Überblick über die Kulturgeschichte der Kaffeebohne: ein Arabisches Café, ein Wiener Café und ein Café Francais finden sich hier allesamt in einem Raum.

Cafe Kandler

Im Cafe Kandler bekommst du neben Kaffeespezialitäten auch Bachtaler. ©Dirk Brzoska
Im Cafe Kandler bekommst du neben Kaffeespezialitäten auch Bachtaler. ©Dirk Brzoska

Gleich fünfmal gibt es das traditionsreiche Kaffeehaus Kandler in Leipzig. Im Leipziger Zentrum findest du die hübschen Cafés direkt an der Thomas-und Nikolaikirche. Nimm Platz und gönn dir eine Tasse frisch aufgebrühten Kaffee. Eine kleine Leckerei darf in der Kaffeepause nicht fehlen. Das Traditionshaus serviert original Leipziger Lerchen. Die Spezialität des Hauses sind die Bachtaler. Die Konditoren des Café Kandler umhüllen nach dem Originalrezept eine Kaffeebohne mit Buttercreme, Sahne, Moccanougat und Couvertüre. Welche Leipziger Spezialitäten du noch probieren solltest, erfährst du hier.

Kaffeehaus Riquet

Ein Besuch im Kaffeehaus Riquet lohnt sich schon alleine wegen der beeindruckenden Architektur. ©Dirk Brzoska
Ein Besuch im Kaffeehaus Riquet lohnt sich schon alleine wegen der beeindruckenden Architektur. ©Dirk Brzoska

Alleine wegen der beeindruckenden Architektur ist das Café Riquet einen Besuch wert. Die Firma Riquet & Co gab das Gebäude 1908 in Auftrag. In der Gestaltung findet sich die lange Handelstradition der Firma nach Ostasien und dem Orient wieder. Das doppelstöckig geschweifte Dachtürmchen erinnert an die klassische chinesische Baukunst. Brüstungen, Pfeiler, Hauptgesims und Rundgiebel sind mit wunderschönen farbigen Mosaiken in Jugendstilmanier geschmückt. Zwei, die Eingangstür zum Cafehaus flankierende, kupfergetriebene Elefantenköpfe stellen das Markenzeichen der Firma Riquet dar. In diesem besonderen Ambiente kannst du dir die Kaffeespezialitäten des Hauses zusammen mit einem Stück Torte schmecken lassen.

Café Grundmann

Lasse es dir nicht entgehen eine Tasse Kaffee im letzten Wiener Café in Leipzig zu trinken. ©Andreas Schmidt
Lasse es dir nicht entgehen eine Tasse Kaffee im letzten Wiener Café in Leipzig zu trinken. ©Andreas Schmidt

Das Café Grundman ist das letzte echte Wiener Café in Leipzig und deshalb für Kaffeefans ein Muss. Hier lässt du dir deinen Kaffee im Art-Deco Ambiente schmecken. Das Lokal wird schon seit 1919 ohne Unterbrechung von Konditorenmeistern bewirtschaftet. Neben Kaffee und Kuchen gibt es heute auch eine Mittagskarte. Die Gerichte kannst du dir bei Sonnenschein auf dem Freisitz vor dem Restaurant schmecken lassen. Und die Mittagspause natürlich mit einem Kaffee beenden.

Café Maître

In der Pâtisserie des Café Maître kannst du zum Kaffee selbstgemachte Schokoladen und Gebäck genießen. ©Jamina Mertz
In der Pâtisserie des Café Maître kannst du zum Kaffee selbstgemachte Schokoladen und Gebäck genießen. ©Jamina Mertz

Das Café Maître bringt die Tradition der fränzösischen Cafés nach Leipzig. Mit einer Tasse Kaffee kannst du es dir auf den Korbstühlen draußen bequem machen, Zeitung lesen, mit Freunden quatschen oder das bunte Treiben der Karli beobachten. In diesem charmanten Café kann man einfach stundenlang verweilen. Nicht nur französisches Flair erlebst du dort, du kannst auch alle Leckereien probieren, die unser Nachbarland zu bieten hat. In der hauseigenen Pâtisserie werden täglich frisch selbstgemachte Schokoladen, Baguette, Croissants, Brioches, Macarons und natürlich Quiche hergestellt.

Uptown Coffee Bar

Der Amerikaner Justin Land betreibt die Uptown Coffee Bar in der Riemannstraße. ©Uptown Coffee Bar
Der Amerikaner Justin Land betreibt die Uptown Coffee Bar in der Riemannstraße. ©Uptown Coffee Bar

Espresso, Ristretto, Doppio, Machiato, Flat White, Cappuccino, Americano, Pour Over, Aeropress und viele mehr. Bis du dich durch die Kaffeekarte der Uptown Coffee Bar probiert hast, dürfte es eine Weile dauern. In der Riemannstraße findest du das Bistro. Über die Theke geht nur Kaffee aus frisch gerösteten Bohnen. Dem Betreiber ist es wichtig, dass seine Gäste die Kaffeepause genießen und sich Zeit nehmen.

Café Corso

Heute wird das Café von „Corsoela“ weitergeführt. © Andreas Schmidt

Das Café Corso ist ein Familien-Unternehmen mit langer Tradition, denn es besteht schon seit über 100 Jahren. Ebenso traditionell verhält es sich bei der Herstellung der Konditoreiwaren und so ist alles, was im Hause Corso entsteht, in reiner Handarbeit hergestellt.  Das Können und die jahrelange Erfahrung bringen aber vor allem eines: erstklassigen Torten, Kuchen und Gebäck, die jeden Genießer um seine Sinne bringen.

Einen besonderen Stellenwert nimmt die Herstellung von Christstollen und anderem weihnachtlichen Gebäck ein. Zudem ist das Corso deutschlandweit eine der wenigen verbliebenen Konditoreien, welche Baumkuchen in ausschließlich handwerklicher Produktion herstellen.

Kaffee für Zuhause

Neben Bechern gibt es in der Kaffeesachsenserie auch Brotbüchsen und vieles mehr. ©Anja Jungnickel
Neben Bechern gibt es in der Kaffeesachsenserie auch Brotbüchsen und vieles mehr. ©Anja Jungnickel

Wenn für den Besuch im Café mal keine Zeit ist, dann wird der Kaffee eben zu Hause getrunken. „Ä Schälchn Heeßn“ schmeckt im Kaffeesachsen Becher noch besser. Mit dem Leipziger Partnerschaftskaffee wirst du nicht nur munter, sondern tust auch noch Gutes. Der Kaffee kommt aus Addis Abeba, der Partnerstadt Leipzigs in Äthiopien. Er ist fair gehandelt und sichert damit den Kaffeebauern die Existenz. Außerdem ist er biologisch angebaut, ganz ohne chemischen Dünger oder Pestitizde.

 

Du magst keinen Kaffee? Das Café Mintastique hat eine leckere Alternative für dich. Probiere den Koawach Kakao. Ganz ohne Lebensmittelzusatzstoffe, bio, fair trade und vegan.

Leipzig Tourismus und Marketing GmbH
Augustusplatz 9
04109 Leipzig
Tel. +49 (0)341 7104-340
www.leipzig.travel
social.media@ltm-leipzig.de

6 Kommentare

  1. Auf das Café Corso habe ich mich gefreut, in meiner Erinnerung war es ein kleines, unwahrscheinliches Juwel aus den „guten, alten Zeiten“. Leider spielt da das Radio, und zwar ziemlich laut. Warum muss man sich in einem historischen Café, das mit „Tradition“ und „Kontinuität“ prahlt, dumme Popmusik anhören? Damit die Bedienung sich nicht langweilt? Wie verhält sich diese schrille Konsummusik zum historischen Mobiliar und zur traditionellen Kaffeehausatmosphäre? Somit ist Corso für mich erledigt. Ich würde den Inhabern empfehlen, sich dessen bewusst zu machen, was sie eigentlich haben, und sich gelegentlich bei Riquet (dezente klassische Musik) zu inspirieren.

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